Das 2:3 bei Rot-Weiss Essen hinterlässt gemischte Gefühle: Einerseits ein mutiger spielerischer Auftritt und eine frühe Führung, andererseits eine Niederlage durch vermeidbare Gegentore. Wie die Mannschaft diesen schmalen Grat zwischen Fortschritt und fehlendem Ertrag bewertet, ordnen Adrian Fein, Leopold Wurm und Trainer Micheal Wimmer direkt nach Abpfiff ein.
Adrian Fein: „Wir haben heute das Gesicht gezeigt, das wir sehen wollen: mutig und aktiv. Natürlich tut es extrem weh, dass wir am Ende mit leeren Händen dastehen, weil wir uns durch eigene Fehler um den Lohn gebracht haben. Aber ganz ehrlich: Mir ist es lieber, wir treten so auf und riskieren etwas, als dass wir uns verstecken. Die Leistung war ein Schritt nach vorne. Wir müssen jetzt nur noch lernen, in den entscheidenden Momenten cleverer zu sein. Wenn wir diesen Weg weitergehen, werden wir die nötigen Punkte holen.“

Adrian Fein analysierte nach dem Spiel die knappe Niederlage bei Rot Weiss Essen.
Leopold Wurm: „Das ist eine extrem bittere Niederlage, weil wir über weite Strecken ein richtig gutes Auswärtsspiel gemacht haben. Die frühe Führung hat uns Sicherheit gegeben, wir waren griffig in den Zweikämpfen und haben den Gegner gestresst. Dass wir das Spiel durch unglückliche Szenen aus der Hand geben, ist frustrierend, aber wir dürfen uns davon nicht umwerfen lassen. Wir haben gezeigt, dass wir jeden ärgern können. Wir nehmen genau diese Energie und diesen Mut mit in die nächsten Wochen, dann werden wir uns auch wieder belohnen.“
Chef-Trainer Michael Wimmer: „Die Niederlage ist angesichts des Spielverlaufs sehr unglücklich, ein Punkt wäre heute absolut verdient gewesen. Wir sind mit dem frühen Treffer gut in die Partie gekommen und hatten auch nach der Pause noch Möglichkeiten, selbst wieder in Führung zu gehen. Stattdessen kassieren wir quasi aus dem Nichts zwei Treffer. Das ist die Qualität eines Spitzenteams, solche Phasen dann auch zu nutzen. Ich mache der Mannschaft aber keinen Vorwurf, sondern muss ein Kompliment ausprechen. Sie war mutig im Ballbesitz, hat sich von der Kulisse nicht einschüchtern lassen und hat Essen teilweise tief in die eigene Hälfte gedrückt, auch wenn sie Konterchancen gehabt haben. Die Reaktion nach dem Rückstand zeigt, dass die Mannschaft den Kampf annimmt. Genau so müssen wir weitermachen.“

Chef Trainer Michael Wimmer sah eine mutige Leistung seiner Mannschaft an der Hafenstraße.

SSV Jahn Regensburg