Niederbayern: Gefährliche Körperverletzung beim Promenadenfest „Donau in Flammen“ nach Versprühen von Reizgas – 19 Personen wurden verletzt, darunter ein Kind – Erneuter Aufruf der Polizei

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14.07.2023 12:04 Uhr
Straubing
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VILSHOFEN A. D. DONAU, LKR. PASSAU. Wie bereits mit Pressemeldung vom 10.07.2023 berichtet, verlief das Promenadenfest „Donau in Flammen“ aus polizeilicher Sicht insbesondere am Samstag alles andere als ruhig. Die eingesetzten Polizeikräfte verschiedenster Dienststellen hatten alle Hände voll zu tun. Vor allem ein Vorfall von Samstag auf Sonntag kurz nach Mitternacht, bei dem Reizgas in eine Menschenmenge gesprüht wurde, beschäftigt die Ermittler der PI Vilshofen a. d. Donau.

Mit Hochdruck wurden die Ermittlungen bereits unmittelbar nach der Tat geführt, mittlerweile bringen die Beamten nach und nach immer mehr Licht ins Dunkel. Dennoch bittet die Polizei weiterhin um Zeugenhinweise und um Übersendung von Bild- und Videomaterial, um das Tatgeschehen rekonstruieren zu können.

Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen sprühte ein Mann im Zuge einer Streitigkeit am Sonntag, den 09.07.2023, gegen 00.10 Uhr im Bereich der Donaupromenade vor der Hauptbühne noch nicht genauer definierbaren Reizstoff.

Insgesamt 19 Personen wurden dabei zumeist leicht verletzt, darunter auch ein 10-jähriges Kind aus dem Stadtbereich. Zwei erwachsene Geschädigte mussten sich sogar stationär in einem nahegelegenen Krankenhaus in Behandlung begeben.

Auch eine Woche nach der Tat leidet ein 49-jährige Frau aus dem nördlichen Landkreis Passau an den Folgen des Vorfalls. Die Geschädigte befindet sich nach wie vor in augenärztlicher Behandlung.

Bereits nach dem ersten Zeugenaufruf erreichten die Polizei Vilshofen diverse Hinweise aus der Bevölkerung, was dazu führte, dass ein junger Mann mehr und mehr ins Visier der Ermittler geriet. Was die Person des Tatverdächtigen betrifft, halten sich die Beamten derzeit noch bedeckt, um den Ermittlungserfolg nicht zu gefährden.

Dennoch wären für die Ermittler nach wie vor Zeugen von großer Bedeutung, die Angaben über das Geschehen am Sonntag, kurz nach Mitternacht im Bereich der Musikbühne geben können. Hinweise, die zur Aufklärung des Falles führen können, bitte an die PI Vilshofen a. d. Donau unter Tel. 08541/9613-0. Außerdem sind die Ordnungshüter weiterhin an Foto- und Videomaterial interessiert, auf dem die Geschehnisse zur Tatzeit rund um die Musikbühne zu sehen sein könnten. Entsprechendes Bild- oder Videomaterial kann per E-Mail an die PI Vilshofen a. d. Donau unter pp-nb.vilshofen.pi@polizei.bayern.de übersandt werden.



Bezugsmeldung der Polizeiinspektion Vilshofen a. d. Donau v. 10.07.2023

Polizei hat alle Hände voll zu tun am Promenadenfest „Donau in Flammen“ – Polizeistudenten aus München im Einsatz

VILSHOFEN A. D. DONAU, LKR. PASSAU. Das Promenadenfest „Donau in Flammen“ verlief aus polizeilicher Sicht an diesem Samstag (09.07.2023) alles andere als ruhig. Feierten die Besucher größtenteils ausgelassen und friedlich, so waren insbesondere nach dem Feuerwerk einige Einsätze zu bewältigen. Sowohl die Polizeistreifen der PI Vilshofen a. d. Donau, als auch die Fremdkräfte aus München waren über Stunden im Dauereinsatz. Auch im Verkehrsbereich waren die Beamten gefordert, insbesondere nach Beendigung des Feuerwerkes den Verkehrsfluss aufrecht zu halten. Um 19.55 Uhr kam es am Flugplatzgelände zur Beschädigung eines geparkten Fahrzeugs, indem ein Pkw-Fahrer die Türe beim Öffnen gegen das daneben abgestellte Fahrzeug schlug. Obwohl der Verursacher von der Geschädigten angesprochen wurde, entfernte sich dieser unerlaubt. Entsprechende strafrechtliche Ermittlungen wurden in die Wege geleitet. Der Sachschaden beläuft sich auf einen niedrigen dreistelligen Eurobetrag.

Gegen 20.10 Uhr wurde durch den Sicherheitsdienst am Festgelände auf der Promenadenseite ein Schlagring am Boden liegend aufgefunden. Dieser wurde den Polizeibeamten übergeben, die den verbotenen Gegenstand sicherstellten und Anzeige aufnahmen.

Um 22.00 Uhr meldeten mehrere Zeugen auf der Promenadenseite einen 25-jährigen Vilshofener, der mehrfach den Hitlergruß zeigte. Beamte haben die Personalien des Beschuldigten festgestellt. Er wird wegen eines staatsschutzrechtlichen Deliktes angezeigt.

Um 23.10 Uhr wurden in der Unteren Donaulände zwei Personen in verdächtiger Weise vor einem Hauseingang festgestellt und kontrolliert. Noch bevor die Kontrolle durchgeführt werden konnte, flüchtete einer der Männer. Die Beamten nahmen die Verfolgung auf und stellten ihn nach kurzer Flucht. Der Festgenommene leistete bei der Aktion Widerstand, dabei wurde ein Beamter leicht verletzt.  Beim Beschuldigten konnten zudem Betäubungsmittel aufgefunden und sichergestellt werden. Entsprechende Ermittlungsverfahren nach dem Betäubungsmittelgesetz und wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte wurden in die Wege geleitet.

Kurz nach Mitternacht kam es auf der Promenadenseite im Bereich der dortigen Bühne zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung zweier Gruppen, in dessen Verlauf von einer oder mehreren unbekannten Personen Reizgas versprüht wurde. Fünfzehn Personen wurden dabei verletzt, eine 27-jährige Frau musste sogar in ein nahegelegenes Krankenhaus eingeliefert werden, zwei Geschädigte blieben äußerlich unverletzt.

Die Ermittlungen zu dem Fall wegen gefährlicher Körperverletzung führen die Beamten der PI Vilshofen a. d. Donau. Zeugen der Auseinandersetzung werden gebeten, sich unter Tel. 08541/9613-0 mit den Ermittlern in Verbindung zu setzen.

Von Interesse ist für die Ordnungshüter in diesem Zusammenhang auch gefertigtes Bild- und Videomaterial, welches zur Aufklärung des Falles beitragen kann.

Kurz vor ein Uhr heute Morgen wurde auf der Flughafenseite ein Mann gesehen, der erheblich betrunken auf einen Biertisch urinierte. Als ihm nach Abschluss aller polizeilicher Maßnahmen von den Beamten ein Taxi zur Heimfahrt organisiert wurde, beleidigte er die eingesetzten Beamten zum Dank für deren Hilfsbereitschaft, was eine Anzeige zur Folge hatte.

Durch Wasserschützer der Passauer Verkehrspolizeiinspektion wurde ein unbeleuchtetes Schlauchboot kontrolliert. Der Bootsführer wurde darauf aufmerksam gemacht, dass ein Fahren auf der Donau mit dem Boot ohne Beleuchtung nicht zulässig sei. Nach anfänglicher Uneinsichtigkeit konnte der Mann überzeugt werden, künftig die Vorschriften zu beachten.

Außerdem darf generell darauf hingewiesen werden, dass Promillegrenzen auch auf dem Wasser Gültigkeit haben.

Im Zusammenhang mit der Veranstaltung „Donau in Flammen“ waren ca. 25 Polizeibeamtinnen und -beamte der sog. „Einsatztaktischen Ausbildung“ im Rahmen des Polizeistudiums im Dienst. Zusätzlich befanden sich rund 80 Einsatzkräfte der Feuerwehr und des THW, sowie etwa 23 Kräfte des Rettungsdienstes im Einsatz. 39 ambulante Versorgungen waren seitens des Rettungsdienstes erforderlich, in dieser Zahl sind die Behandlungen in Zusammenhang mit dem Reizgasvorfall bereits beinhaltet. Der Sicherheitsdienst war mit einer Stärke von 35 Männern und Frauen an beiden Donauseiten und bei den Verkehrssperren präsent. Der Anzahl der Besucher wird nach Auskunft des Veranstalters mit 30.000 Personen angegeben.


Polizeipräsidium NiederbayernPolizeipräsidium NiederbayernStraubing


Quellenangaben

Polizeipräsidium Niederbayern

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