Niederbayern: Nach Auseinandersetzung von Güterzug erfasst und tödlich verletzt

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27.02.2023 12:42 Uhr
Straubing
Nach Auseinandersetzung von Güterzug erfasst und tödlich verletzt

PASSAU. Vergangenen Freitag, 24.02.2023, kam es am frühen Abend in einer Wohnung eines Mehrfamilienhauses zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen. Im Verlauf der Auseinandersetzung wurden nach ersten Ermittlungen zufolge zwei Männer von einem Mann und einer Frau mit einem spitzen Gegenstand und einem Nudelholz verletzt. Die beiden Tatverdächtigen flüchteten vom Tatort. Der männliche Tatverdächtige wurde etwa eine Stunde nach der Auseinandersetzung kurz vor Schalding von einem Güterzug erfasst und dabei tödlich verletzt.

Am Freitag, kurz vor 23.00 Uhr, erschien ein 30-jähriger Mann in Begleitung einer 23-Jährigen und weiterer Personen an der Wohnung südlich des Hauptbahnhofes. Den darin befindlichen Personen waren diese bekannt, weshalb sie eingelassen wurden. Der 30-Jährige jedoch ging mit einem spitzen Gegenstand sofort auf einen 20-Jährigen los. Dieser erlitt durch den Angriff Schnittverletzungen am Oberarm. Zeitgleich schlug die 23-jährige Begleiterin mit einem Nudelholz gegen den Kopf des 20-jährigen Mannes. Ein 21-Jähriger kam dem Angegriffenen schließlich zu Hilfe. Auch dieser wurde dabei von dem 30-Jährigen mit dem spitzen Gegenstand verletzt. Schließlich verließen die beiden Angreifer die Wohnung zu Fuß in unbekannte Richtung.

Über die ILS wurde die Polizeiinspektion Passau informiert. Mit mehreren Polizeistreifen wurde im Umfeld des Tatortes nach den flüchtigen Tatverdächtigen gefahndet. Die beiden Verletzten wurden zur ärztlichen Versorgung in ein umliegendes Krankenhaus eingeliefert.

Die Ermittlungen zur Auseinandersetzung wurden vor Ort von der Kriminalpolizeiinspektion Passau in Zusammenarbeit mit der sachleitenden Staatsanwaltschaft Passau übernommen.

Gegen 23.53 Uhr ereignete sich auf den Bahngleisen entlang der Donau kurz vor Schalding ein tödlicher Bahnunfall. Ein Güterzug, der von Passau aus unterwegs war, erfasste einen Mann, der sich in unmittelbarer Nähe zu den Gleisen befand. Durch den Zusammenstoß erlitt der Mann tödliche Verletzungen. Im Rahmen der Ermittlungen zur Auseinandersetzung stellte sich heraus, dass es sich dabei um den 30-Jährigen flüchtigen Tatverdächtigen handelt. Nach den ersten Ermittlungen, die ebenfalls von der Kriminalpolizeiinspektion Passau übernommen wurden, handelt es sich bei dem Bahnunfall um ein Unfallgeschehen. Hinweise auf suizidale Absichten des 30-Jährigen oder ein Fremdeinwirken ergaben sich bis zum aktuellem Stand der Ermittlungen bislang nicht.

Die beiden Verletzten konnten das Krankenhaus in den frühen Morgenstunden am Freitag wieder verlassen.

Die 23-jährige Tatverdächtige konnte im Zuge der polizeilichen Fahndung festgestellt werden. Sie muss sich nun der gefährlichen Körperverletzung verantworten.



Polizeipräsidium NiederbayernStraubing

Quellenangaben

Polizeipräsidium Niederbayern

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