Ein ausgewogenes Essen ist die Grundlage für Gesundheit und Wohlbefinden. Gerade bei Kindern ist es wichtig, früh ein vernünftiges Ernährungsverhalten zu entwickeln. Besonders bei ganztägiger Betreuung spielt die Versorgung in der Schulkantine sowie durch die eigene Brotzeit eine zentrale Rolle. Gleichzeitig greifen viele Schülerinnen und Schüler lieber zu Süßigkeiten oder Fastfood als zu ausgewogenen Mahlzeiten.
Dass gesunde Ernährung dennoch angenommen wird, zeigen zahlreiche positive Beispiele. Wenn es schmeckt, sind Kinder und Jugendliche durchaus bereit, sich bewusst und nachhaltig zu ernähren. Unterstützt werden Einrichtungen dabei durch Coaching-Angebote der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Niederbayern. Diese richten sich an Schulen, Kitas, Senioreneinrichtungen und Betriebe und werden vom Staatsministerium finanziert, sodass die Teilnahme kostenfrei ist.

Schnelle Energie für Zwischendurch: Nachhaltiger und gesünder geht es mit selbstgemachten Müsliriegeln.
Eine wichtige Rolle spielt auch die Brotzeitbox. Mit regionalen und ausgewogenen Zutaten lässt sich eine gesunde Alternative für zwischendurch schaffen, die sättigt und gleichzeitig Verpackungsmüll vermeidet. Gerade im hektischen Alltag greifen viele Menschen zu stark zuckerhaltigen Snacks, die zwar kurzfristig Energie liefern, aber schnell zu einem Leistungsabfall führen können.
Wie es besser geht, zeigt ein Praxisbeispiel aus der Hauswirtschaftsschule Passau: Dort stellen Studierende im Unterricht selbst Müsliriegel her. Diese sind schnell zubereitet, kommen ohne Plastikverpackung aus und ermöglichen eine bewusste Auswahl regionaler Zutaten. Zudem sorgen sie für eine länger anhaltende Sättigung und einen stabileren Blutzuckerspiegel.
Auch beim Thema Nachhaltigkeit setzen die angehenden Fachkräfte auf einfache Lösungen. Wiederverwendbare Behälter oder Bienenwachstücher ersetzen Einwegverpackungen, während Lebensmittelreste kreativ weiterverwendet werden. So lässt sich der Alltag mit kleinen Veränderungen nachhaltiger gestalten.

Die Herstellung ist einfach und geht sehr schnell. Man weiß, was drinnen ist und kann auch saisonale und regionale Aspekte berücksichtigen, findet Miriam Knott, Studierende der Fachschule in Passau.
Der Welttag der Hauswirtschaft am 21. März macht auf die große Bedeutung dieses Bereichs aufmerksam. Hauswirtschaft umfasst weit mehr als Kochen: Sie beinhaltet unter anderem Haushaltsführung, Versorgung von Menschen, Budgetplanung sowie nachhaltiges Konsumverhalten und eröffnet zudem vielfältige berufliche Perspektiven.
Wer sich für eine Ausbildung interessiert, hat dazu im kommenden Semester an der Fachschule für Ernährung und Haushaltsführung in Passau Gelegenheit. Das neue Semester startet im September 2026. Ein Informationsabend findet am 20. Mai um 18 Uhr statt.

Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Passau