Gerlach: Bayern hat Risiken durch eingewanderte Stechmückenarten im Blick – Bayerns Gesundheitsministerin: Monitoring des LGL mit derzeit 26 Fallen an vier Standorten im Freistaat

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14.07.2024 07:15 Uhr
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Bayern hat die gesundheitlichen Risiken durch eingewanderte Stechmücken im Blick und setzt dabei auf ein intensives Monitoring. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach am Sonntag hingewiesen. Sie betonte: „Durch den Klimawandel wird es auch im Freistaat zunehmend Stechmückenarten geben, die potentiell tropische und subtropische Infektionskrankheiten übertragen können. Deshalb beobachten und analysieren wir die Situation sehr genau: Bereits 26 Fallen sind in diesem Jahr vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) an vier ausgewählten Standorten in Bayern platziert worden.“

Stechmückenfallen des LGL stehen derzeit in den Städten Nürnberg, Fürth, Memmingen und im Landkreis Rosenheim. Die Städte Fürth und Rosenheim betreiben darüber hinaus ein eigenes Stechmücken-Monitoring und stehen dazu im Austausch mit dem LGL. Zusätzlich schlossen sich die Landkreise München und Erding dem Stechmücken-Monitoring im Rahmen der „Starthilfe“ des Freistaates Bayern an, Ebersberg möchte folgen.

Gerlach unterstrich: „Wir müssen entschlossen handeln, um die Folgen des Klimawandels für die Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich zu halten. Ziel des Projektes ist es, für das Thema zu sensibilisieren, Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen und die Behörden vor Ort fachlich zu beraten.“

Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie des LGL, die Ende 2023 endete, wurden beispielsweise die Voraussetzungen für die Durchführung eines Monitorings gebietsfremder Mückenarten untersucht. Im Rahmen der Studie wurden im Jahr 2023 31 Fallen an sechs Standorten aufgestellt. Die Ergebnisse dieser Studie des LGL sind unter anderem die Basis für die Aufstellung der Fallen in diesem Jahr.

Prof. Dr. Christian Weidner, Präsident des LGL, erläuterte: „Mit einer ‚Starthilfe‘ bieten wir Informations- sowie Aufklärungsmaterial und unterstützen die Kommunen dabei, einen eigenen Fallenbetrieb zu etablieren. Die Bestimmung der Funde erfolgt dann bei uns am LGL. Damit haben wir eine mögliche Ausbreitung der Tigermücke an Orten, an denen es schon mal Funde gab, im Blick. Auch bislang nicht betroffenen Städten und Landkreise wird empfohlen, sich bereits jetzt mit dem Thema Asiatische Tigermücke auseinanderzusetzen. Denn auch wenn die Asiatische Tigermücke bei uns bislang kein Träger von Erregern ist und das Gesundheitsrisiko in Bayern derzeit als gering zu erachten ist, ist es wichtig, konsequent gegen deren Verbreitung vorzugehen.“

Durch Einsendungen aus der Bevölkerung und Monitoring-Maßnahmen wurden dem LGL in den Jahren 2022 und 2023 Funde der Asiatischen Tigermücke aus insgesamt 13 bayerischen Stadt- oder Landkreisen bekannt – im Jahr 2024 waren es bislang 3.

Gerlach unterstrich: „Aktuell ist das Übertragungsrisiko von Viren wie dem Dengue-Fieber in Bayern durch gebietsfremde Stechmücken wie die Asiatische Tigermücke noch sehr gering. Wichtig ist auch: Wir alle können etwas tun, um die Verbreitung von Stechmückenarten wie der Asiatischen Tigermücke einzudämmen. So hilft es beispielsweise, Regentonnen dicht zu verschließen oder kleine Wasseransammlungen in Gießkannen oder Blumentöpfen zu vermeiden oder zumindest regelmäßig zu entleeren, damit sich keine Mücken ausbilden können.“

Unabhängig vom Stechmücken-Monitoring können Bürgerinnen und Bürger auch Mückenexemplare an das LGL senden, wenn sie eine Asiatische Tigermücke sehen oder den Verdacht haben, dass es sich um ein solches Exemplar handeln könnte. Dazu sollte die Mücke, möglichst ohne sie zu zerdrücken, gefangen, in einen kleinen Behälter wie z. B. ein Plastikröhrchen gelegt und am besten in einem gepolsterten Umschlag an den LGL-Standort in Oberschleißheim gesendet werden. Reine Sichtungsmeldungen oder auch Bildeinsendungen allein genügen aufgrund von Verwechslungsgefahr mit anderen, ähnlichen Arten hingegen nicht. Weidner fügte hinzu: „Einsendungen von untypischen oder auffälligen Stechmücken können den Behörden helfen, neue Verbreitungsgebiete zu entdecken und geeignete Maßnahmen zu koordinieren.“

Weiterführende Informationen zum Bayerischen Stechmücken-Monitoring finden sich unter www.lgl.bayern.de/stechmuecken-monitoring und unter www.bestellen.bayern.de/shoplink/lgl_ges_00119.htm.

Der Beitrag Gerlach: Bayern hat Risiken durch eingewanderte Stechmückenarten im Blick – Bayerns Gesundheitsministerin: Monitoring des LGL mit derzeit 26 Fallen an vier Standorten im Freistaat erschien zuerst auf Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention.


Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeBayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeMünchen


Quellenangaben

www.stmgp.bayern.de/

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