Holetschek übergibt Förderbescheide über mehr als 6,5 Millionen Euro an das Klinikum Würzburg Mitte – Bayerns Gesundheitsminister: Durch Digitalisierung fit für die Zukunft

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11.11.2022 13:00 Uhr
München
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Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat dem Klinikum Würzburg Mitte am Standort Juliusspital für den Ausbau im Bereich der Digitalisierung insgesamt vier Förderbescheide mit einer Gesamthöhe von rund 6,57 Millionen Euro übergeben. Holetschek sagte am Freitag in Würzburg: „Wir leben in einer zunehmend digitalisierten Welt. Die Chancen, die sich hieraus auch für die Krankenhäuser ergeben, müssen wir nutzen. Deshalb treiben wir die Digitalisierung im klinischen Bereich konsequent voran. Das Geld, das wir gemeinsam mit dem Bund über den Krankenhauszukunftsfonds in die Maßnahmen investieren, ist gut angelegt: Wir machen unsere Kliniken fit für die digitale Zukunft!“

Dominik Landeck, Geschäftsführer des Klinikums Würzburg Mitte, erklärte: „Wir freuen uns sehr über die Förderung unserer Digitalisierungsprojekte aus dem Krankenhauszukunftsfonds. Diese staatliche Unterstützung ist nicht nur eine Anerkennung unserer kontinuierlich laufenden Projekte in diesem Bereich, sondern vor allem eine wichtige Unterstützung, um die ganzheitliche Digitalisierung unserer Kliniken zum Wohle unserer Patienten wie auch unserer Mitarbeitenden noch schneller vorantreiben zu können.“

Mit rund 1,8 Millionen Euro wird die Etablierung eines einheitlichen Patientenportals mit Einbindung aller Akteure gefördert. Das Portal soll administrative Prozesse beschleunigen und Patientinnen und Patienten im gesamten Behandlungsprozess unterstützen.

Eine weitere geförderte Maßnahme (Förderung: rund 3,6 Millionen Euro) beinhaltet die vollständige und lückenlose Digitalisierung der Pflege- und Behandlungsdokumentation. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden an allen Orten des Klinikums Informationen abrufen und Behandlungsleistungen dokumentieren können.

Ein weiteres Vorhaben ist die Einrichtung eines klinischen Entscheidungsunterstützungssystems (Förderung: rund 369.750 Euro). Damit können digitale Prozesse in den Kernbereichen der Patientenversorgung, wie z. B. der Pflege und Behandlung, auf Basis strukturierter Daten unterstützt und optimiert werden.

Die vierte Maßnahme (Förderung: rund 766.000 Euro) umfasst die Einführung eines digitalen Medikationsmanagements, um beispielsweise die Arzneimitteltherapiesicherheit für die Patientinnen und Patienten zu erhöhen.

Holetschek betonte: „Mit der Umsetzung der Projekte beweist das Krankenhaus, dass es sich den digitalen Herausforderungen in vorbildlicher Weise stellt. Die Digitalisierung unterstützt nicht nur bei der Bewältigung von Verwaltungsaufgaben, sondern verbessert auch die Qualität der Versorgung von Patientinnen und Patienten.“

Holetschek erklärte: „In Bayern haben wir die Chancen der Digitalisierung früh erkannt und fördern deshalb seit Jahren innovative Digitalisierungsprojekte – gerade auch im Krankenhausbereich. Ergänzend fördern wir fortlaufend innovative telemedizinische Einzelvorhaben, wie z. B. die Diagnostik des akuten Schwindels.“

Der Minister ergänzte: „Bei allen Vorteilen, die die Digitalisierung mit sich bringt, darf man auch Gefahren durch mögliche Angriffe auf die IT-Infrastruktur nicht vergessen. Unsere Krankenhäuser dürfen nicht ausfallen oder im Betrieb maßgeblich beeinträchtigt werden. IT-Sicherheit ist daher enorm wichtig.“

Der Minister fügte hinzu: „Mit Hilfe des Krankenhauszukunftsfonds des Bundes unterstützen wir sie im Bereich der Digitalisierung, bei der IT- und Cybersicherheit, bei der Schaffung moderner Notfallkapazitäten und bei der gezielten Entwicklung und Stärkung regionaler Versorgungsstrukturen. Ich freue mich, dass das Programm so gut angenommen wurde: Die bayerischen Plankrankenhäuser haben über 1.400 Anträge eingereicht. Das Fördervolumen wurde voll ausgeschöpft.“

Insgesamt stehen im Krankenhauszukunftsfonds für die bayerischen Plankrankenhäuser Fondsmittel in Höhe von rund 590 Millionen Euro zur Verfügung. Der im Rahmen des „Zukunftsprogramms Krankenhäuser“ für den Krankenhauszukunftsfonds (KHZF) zur Verfügung gestellte Bundesanteil deckt 70 Prozent der jeweils förderfähigen Projektkosten. Die zusätzlich erforderliche Ko-Finanzierung in Höhe von 30 Prozent, also insgesamt rund 180 Millionen Euro, erbringt vollumfänglich der Freistaat.

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Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeBayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeMünchen


Quellenangaben

www.stmgp.bayern.de/

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