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11.09.2020 09:00 Uhr
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Huml will die Teilhabe von Menschen mit Demenz weiter stärken – Gesundheits- und Pflegeministerium fördert erstmals Projekte aus dem Bayerischen Demenzfonds mit jeweils bis zu 10.000 Euro

Das bayerische Gesundheits- und Pflegeministerium fördert in diesem Jahr erstmals Projekte aus Mitteln des Bayerischen Demenzfonds. In einem ersten Auswahlverfahren sind vier Projekte aus Mittelfranken und Schwaben ausgewählt worden, die nun in die Endausscheidung kommen. Darauf hat Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml am Freitag hingewiesen. Huml betonte: „Menschen mit Demenz gehören in die Mitte der Gesellschaft. Ziel der Bayerischen Demenzstrategie ist es, die Teilhabemöglichkeiten Betroffener und ihrer pflegenden Angehörigen zu verbessern. Ich freue mich, dass wir dieses Jahr erstmalig entsprechende Projekte aus Mitteln des ‚Bayerischen Demenzfonds‘ fördern können.“

Entsprechend der seit 1. Januar 2020 geltenden Förderrichtlinie Demenz und Teilhabe (DEMTeil) können im Rahmen des „Bayerischen Demenzfonds“ zweimal im Jahr kulturelle, musische, sportliche und soziale Projekte, die der gesellschaftlichen Teilhabe von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen dienen, mit einmalig bis zu 10.000 Euro gefördert werden. Außerdem können jährlich Preise in Höhe von 1.000 Euro für wissenschaftliche Arbeiten verliehen werden, die sich mit praxisbezogenen Fragestellungen zu Demenz beschäftigen und durch die gewonnenen Erkenntnisse zur Verbesserung der Lebenssituation Betroffener und ihrer Angehörigen beitragen.

Ein sechsköpfiges Expertengremium, dessen Mitglieder sowohl die Perspektive Betroffener als auch die fachpraktische, wissenschaftliche und kommunale Perspektive vertreten, hat in einem ersten Auswahlverfahren die folgenden vier Projekte für eine mögliche Förderung durch den Bayerischen Demenzfonds ausgewählt:

  • Alzheimer Gesellschaft Weißenburg und Umgebung e.V. (Mittelfranken): Aufbau von Bewegungsgruppen für Menschen mit und ohne Demenz
  • Familiengesundheit 21 e.V. Memmingen (Schwaben): Ausbau von digitalen Kontakt- und Übungsstationen für Menschen mit beginnender Demenz
  • Tagespflege „Seniorengarten Ickelheim“, Bad Windsheim (Mittelfranken): Frischer Wind durch Seniorenrikscha
  • Curatorium Altern gestalten gGmbH, Hartenstein (Mittelfranken): Gemeinsam der Kultur auf der Spur mit Kulturpatinnen und -paten

Diese Projekte haben nun die Möglichkeit, ihre Anträge zu konkretisieren, um eine Förderung zu erhalten. Bei einem überzeugenden Konzept ist für alle vier Projekte eine positive Entscheidung des Gremiums möglich.

Die Ministerin ergänzte: „Mein Ziel ist es, die Lebenssituation von Menschen mit Demenz sowie ihrer Angehörigen in Bayern weiter zu verbessern und tragfähige Strukturen für die Zukunft zu schaffen. Ich möchte besonders die vielen von ehrenamtlich engagierten Menschen in Bayern getragenen Initiativen auffordern, sich mit ihren Projekten zu bewerben.“

Anträge auf Förderung durch den Bayerischen Demenzfonds können jährlich zweimal – zum 30. Juni und zum 31. Dezember – postalisch beim Landesamt für Pflege unter folgender Adresse gestellt werden: Bayerisches Landesamt für Pflege, Köferinger Straße 1, 92224 Amberg oder per E-Mail an: demenzfonds@lfp.bayern.de. Für den nächsten Bewerbungsstichtag am 31.12.2020 können noch Projektanträge und Vorschläge für wissenschaftliche Auszeichnungen eingereicht werden.

Der Bayerische Demenzfonds finanziert sich aus Spenden und aus Mitteln des Freistaates Bayern. Spenden können auf folgendes Konto einbezahlt werden: Staatsoberkasse Bayern, Bayerische Landesbank München, IBAN: DE75 7005 0000 0001 1903 15, BIC: BYLADEMM, Verwendungszweck: PK-Nr. 2528.1000.0034 Bayerischer Demenzfonds. Spendenbescheinigungen werden automatisch erstellt, sofern die Adresse der Spender angegeben ist.

Der Beitrag Huml will die Teilhabe von Menschen mit Demenz weiter stärken – Gesundheits- und Pflegeministerium fördert erstmals Projekte aus dem Bayerischen Demenzfonds mit jeweils bis zu 10.000 Euro erschien zuerst auf Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.


Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeMünchen

Quellenangaben

www.stmgp.bayern.de/



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