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19.05.2021 13:00 Uhr
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Holetschek: Freistaat investiert weiter in die intensivmedizinische Ausstattung von Krankenhäusern – Bayerns Gesundheitsminister überreicht ECMO-Gerät an die München Klinik

Das bayerische Gesundheitsministerium setzt seine Unterstützung für die Kliniken im Kampf gegen die Corona-Pandemie fort. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek betonte anlässlich der Übergabe eines ECMO-Geräts an die München Klinik am Mittwoch: „Der Bedarf an intensivmedizinischen ECMO-Behandlungsplätzen ist in der dritten Pandemie-Welle nochmal deutlich gestiegen. Die Höchststände der ersten und zweiten Infektionswelle von 40 und 60 belegten ECMO-Plätzen haben wir in der jetzigen dritten Welle bereits im April überschritten. Seit Ende April bewegt sich die Zahl der belegten ECMO-Plätze bayernweit bei etwa 70 Plätzen. Leistungsfähige Intensivstationen sind daher essentiell. Der Freistaat leistet dazu seinen Beitrag.“

Anders als bei den Beatmungsgeräten wird bei der extrakorporalen Membran-Oxygenierung (ECMO) das Blut außerhalb des Körpers mit Sauerstoff angereichert und Kohlendioxid entfernt. Die Maschine funktioniert also wie eine externe Lunge. Bei der herkömmlichen künstlichen Beatmung mit einem Beatmungsgerät wird hingegen Sauerstoff mit Überdruck in die Lunge gepresst.

Der Minister ergänzte: „Bei schweren Lungenschädigungen ist die ECMO eine letzte Therapiemöglichkeit für die Betroffenen. Umso wichtiger ist, dass wir im Ministerrat sehr schnell die Übernahme der Kosten für die Beschaffung weiterer Geräte und zugehöriger Verbrauchsmaterialien beschlossen haben. Wir stellen dafür 2,5 Millionen Euro bereit. Wir haben alles dafür getan, dass es bei dieser lebensrettenden Therapie zu keinen Geräte-Engpässen kommt!“

Nach aktuellen Meldungen der bayerischen Krankenhäuser stehen rund 100 ECMO-Behandlungsplätze an etwa 30 Krankenhausstandorten zur Verfügung. Dazu zählen auch einige Geräte, die z. B. als Herz-Lungen-Maschinen nicht ausschließlich für Lungenkranke zum Einsatz kommen.

Die München Klinik hat an allen vier Standorten auf den Intensivstationen entsprechende ECMO-Expertise und mit Harlaching, Neuperlach und Bogenhausen aktuell drei Standorte mit fester ECMO. Dort wurden bisher mehr als 20 Covid-19-Patientinnen und -Patienten an der ECMO behandelt. Im Vergleich zu den beiden früheren Pandemiewellen zeichnet sich bei den Patientinnen und Patienten aktuell ein deutlich geringeres Alter ab. Bei dieser jüngeren Patientengruppe mit keinen oder weniger Nebenerkrankungen können mit realistischer Chance auf eine Heilung alle Möglichkeiten der Intensivmedizin angewandt werden.

Dr. med. Axel Fischer, Vorsitzender der München Klinik gGmbH, betonte: „Wir sehen inzwischen mit den sinkenden Inzidenzen und steigenden Impfquoten das Licht am Ende des Tunnels kommen! Trotzdem sind wir sehr dankbar für diese Unterstützung, denn der Bedarf an Beatmung und ECMO ist in der dritten Welle insgesamt gestiegen. Wir sehen junge Patienten, die teilweise über Monate auf der Intensivstation liegen. Im Schnitt werden sie dabei von rund 100 Mitarbeitenden verschiedener Berufsgruppen versorgt.“

Holetschek fügte hinzu: „Wir haben seit Beginn der Pandemie die Krankenhäuser massiv darin unterstützt, ihre intensivmedizinische Ausstattung weiter auszubauen und an die besonderen Pandemiebedingungen anzupassen. Wir haben auch den Bestand an Beatmungsgeräten mit der Beschaffung bzw. Finanzierung von über 2.300 Geräten erheblich ausgebaut.“

Der Minister betonte: „Wir haben aber nicht nur die Aufgabe, die Krankenhäuser besser auszustatten. Wir haben auch eine Verantwortung gegenüber dem Klinik-Personal, das seit über einem Jahr in der Pandemiebekämpfung intensiv gefordert ist. Ich bin den Ärztinnen und Ärzten und den Pflegekräften sehr dankbar, dass sie trotz der immensen Belastung seit Monaten ihr Bestes geben.“

Der Beitrag Holetschek: Freistaat investiert weiter in die intensivmedizinische Ausstattung von Krankenhäusern – Bayerns Gesundheitsminister überreicht ECMO-Gerät an die München Klinik erschien zuerst auf Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.


Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeMünchen

Quellenangaben

www.stmgp.bayern.de/

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