Gerlach: Bayerische Förderinitiative zu Long- und Post-COVID liefert weitere wichtige Ergebnisse – Bayerns Gesundheitsministerin: Für eine bestmögliche Behandlung müssen Expertinnen und Experten unterschiedlicher Fachrichtungen zusammenarbeiten

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25.02.2024 07:15 Uhr
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Bei den vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention geförderten Forschungsprojekten zu Long- und Post-COVID liegen nun weitere wichtige Ergebnisse vor. Darauf hat Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach am Sonntag hingewiesen.

Gerlach betonte: „Ein Ergebnis aus einem der geförderten Projekte ist, dass in der Altersgruppe der 18- bis 45-Jährigen Frauen überproportional häufig von Post-COVID betroffen sind. Zudem können bei den Patientinnen und Patienten jeweils ganz unterschiedliche Organe betroffen sein – vom Herzen über die Lunge bis hin zum peripheren Nervensystem. Das zeigt: Für eine bestmögliche Behandlung müssen Expertinnen und Experten der Kardiologie, der Pneumologie sowie der Psychologie, aber auch der Ergo- und Physiotherapie Hand in Hand arbeiten.“

Gerlach erläuterte: „Die Versorgung von Menschen mit Long- und Post-COVID ist nach wie vor eine Herausforderung. Das Krankheitsbild ist vielfältig. Bis zu zehn Prozent aller an COVID-19-erkrankten Erwachsenen kämpfen mit den Spätfolgen. Zu den möglichen Symptomen gehören unter anderem Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen und Erschöpfung.“

Die im Rahmen der Initiative „Versorgungsforschung zum Post-COVID-Syndrom“ von 2021 bis 2023 geförderten Forschungsprojekte wurden vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) bewilligt und begleitet. Im Rahmen der Initiative, die im Juli 2021 gestartet ist, stellt der Freistaat Bayern in aktuell zwei Förderrunden für 14 multidisziplinäre Projekte insgesamt 10 Millionen Euro zur Verfügung. Gerlach unterstrich: „Mit den Erkenntnissen aus unseren Projekten wollen wir den Grundstein für eine flächendeckende Versorgung der Patientinnen und Patienten legen.“

LGL-Präsident Prof. Dr. Christian Weidner ergänzte: „Aktuell sind ursächliche Therapieansätze noch nicht absehbar. Umso wichtiger ist es, Behandlungskonzepte zu entwickeln und zu etablieren, welche auf die individuellen Symptome abgestimmt sind. Dabei stehen wir nicht mehr ganz am Anfang. So wurden im Rahmen der Projekte innovative Versorgungsangebote für Betroffene mit Corona-Langzeitfolgen ermöglicht, außerdem haben wir auch weitere Erkenntnisse zu den Mechanismen der Erkrankung gewonnen.“

Ein weiteres wichtiges Ergebnis der Forschungsprojekte bezieht sich auf die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit dem Leitsymptom Fatigue, d.h. einer anhaltenden, sehr schweren Erschöpfung im Sinne eines Chronischen Fatigue Syndroms. So ist es wichtig, deren individuelle Belastungsgrenzen im Alltag und im Rahmen der Versorgung einzuhalten. Ferner ergab sich aus einer Studie, dass eine anhaltende Immunaktivierung der weißen Blutkörperchen bei einigen Betroffenen ursächlich für die Post-COVID-Erkrankung sein kann. Dieser Zusammenhang könnte zukünftig für Therapieansätze bedeutend sein.

Zu den geförderten Projekten zählt zum Beispiel auch das Projekt „Post-COVID Kids Bavaria“. In dessen Zentrum stand die Versorgung von Kindern und Jugendlichen. Aufgrund des Projektumfangs erfolgte die Umsetzung in zwei Teilprojekten durch das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Regensburg und durch das Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München (TUM). Eine Erkenntnis aus dem Projekt war, dass nicht-medikamentöse Behandlungsoptionen zunächst ausgeschöpft werden sollten. Im Rahmen einer stationären Rehabilitation ließ sich unter anderem die körperliche Leistungsfähigkeit der Betroffenen, unter Berücksichtigung ihrer individuellen Belastungsgrenzen, steigern.

Beim Projekt Post-COVIDLMU, einem vom Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) durchgeführten Forschungsansatz, wurden Erwachsene in verschiedenen Fachkliniken des LMU-Klinikums betreut. Zugleich wurde die Behandlung um telemedizinische Sprechstunden ergänzt. Hier zeigte sich, dass eine enge Kooperation zwischen medizinischen ambulanten und stationären Einrichtungen sehr wichtig ist.

Bei den sieben Projekten der ersten Förderrunde ging es in erster Linie um die Entwicklung von innovativen Ansätzen hinsichtlich Diagnostik, Therapie und Rehabilitation – sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich. Im Fokus der Projekte der zweiten Förderrunde steht vor allem die Adaption und Umsetzung von evidenzbasierten multidisziplinären Versorgungskonzepten für Post-COVID-Patientinnen und -Patienten – inklusive begleitender Evaluation. Die Projekte der zweiten Förderrunde laufen noch bis voraussichtlich zum Ende dieses Jahres.

Eine Übersicht über alle Projekte inklusive Zusammenfassungen und Teilergebnisse sind unter www.lgl.bayern.de/gesundheit/gesundheitsversorgung/foerderinitiative_post_covid_syndrom/foerderinitiative_pcs_2021.htm und https://www.stmgp.bayern.de/gesundheitsversorgung/post-covid/#erste-foerderinitiative einsehbar.

Weiterführende Informationen zu den laufenden Forschungsprojekten sind unter www.stmgp.bayern.de/gesundheitsversorgung/post-covid/#bayerische-foerderinitiative und www.lgl.bayern.de/gesundheit/gesundheitsversorgung/foerderinitiative_post_covid_syndrom/foerderinitiative_pcs_2_0.htm abrufbar.

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Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeBayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeMünchen


Quellenangaben

www.stmgp.bayern.de/

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