Blumen sind das Lächeln der Natur: Wie wird man eigentlich Florist*in?

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11.03.2024
Passau

Drei Jahre dauert die Ausbildung in der Floristik und neben Berufsschule wird Vollzeit in einem Ausbildungsbetrieb gearbeitet. Anna-Lena wollte schon immer in einen kreativen Beruf. Durch Zufall entdeckte sie eine Anzeige und bewarb sich in einem Ausbildungsbetrieb in Bogen. Zur Berufsschule, die in einwöchigen Blockseminaren stattfand, fuhr sie nach Straubing. Direkt nach ihrer Ausbildung bekam Anna-Lena dann auch eine Stelle im Blumenfachgeschäft „Blattwerk Sonja Vogl“ in Passau, wo sie seit September 2023 arbeitet.


In ihrer Ausbildung lernte Anna-Lena unter anderem alles über Pflanzenkunde, die botanischen Namen der Blumen, Blütenarten und auch, wie sich Pflanzen vermehren. Der Ausbildungsinhalt ist breit gefächert und erstreckt sich über Gestaltungskunde, die Präsentation der Blumen in all ihren Varietäten und auch Kunstgeschichte. Aber auch Warenwirtschaft und rechtliche Themen sind wichtige Fächer, die in der Ausbildung vorkommen.

 

Werkstück Blattwerk Sonja Vogl


Statistiken zeigen, dass der Einzelhandel in der Floristik ausgebildetes Personal verstärkt sucht, doch leider immer weniger junge Leute diesen Berufsweg einschlagen. Während manche sich vielleicht denken, man steckt nur schöne Sträuße, verbirgt sich viel mehr dahinter. Auf die Frage hin, welcher Typ Mensch für diesen Beruf geeignet ist, beschreibt Anna-Lena das folgendermaßen:


„Man muss auf jeden Fall ein Gefühl für Ästhetik haben, was schön aussieht, welche Farben harmonieren, was gestalterisch passt. Und man darf keine Angst haben, sich die Finger dreckig zu machen.“

Auch nicht zu unterschätzen ist der tägliche Einsatz, den man als Floristin leistet: „Man muss auch eine gewisse körperliche Belastbarkeit mitbringen denn man steht doch den ganzen Tag. Und umfangreiches Fachwissen muss man sich auch aneignen wollen. Botanische Namen, Pflege von Pflanzen, Gestaltungsregeln, die im normalen Berufsalltag von großer Bedeutung sind.“


Ein empathischer Kundenkontakt ist von immenser Bedeutung. „Man sollte kundenorientiert beraten können, aufgeschlossen sein und sich auch gut in Kunden hineinversetzen können“, so Anna-Lena. Als ausgebildete Florist*in arbeitet man neben dem normalen Alltagsgeschäft oftmals auch für große Events, z.B. für Hochzeiten, Veranstaltungen oder Trauerfeiern.

 

Werkstück Blattwerk Sonja Vogl


Mit seinem besonderen naturnahen Stil lädt das Blattwerk in Passau ein, die Blumenwelt auf eine einzigartige Weise zu erleben. Schnittblumen, Zimmerpflanzen und Pflanzen für draußen, Keramik, Vasen sowie die mundgeblasene DutZ-Collection sind unter anderem Bestandteil des Sortiments.

 
Anna-Lena genießt ihre Arbeit und kann ihrer Kreativität und künstlerischen Ambitionen in dieser einzigartigen Handwerkskunst freien Lauf lassen: „Das Blattwerk hat einen sehr natürlichen Stil, die Sträuße wirken sehr luftig und duftig, fast wie selbst gepflückt, aber dennoch gestaltet. Den Materialien wird Freiraum gegeben, sodass sie sich in ihrer natürlichen Bewegung frei entfalten können.“

 
Anna-Lena widerfährt viel Vertrauen und Wertschätzung im Blattwerk. Die Dynamik zwischen Sonja Vogl und ihr ist geprägt von einem ersprießlichen Austausch über Pflanzen, Design und Gestaltung.

 
Natürlich musste ich sie dann noch nach ihrer Lieblingsblume fragen, (von denen es viele gibt), aber passend zur Jahreszeit meinte sie, eine ihrer liebsten Frühjahrsblumen ist die Schachbrettblume (Fritillaria meleagris), eine zauberhafte Zwiebelblume.

Sonja Vogl und Anna-Lena Arnold

 

Am leuchtenden Sommermorgen
geh ich im Garten herum.
Es flüstern und sprechen die Blumen,
ich aber, ich wandle stumm.
(Heinrich Heine)


- DR



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