Motorradfahrer aufgepasst!

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18.03.2010
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Gut vorbereitet und sicher in die neue Saison!

Im Jahr 2009 war jeder vierte Verkehrstote in Niederbayern ein Kradfahrer - verstärkte Kontrollen angekündigt


NIEDERBAYERN, 17. MÄRZ 2010:  Die Wettervorhersagen kündigen deutlich steigende Temperaturen  und besseres Wetter an, nach der langen Winterperiode sehnt sich jedermann wohl nach wärmeren Zeiten. Ganz besonders werden die "Biker" die Frühlingsboten herbeiwünschen. Das Polizeipräsidium Niederbayern rechnet damit, dass bereits am kommenden Wochenende schon wieder die ersten Kradfahrer auf dem rund 6.700 km langen Straßennetz des Regierungsbezirks unterwegs sind.

                        Unfallzahlen zwar rückläufig, aber: Jeder Tote und Verletzte ist "einer zu viel"!

 Im Jahr 2009 verunfallten auf den Niederbayerischen Straßen bei 1.001 (2008: 1.099) Verkehrsunfällem mit Kradfahrerbeteiligung 26 (2008: 32) Motorradfahrer tödlich, dies bedeutet 2008 gegenüber zwar einen Rückgang von 18, 7 Prozent, nach Ansicht der Polizei ist aber jeder Verunfallte auf den Straßen "einer zu viel". Hinzu kommt, dass 1.039 (2008: 1.126) "Biker" zum Teil schwerste Verletzungen erlitten und in Einzelfällen damit ein Leben lang gehandikappt sind. Mit eine Hauptunfallursache ist dabei immer noch die nicht angepasste Geschwindigkeit bzw. die Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Diesen Umständen möchte die Niederbayerische Polizei Rechnung tragen und wird deshalb heuer ein Maßnahmenpaket auf den Weg bringen, um ihren Teil dazu beizutragen, an der nochmaligen Reduzierung der Verunfalltenzahlen mit zu arbeiten.

                         Tipps des Polizeipräsidiums Niederbayern zum Saisonstart

Eminent wichtig für einen unfallfreie "Bike-Saison" ist die persönliche Vorbereitung jedes einzelnen Motorradfahrers, dazu und hier ein paar gut gemeinte Tipps der Polizei:

- Unbedingt überprüft werden sollte nach einer längeren Standzeit im Winter der technische Zustand des Motorrades. Hier sind neuralgische Punkte vor allen Dingen die Bremsen, die Reifen und das Profil, die Stoßdämpfer und auch die Beleuchtung. Ein einwandfreier technischer Zustand des Motorrades sollte eine Grundvoraussetzung für die bevorstehende „Saison“ sein. Sehr wichtig ist auch, die Schutzbekleidung des Fahrers auf Beschädigungen und Funktionalität zu überprüfen. Die Bekleidung sollte zusätzlich entsprechend farblich auffällig sein! Ein einwandfreier, DIN-geprüfter Schutzhelm, der auch keine versteckten "Fallverletzungen" haben sollte, ist dabei der wichtigste Schutz für den Kopf des Fahrers. Vor allem im Bereich der Schutzbekleidung und des Helms sollte man nicht sparen und hochqualitative Komponenten anschaffen, denn dies ist bei einem evtl. Unfall die einzige "passive Schutzvorrichtung" für den Fahrer.

- Doch auch der Fahrer selbst sollte entsprechend „vorbereitet“ sein: Die Polizei rät dringend, vor der ersten richtigen und längeren „Ausfahrt“ erst einmal einen verkehrsarmen und ruhigen Platz aufzusuchen und hier langsame Fahrübungen durchzuführen. So kann die Gewöhnung an das Zweirad ohne Gefahr erfolgen, insbesondere sollte dabei die Kurvenfahrt und auch das „Bremshandling“ behutsam überprüft und trainiert werden. Ein langsames Gewöhnen an die physikalischen Gegebenheiten des Motorradfahrens ist ein wichtiger Schritt zum verkehrssicheren Führen des Krades während des Sommers.

- Grundsätzlich gilt: dosierter Umgang mit dem Gasgriff und vorausschauende Fahrweise ist - gerade beim Motorradfahren und in der Anfangsphase des Frühjahrs - besonders wichtig ! Bei den PS-starken Motorrädern kann dies unter Umständen in gefährlichen Situationen Leben retten. Als Motorradfahrer muss man praktisch in jeder Sekunde des Fahrens im Straßenverkehr mit dem Fehler des Anderen rechnen, insbesondere damit, dass man – trotz Fahrens mit Licht natürlich - einfach übersehen wird. Schließlich werden mehr als die Hälfte aller Verkehrsunfälle mit beteiligten Motorradfahrern durch falsches Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer verursacht, in nicht wenigen Fällen werden die Kradfahrer ganz einfach übersehen! Wichtig ist, sich immer bewusst zu sein, dass der Motorradfahrer keine „Knautschzonen“ und damit praktisch keine passive Sicherheit "vor sich" hat.

- Beim Fahren mit einem Sozius oder einer Sozia müssen die besonderen und veränderten physikalischen Eigenschaften des Motorrades bedacht werden. So gilt es, vor Fahrtantritt die Route genau miteinander zu besprechen, Pausen zu planen und vor allen Dingen das Verhalten auf dem Motorradsitz genau abzustimmen. Eine „gegenläufige Bewegung“ zwischen Fahrer und Beifahrer verursacht auf dem Motorrad schwerwiegende Instabilitäten in der Fahrdynamik, was zwangsläufig zu gefährlichen Situationen führt.

- Wichtig: Fahren mit Licht ist Vorschrift und trägt wesentlich zur passiven Sicherheit bei!

- Ein verantwortungsbewusster Motorradfahrer beweist durch verhaltenes, vorausschauendes und ruhiges Fahren Souveränität und gleichzeitig auch, dass er jederzeit „Herr über seine Pferdestärken“ ist. Insbesondere auch die anderen Verkehrsteilnehmer wie Auto-, Lkw- und Busfahrer sollten - gerade bei schönem Wetter - immer mit den Zweiradfahrern "rechnen". Die gegenseitige Rücksichtnahme im immer dichteren Verkehrsgeschehen ist unabdingbare Voraussetzung für einen unfallfreien Verkehrsablauf.

                               "Polizeiliche Motorradfahrer" gehen mit gutem Beispiel voran
 
Mit besonders gutem Beispiel geht der Polizeimotorradclub "Blue Knights Germany VII e.V." voran: die Verantwortlichen des Clubs haben für die Mitglieder, die sich überwiegend aus Polizei, Zoll und Justiz rekrutieren, im Vorfeld der 10. Kulmbacher Sternfahrt ein Fahrsicherheitstraining organisiert. "Fahrerfahrene Instruktoren" zeigen dabei auf, wie man sich professionell auf die neue Motorradsaison vorbereitet und damit ein Optimum an Sicherheit durch Prävention erreicht. Im übrigen bieten auch viele Kraftfahrerverbände und andere Träger der Verkehrssicherheit solche Fahrertrainings an; die Polizei empfiehlt, zumindest beim Einstieg "ins Biken" bzw. beim Umstieg auf eine andere Maschine solch ein Angebot zu nützen.

                                Niederbayerische Polizei wird überwachen!

Und am Schluss noch eine Anmerkung in "eigener Sache": die Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung, insbesondere über das Einhalten der zulässigen Höchstgeschwindigkeiten und Überholverbote, gelten natürlich auch und insbesondere für Motorradfahrer. Auch die Zweiradfahrer werden im übrigen durch die Polizei hinsichtlich der Einhaltung von z. B. Geschwindigkeitsbeschränkungen und der ordnungsgemäßen Ausrüstung überwacht, die Polizei besitzt hierzu „geeignetes Überwachungsgerät“. Heuer werden gemäß oben bereits angekündigten Maßnahmen an den verschiedensten Niederbayerischen Motorradstrecken immer wieder Überwachungsaktionen durchgeführt werden. Die Polizei wird hierzu auch die vorhandenen Lasergeschwindigkeitsmessgeräte einsetzen und bei Überschreitungen sofort nach dem Verstoß Anhaltungen durchführen, um den zu erwartenden "Erziehungseffekt" best möglich zu nutzen.

Doch lieber aber wäre es allen Beamtinnen und Beamten, wenn sie dabei gar nicht einschreiten müssten, weil ihnen die Kradfahrer durch vorschriftsmäßige Fahrweise dazu gar keinen Anlass geben. Insgesamt wäre generell wünschenswert, wenn alle Verkehrsteilnehmer durch ihr vorbildliches Verhalten zu einer Steigerung der Verkehrssicherheit beitragen würden und die Polizei dadurch viel mehr auf Beanstandungen verzichten könnte.


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- MD



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