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24.07.2022 13:00 Uhr
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Niederbayern: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Passau und des Polizeipräsidiums Niederbayern

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Passau und des Polizeipräsidiums Niederbayern

DEGGENDORF, HENGERSBERG, LKR. DEGGENDORF, INNERNZELL, LKR. FREYUNG-GRAFENAU, EGING A. SEE, LKR. PASSAU. Aufgrund der bisherigen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Passau sowie der Kriminalpolizeiinspektion Niederbayern stehen mehrere Verantwortliche der Karl-Bau GmbH mit Firmensitz in 94491 Hengersberg im Verdacht, mutmaßlich seit mehreren Jahren bei unterschiedlichen Bau- und Sanierungsmaßnahmen im südbayerischen Raum z. T. verschiedenes belastetes Bodenmaterial und Bauschutt unerlaubt entsorgt zu haben, um sich auf diese Weise einen Teil der Kosten, die bei einer ordnungsgemäßen Entsorgung angefallen wären, zu ersparen. Es wird von einem Betrag über mehrere Millionen Euro ausgegangen.

Bei einem nicht unerheblichen Teil der mineralischen Abfälle handelte es sich um Material, das zum Teil aus pechhaltigem Straßenaufbruch bestand bzw. mit solchem durchsetzt war. Zudem besteht der Verdacht, dass Abbruchabfälle, die noch mit überhöhten Bestandteilen von künstlichen Mineralfasern (KMF), Asbest sowie PCB belastet waren, nicht ordnungsgemäß entsorgt bzw. verwertet wurden. Etwaige Auswirkungen auf die Umwelt werden von den zuständigen Fachbehörden geprüft.

Rund 150 polizeiliche Einsatzkräfte und sechs Staatsanwälte im Einsatz

Die Staatsanwaltschaft Passau überantwortete die polizeiliche Einsatzleitung der Kriminalpolizeiinspektion Niederbayern.

Beim heutigen Vollzug der vom Amtsgericht Passau für mehrere Büro- und Geschäftsräume sowie der Wohnungen eines Tatverdächtigen erlassenen Durchsuchungsbeschlüsse, waren rund 150 Beamte der Kriminalpolizeiinspektion Niederbayern, Unterstützungskräfte der Bayerischen Bereitschaftspolizei, IT-Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamtes, der Kriminalpolizeiinspektionen Landshut und Passau sowie der Zentralen Ergänzungsdienste aus Landshut, zudem auch sechs Staatsanwälte im Einsatz.

Bei der heutigen Durchsuchungsaktion in drei niederbayerischen Landkreisen, sind neben zahlreichen schriftlichen Unterlagen auch enorme Datenmengen gesichert worden, die nun im Rahmen der weiteren intensiven und sehr umfangreichen Ermittlungen ausgewertet werden und als Beweismittel dienen.

Vorläufige Sicherung von Vermögenswerten in Millionenhöhe

Im Zuge der heutigen Durchsuchungsmaßnahmen haben Ermittler der Kriminalpolizeiinspektion Niederbayern zeitgleich einen von der Staatsanwaltschaft Passau erwirkten und durch das Amtsgericht Passau erlassenen Vermögensarrest über 2,7 Millionen Euro vollzogen. Dazu sind entsprechende vermögensabschöpfende Maßnahmen durchgeführt worden.

Die Staatsanwaltschaft Passau weist darauf hin, dass die verantwortlich handelnden Personen bis zu einer etwaigen rechtskräftigen Verurteilung als unschuldig gelten. Presseauskünfte erteilt die Staatsanwaltschaft Passau.


Veröffentlicht: 21.07.2022, 12:45 Uhr


Polizeipräsidium NiederbayernStraubing

Quellenangaben

Polizeipräsidium Niederbayern

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