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06.01.2023 07:45 Uhr
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Holetschek: Bayern startet neue Runde zur Landarzt- und ÖGD-Quote für Medizinstudienplatzbewerber – Bayerns Gesundheitsminister: Das Bewerberportal ist ab 1. Februar 2023 geöffnet – Bisher 327 Medizinstudierende über die Landarztquote und 33 Studierende über die ÖGD-Quote

Bayern vergibt auch im neuen Jahr Studienplätze für Humanmedizin über die Landarztquote und die ÖGD-Quote. Die neue Bewerbungsrunde startet am 1. Februar 2023. Darauf hat Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Freitag hingewiesen. Holetschek betonte: „Unsere Landarztquote ist ein Erfolgsmodell – und das Interesse daran ist nach wie vor groß: Insgesamt 1.497 junge Menschen haben sich bisher beworben – und 327 von ihnen studieren mittlerweile über die Landarztquote Medizin.“

Der Minister fügte hinzu: „Mit der Landarztquote bieten wir jungen Menschen ohne Einserabitur, aber mit der persönlichen besonderen Eignung zur hausärztlichen Tätigkeit die Möglichkeit eines Medizinstudiums. Die ersten Absolventinnen und Absolventen werden voraussichtlich im Jahr 2031 ihre Arbeit aufnehmen. Dann können auch sie einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung einer hochwertigen und wohnortnahen medizinischen Versorgung in ganz Bayern leisten.“

Bayern hatte als eines der ersten Bundesländer im Jahr 2020 die Landarztquote eingeführt. Ein Jahr später folgte die Quote für den Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD-Quote), die mittlerweile zwei Studienjahrgänge zu verzeichnen hat. Holetschek unterstrich: „Nicht zuletzt die Corona-Pandemie hat uns deutlich vor Augen geführt, dass wir mehr junge Mediziner benötigen, die sich für den unverzichtbaren Beruf der Hausärztin oder des Hausarztes begeistern und ihn auch dort ausüben wollen, wo sie besonders gebraucht werden, in den ländlichen Regionen.“

Der Minister erläuterte: „Der Freistaat hält bis zu 5,8 Prozent aller Medizinstudienplätze an den sieben medizinischen Fakultäten in Bayern für Studierende vor, die ein besonderes Interesse an der hausärztlichen Tätigkeit im ländlichen Raum haben. Dafür verpflichten sich die jungen Menschen, später mindestens zehn Jahre lang als Hausärztin oder Hausarzt in einer Region zu arbeiten, die medizinisch unterversorgt oder von Unterversorgung bedroht ist.“

Holetschek fügte hinzu: „Über die ÖGD-Quote werden nach demselben Prinzip bis zu ein Prozent der bayerischen Medizinstudienplätze für Bewerberinnen und Bewerber vorgehalten, welche ein besonderes Interesse an der ärztlichen Tätigkeit im Öffentlichen Gesundheitsdienst haben. Die Absolventinnen und Absolventen verpflichten sich ebenfalls für zehn Jahre."

Holetschek ergänzte: „Ziel der ÖGD-Quote ist es, dem vorherrschenden Ärztemangel in der Gesundheitsverwaltung entgegen zu wirken und junge Nachwuchsmedizinerinnen und -mediziner für den Öffentlichen Gesundheitsdienst zu gewinnen. Durch die ÖGD-Quote haben nun insgesamt schon 33 junge Menschen ihr Medizinstudium angetreten.“ Die ersten Absolventinnen und Absolventen, die im Wintersemester 2021/2022 ihr Studium begonnen haben, werden voraussichtlich im Jahr 2029 ihre Tätigkeit im Öffentlichen Gesundheitsdienst in Bayern aufnehmen.

Der Minister betonte ferner: „Der Fokus des ‚Öffentlichen Gesundheitsdienstes‘ liegt, anders als bei der Individualmedizin, ganz klar auf dem Wohl der gesamten bayerischen Bevölkerung. Dabei ist das Aufgabenspektrum vielfältig und stellt eine interessante Alternative zur Arbeit im Krankenhaus oder in der Praxis dar. Besonders die vergangenen fast drei Jahre Pandemie haben verdeutlicht, wie wichtig ein leistungsfähiger ‚Öffentlicher Gesundheitsdienst´ für unsere Gesellschaft ist. Gerade aus diesem Grund freut es mich sehr, dass wir über die ÖGD-Quote die Möglichkeit haben, besonders interessierte junge Menschen für den Öffentlichen Gesundheitsdienst zu gewinnen.“

Die Auswahl geeigneter Studierender erfolgt sowohl bei der Landarzt- als auch bei der ÖGD-Quote in einem zweistufigen Auswahlverfahren. Hierzu sind in einem ersten Schritt als Auswahlkriterien das Ergebnis eines fachspezifischen Studieneignungstests (z. B. Test für Medizinische Studiengänge = TMS), das Vorliegen einer Berufsausbildung in einem Gesundheitsberuf, die Dauer der Berufstätigkeit in diesem Beruf sowie die Art und Dauer einer geeigneten ehrenamtlichen Tätigkeit vorgesehen. Die Kriterien Studieneignungstest, Gesundheitsberuf und Ehrenamt sind optional und nicht zwingend für eine Bewerbung. In einem zweiten Schritt finden strukturierte und standardisierte Auswahlgespräche statt.

Interessenten können sich online unter https://landarztquote.bayern.de über die Landarzt- und die ÖGD-Quote informieren und für einen Medizinstudienplatz in Bayern bewerben. Das Bewerbungsportal öffnet wieder am 1. Februar 2023.

Der Beitrag Holetschek: Bayern startet neue Runde zur Landarzt- und ÖGD-Quote für Medizinstudienplatzbewerber – Bayerns Gesundheitsminister: Das Bewerberportal ist ab 1. Februar 2023 geöffnet – Bisher 327 Medizinstudierende über die Landarztquote und 33 Studierende über die ÖGD-Quote erschien zuerst auf Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.


Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeMünchen

Quellenangaben

www.stmgp.bayern.de/

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