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29.01.2021 14:45 Uhr
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Gesundheitsminister Holetschek stärkt den öffentlichen Gesundheitsdienst – Zum nächsten Wintersemester können erstmals Studierende zum Studiengang Humanmedizin über die ÖGD-Quote an bayerischen Universitäten zugelassen werden

An bayerischen Universitäten können zum Wintersemester 2021/2022 erstmals Studierende zum Studiengang Humanmedizin über die neue Quote für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) zugelassen werden. Darauf hat Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Freitag (29. Januar) hingewiesen. Holetschek betonte: „Mein Ziel ist, den Öffentlichen Gesundheitsdienst weiter zu stärken und auszubauen. Mit der neuen ÖGD-Quote können wir mehr junge Mediziner für diese wichtige Aufgabe gewinnen.“

Holetschek unterstrich: „Der Fokus des ‚Öffentlichen Gesundheitsdienstes‘ liegt ganz klar auf dem Wohl der gesamten bayerischen Bevölkerung. Wie wichtig Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst für das Allgemeinwohl unserer Gesellschaft sind, zeigt uns die Corona-Pandemie ganz deutlich. Ich möchte daher alle jungen Menschen mit Interesse an einem Medizinstudium und einer anschließenden Verwendung im Öffentlichen Gesundheitsdienst oder auf dem Land auffordern, sich zu bewerben.“

Der Minister erläuterte: „Bis zu ein Prozent aller Medizinstudienplätze in Bayern, also etwa 20 Studienplätze, sind ab dem Herbst für Studierende vorgehalten, die sich verpflichten, nach Abschluss der Weiterbildung im Öffentlichen Gesundheitsdienst in Bayern tätig zu sein – und zwar dort, wo wir Amtsärzte besonders dringend brauchen. Damit wird interessierten Bewerberinnen und Bewerbern auch ohne herausragenden Schulabschluss künftig ein Medizinstudium möglich. Für die Zulassung schauen wir nicht auf die schulischen Leistungen, sondern auf die fachliche und persönliche Qualifikation.“

Bereits seit dem vergangenen Wintersemester können Studierende ihren Medizinstudienplatz auch über die neu vom Freistaat eingeführte Landarztquote erhalten. Konkret hält der Freistaat bis zu 5,8 Prozent aller Medizinstudienplätze an den sieben medizinischen Fakultäten in Bayern für Studierende vor, die ein besonderes Interesse an der hausärztlichen Tätigkeit im ländlichen Raum haben. Dafür verpflichten sich die jungen Menschen, später mindestens zehn Jahre lang als Hausärztin oder Hausarzt in einer Region zu arbeiten, die medizinisch unterversorgt oder von Unterversorgung bedroht ist. 

„Der Öffentliche Gesundheitsdienst ist ein essentieller Bestandteil des Gesundheitswesens. Der ÖGD wird neben der ambulanten und stationären Patientenversorgung auch als die ‚dritte Säule‘ des Gesundheitswesens bezeichnet. Gerade in der aktuellen Pandemiesituation hat sich gezeigt, wie wichtig ein leistungsfähiger ÖGD für Bayern ist“, unterstrich der Minister.

Eine Schwerpunktaufgabe im ÖGD ist der Bevölkerungsschutz. Beispiele hierfür sind die Tuberkulosefürsorge, der umweltbezogene Gesundheitsschutz wie Trinkwasserhygiene, sowie die Hygieneüberwachung in Krankenhäusern, Seniorenheimen, Kindergärten und anderen Gemeinschaftseinrichtungen. In der Prävention arbeiten die Amtsärzte mit den Sozialpädagogen zusammen, z.B. bei den Themen Suchtprävention, Sexualaufklärung in Schulen, Schwangerenkonfliktberatung, frühe Hilfen für Eltern, AIDS und Impfungen.

Der Minister ergänzte: „Das Aufgabenspektrum ist sehr vielfältig, die Tätigkeiten eines Amtsarztes bieten eine interessante Alternative zur Arbeit im Krankenhaus oder in einer Praxis. Dabei arbeitet der Öffentliche Gesundheitsdienst partnerschaftlich mit vielen Akteuren zusammen. Die Arbeit im Gesundheitsamt ist auch Netzwerkarbeit. Das Gesundheitsamt hat engen Kontakt zu den Schulen, Kindergärten, dem Jugendamt und der koordinierenden Kinderschutzstelle.“

Zu den Einrichtungen des Öffentlichen Gesundheitsdienstes zählen vor allem die 71 staatlichen und fünf kommunalen Gesundheitsämter in Bayern, aber auch die „Sachgebiete Gesundheit“ in den Bezirksregierungen und bestimmte fachliche Einheiten des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Interessenten für die ÖGD- und für die Landarztquote können sich auf der gemeinsamen Website www.oegd-quote.bayern.de für die Studienplätze bewerben. Das Bewerberportal ist ab 01.02.21 geöffnet.

Der Beitrag Gesundheitsminister Holetschek stärkt den öffentlichen Gesundheitsdienst – Zum nächsten Wintersemester können erstmals Studierende zum Studiengang Humanmedizin über die ÖGD-Quote an bayerischen Universitäten zugelassen werden erschien zuerst auf Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.


Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeMünchen

Quellenangaben

www.stmgp.bayern.de/

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