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09.03.2016
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Ideen machen Schule

Einen Einblick in das Thema Unternehmensfinanzierung konnten fünf Schülerinnen des Landgraf-Leuchtenberg Gymnasiums in der Sparkasse Grafenau gewinnen. Im Beratungsgespräch mit Marktdirektor Dr. Mikko Klein erfuhren sie wichtige Grundlagen der Existenzgründung in finanzieller Hinsicht.

Zunächst stellten die Schülerinnen ihre kreative Geschäftsidee vor, die sie im Rahmen des Unternehmensgründungsspiels „Ideen machen Schule“ der Hans-Lindner Stiftung entwickelt haben. Hierbei planen die Mädchen, in ihrer „Brezelstube“ kundenindividuell angefertigte Backwaren zu verkaufen. Sie setzen dabei vor allem auf digitale Absatzwege. Diese ermöglichen es, die „Lieblingsbrezel“ bequem per App oder Online-Shop zu bestellen und erlauben überdies eine Skalierung des Geschäftsmodells. Der Kunde hat dabei lediglich die Qual der Wahl, aus einer Vielzahl an Zutaten und Formen auszuwählen: Soll der Teig aus Weizen-, Vollkorn- oder Dinkelmehl bestehen? Welches Topping soll auf die Brezel – Salz, Sonnenblumenkörner oder lieber Käse? Womit soll der Snack belegt werden? Frischkäse, Salat, Tomaten, Schinken und viele andere Produkte stehen zur Auswahl. Schlussendlich wird die Brezel nach den Wünschen des Kunden geformt. Soll es ein Herz oder passend zur Osterzeit ein Osterei sein? Nach einer kurzen Wartezeit liegt das fertige Produkt dann in den Geschäftsräumen der Brezelstube zur Abholung bereit. Die Vorteile für den Kunden liegen auf der Hand: keine langen Wartezeiten sowie frische Produkte mit regionalem Bezug.

Marktdirektor Firmen und Gewerbe Dr. Mikko Klein,  Jennifer Kabus, Julia Greiner, Julia Rohrhofer, Vanessa Wagner und Laura Dageförde, betreuende Lehrerin Christina Schober, Marktbereichsleiter Günter Klampfl
Marktdirektor Firmen und Gewerbe Dr. Mikko Klein,  Jennifer Kabus, Julia Greiner, Julia Rohrhofer, Vanessa Wagner und Laura Dageförde, betreuende Lehrerin Christina Schober, Marktbereichsleiter Günter Klampfl

Eine gute Geschäftsidee ist jedoch nur die halbe Miete. Auch die Finanzplanung muss Erfolg versprechen. Im weiteren Gespräch machte Dr. Mikko Klein die Schülerinnen auf die Stärken und Schwächen ihrer Absatz- und Ertragsvorschau aufmerksam. Wie viele reale Unternehmensgründer auch, rechnet die Brezelstube mit einem Liquiditätsengpass im ersten Geschäftsjahr. Diese Lücke wollen die Schülerinnen mit einem Kredit der Sparkasse schließen. Dass sich eine Bank bei der Gewährung eines Kredits sicher sein muss, die Forderung auch wieder zurück zu erhalten, erklärte Herr Dr. Klein sehr anschaulich. Zunächst wird die persönliche Kreditwürdigkeit der Unternehmer unter die Lupe genommen. Verläuft diese Prüfung positiv, werden das Geschäftskonzept und die Finanzplanung beleuchtet und auf Rentabilität geprüft. Zuletzt erhielten die Mädchen noch wertvolle Tipps zum Thema private und betriebliche Risikoabsicherung, damit sowohl die Existenzgründerinnen als auch der Geschäftsbetrieb für den Schadensfall abgesichert sind.

Mit diesen Informationen konnten die Schülerinnen ihr Geschäftskonzept nochmals überarbeiten und zur Bewertung bei der Hans-Lindner Stiftung einreichen. Nun heißt es abwarten, da erst Ende März entschieden wird, ob die Existenzgründerinnen mit ihrer Idee punkten können und zu den Siegerteams zählen.


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Landgraf-Leuchtenberg Gymnasium GrafenauGymnasium | Grafenau

Quellenangaben

Bericht: Christina Schober
Bild: Schule



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