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22.06.2021
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Was kostet ein Haus? - 3 Baukonzepte im Vergleich

Für viele Menschen in Deutschland ist die eigene Immobilie immer noch Lebensziel Nummer Eins – trotz, dass es inzwischen so teuer ist wie nie, ein Haus zu bauen. Wer bereit ist in den Bau zu investieren steht dabei vor grundlegenden Fragen wie der Lage der Immobilie und nach welchem Konzept sie errichtet werden soll: Fertighaus oder Massivhaus? Über den Architekten oder in Eigenregie? Die Unterschiede im Ablauf und in den Kosten zeigen die folgenden drei Absätze, die je ein eigenes Baukonzept beschreiben:

Fertighaus

Das Fertighaus wird in Deutschland immer beliebter, das zeigen entsprechende Trends schon seit Jahren. Der Vorteil liegt bei diesem Baukonzept nicht nur in der schnellen Bauzeit von meist nur wenigen Tagen bis Wochen, sondern auch in dem geringen ökologischen Fußabdruck, insbesondere bei einem Fertighaus in Holz-Ständerbauweise. Wer sich für dieses Baukonzept entscheidet, überträgt die Verantwortung einem Fertighausbau Anbieter, der auf einem entsprechend vorbereiteten Grundstück das gewünschte Haus errichtet. Zu dieser Vorbereitung zählen sämtliche Einzelheiten der Erschließung und eventuell auch eine Unterkellerung bzw. das Fundament. Die Fertighaus-Variante gleicht mehr dem Kauf eines Autos: Interessenten begehen Musterhäuser, sichten Kataloge und entscheiden sich dann für eines der Fertighäuser, wobei einzelne Komponenten wie die Zahl der Fenster, die Zwischenwände, die Wand- und Dachfarbe und weiteres problemlos individualisierbar ist. Die Kosten für ein Fertighaus liegen zwischen 120.000 und 200.000 Euro, können bei Luxusvarianten aber auch höher liegen.

Massivhausbau durch einen Architekten

Mit dem Fertighaus ist eine der beliebtesten Varianten des Hausbaus der Bau über einen Architekten. Der Vorteil liegt hier in einem maximalen Grad der Individualisierung, praktisch jeder Wunsch des Auftraggebers wird falls möglich vom Architekten berücksichtigt. Im Umkehrschluss wird das Haus als Massivhaus Stück für Stück errichtet und hat am Ende einen individuellen Charakter ohne oder mit nur wenigen Kompromissen. Auch hier bedarf es eines bereits erschlossenen Grundstücks, sodass der Architekt die Rahmenbedingungen kennt. Diese Variante ist vergleichbar mit der Neuentwicklung eines Autos – und daher auch teurer als z.B. ein Fertighaus. Die Kosten für den Massivhausbau durch einen Architekten liegen selten unter 200.000 Euro.

Hausbau in Eigenregie

Handwerklich begabte oder gar ausgebildete Bauherren sehen sich eventuell dazu in der Lage, das Haus soweit als möglich in Eigenregie zu errichten. Das ist für alle Arbeiten, die nicht einer offiziellen Qualifikation bedürfen, problemlos möglich. In der Praxis heißt das: Nahezu sämtliche Bauarbeiten können selbst durchgeführt werden – viele davon allerdings nach Vorschrift bzw. Plan durch einen Architekten oder einen Bauingenieur. Daher ist auch der Hausbau in Eigenregie stets an die Kooperation mit Externen in der Region gekoppelt: Neben einem Bauingenieur für die Konstruktion bedarf es auch eines zertifizierten Elektrikers mindestens für die Abnahme der Elektrik und anderen Fachleuten. Der Organisations- und Zeitaufwand ist bei diesem Baukonzept mit Abstand am höchsten, dafür ist es aber auch das Einsparpotential. Im Idealfall zahlt der Bauherr beim Bau in Eigenregie nur Abnahme- und Servicegebühren an Dritte (Architekt, Elektriker, …) sowie die Material- und Werkzeugkosten. Auf diese Weise kann z.B. ein Massivhaus für um die 100.000 Euro errichtet werden.




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