Holetschek verstärkt Informationen für Menschen mit Pollenallergien – Bayerns Gesundheitsminister: Im Februar startet das LGL neue Erhebungen für die APOLLO-Studie

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19.02.2023 07:15 Uhr
München
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Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek verstärkt die Informationen für Menschen mit Pollenallergien. Holetschek betonte am Sonntag in München: „Nach Schätzungen sind in Bayern derzeit rund 3,5 Millionen Menschen im Alter von 18 bis 79 Jahren von Allergien betroffen, davon leiden rund 1,4 Millionen an Heuschnupfen. Deshalb bauen wir unser bayerisches Polleninformationsnetzwerk ePIN aus: Aktuell liefert es qualitativ hochwertige Echtzeitdaten zum Pollenflug, künftig soll es auch wesentlich genauere Pollenflugvorhersagen bieten. Denn wer weiß, welche Pollen wann und wo fliegen, kann wichtige Vorsorgemaßnahmen ergreifen, gegebenenfalls auch seine Medikamenteneinnahme anpassen – und so seine Beschwerden lindern.“

Holetschek fügte hinzu: „Menschen mit Pollenallergien verspüren schon jetzt klassische Heuschnupfen-Symptome wie triefende Nasen und juckende Augen. Bereits im vergangenen Dezember haben aufgrund der milden Temperaturen alle ePIN-Standorte den ersten Flug von Haselpollen gemessen. Seit Januar fliegen auch bereits die ersten Erlenpollen. Der Klimawandel verändert die Pollenflugsaison. Darauf  müssen sich Allergikerinnen und Allergiker einstellen.“

Der Minister unterstrich: „Im Februar startet das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) die dritte Erhebungswelle der APOLLO-Studie zum Gesundheitsmonitoring von Pollenallergikerinnen und -allergikern. Erforscht werden soll insbesondere der Zusammenhang zwischen Pollenkonzentrationen und gesundheitlichen Beschwerden.“

Prof. Dr. med. Caroline Herr, Mitglied der LGL-Amtsleitung, betonte: „Die APOLLO-Studie ist ein wichtiger Baustein der Allergieforschung des LGL. Damit soll unter anderem untersucht werden, ob Menschen mit Pollenallergie ihre Symptomatik besser kontrollieren und Beschwerden sogar abmildern können, wenn sie sich regelmäßig über den aktuellen Pollenflug informieren. Ziel ist es, den Betroffenen mehr Lebensqualität zu ermöglichen.“ Prof. Herr ergänzte: „Was wir aus den bisherigen Erhebungsergebnissen bereits sehen können ist, dass ein Großteil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch dank des Pollenlogbuchs ein besseres Verständnis für ihre Allergie entwickelten und ein Großteil der Teilnehmenden das Pollenlogbuch auch künftig nutzen möchte.

Die APOLLO-Studie wird seit Mai 2021 vom LGL in Kooperation mit dem Klinikum der Universität München (Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie, Klinik und Poliklinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Institut und Poliklinik für Arbeits- Sozial- und Umweltmedizin, Kinderklinik und Kinderpoliklinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital) durchgeführt. Kernstück der Studie ist ein elektronisches Tagebuch, das sogenannte Pollenlogbuch, das als App zur Verfügung steht. Darin werden Fragen zu allergischen Symptomen, Beeinträchtigungen im Alltag und Medikamenteneinnahme gestellt. Zusätzlich stehen die tagesaktuellen Daten der ePIN-Monitore in der App bereit. Weitere Informationen sowie die Anmeldung finden sich unter Gesundheit: Elektronisches Polleninformationsnetzwerk Bayern (ePIN).

Holetschek erläuterte: „Wir wollen auch die aktuelle Pollenflugbelastung an den Orten in Bayern kennen, an denen sich kein elektronischer Pollenmonitor befindet. Deshalb fördert der Freistaat seit November 2021 ein Forschungsprojekt des Zentrums Allergie & Umwelt der Technischen Universität München (ZAUM), das ‚ePIN-Nowcasting‘, mit 130.000 Euro. Mithilfe von sogenannten Interpolationstechniken soll die aktuelle Pollenbelastung an jedem beliebigen Ort in Bayern noch genauer berechnet werden können.“

Holetschek ergänzte: „Die Messdaten der acht elektronischen Pollenmonitore werden dabei zusammen mit geologischen und meteorologischen Parametern in ein Rechenmodell eingespeist. Ziel ist es, auf der ePIN-Webseite alle Daten über die Pollenbelastung zur Verfügung zu stellen – sowohl aus Messungen als auch aus den berechneten Daten.“

Holetschek führte weiter aus: „Zusätzlich sollen die Pollenflugvorhersagen im Rahmen von ePIN verbessert werden. Hierzu fördern der Freistaat als Teil des Verbundprojektes ‚Klimawandel und Gesundheit‘ seit Juni 2022 ein gemeinsames Projekt von ZAUM und LGL mit rund 300.000 Euro: ‚Optimierung von ePIN: Pollenflugvorhersagen und Softwareanpassung (ePIN-opt)‘. Ein wichtiges Ziel dieses Projektes ist es, ausgehend von den tagesaktuellen Messdaten aus ePIN, unter Verwendung von Wetterdaten die zukünftige Pollenverteilung mit Hilfe eines Pollenvorhersagemodells zu berechnen. Das ermöglicht eine wesentlich genauere Pollenflugvorhersage als bisher.“

Der Minister unterstrich: „Nicht nur das Polleninformationsnetzwerk ePIN, sondern auch die zugehörigen ePIN-Anwendungen wie die ePIN-Webseite und die ePIN-App werden stetig weiterentwickelt. Aktuell wird auf Basis des Feedbacks der Nutzerinnen und Nutzer die ePIN-App optimiert. Die Änderungen werden etwa ab Anfang März zur Verfügung stehen. Zum Beispiel können sich die Nutzerinnen und Nutzer dann den für ihren Standort am besten geeigneten Pollenmonitor automatisch über die Standortfunktion der App zuordnen lassen. Außerdem werden Barrierefreiheit und Benutzerfreundlichkeit weiter verbessert.“

Schon seit 2019 betreibt der Freistaat das weltweit erste Polleninformationsnetzwerk auf elektronischer Basis, entwickelt mit dem ZAUM und dem Helmholtz Zentrum München. ePIN misst mit Hilfe von acht elektronischen Pollenmonitoren die aktuelle Pollenbelastung in Bayern standort- und pollenspezifisch. Die acht elektronischen Pollenmessstationen befinden sich in Altötting, Feucht, Garmisch-Partenkirchen, Hof, Marktheidenfeld, Mindelheim, München und Viechtach. Die Daten werden alle drei Stunden aktualisiert. Das LGL ist für den Betrieb von ePIN zuständig. Mithilfe von ePIN können sich Allergie-Betroffene in Bayern über den aktuellen Pollenflug informieren, entweder über die Webseite (www.epin.bayern.de) oder die ePIN-App.

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Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeBayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeMünchen


Quellenangaben

www.stmgp.bayern.de/

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