Holetschek treibt die Versorgung von Patienten mit Long-COVID-Syndrom voran – Bayerns Gesundheitsminister zu Besuch beim Projekt „ReLoAd after COVID-19“ im Berchtesgadener Land: Forschung zu Behandlungsansätzen immens wichtig

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31.08.2022 17:45 Uhr
München
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Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat sich in Schönau am Königssee im Berchtesgadener Land über neue Therapieansätze bei der Behandlung von Long-und Post-COVID-Syndrom informiert. Holetschek sagte am Mittwoch anlässlich des Besuchs eines von der Staatsregierung geförderten Projektes der Schön Klinik Berchtesgadener Land: „Es ist mir ein Herzensanliegen, dass rasch gute Behandlungen für Patientinnen und Patienten mit Long- und Post-COVID-Syndrom gefunden werden. Denn wir erleben, dass zahlreiche Menschen nach einer COVID-19-Infektion nicht wieder auf die Beine kommen. Experten gehen davon aus, dass etwa zehn Prozent aller an COVID-19 erkrankten Erwachsenen mit Spätfolgen kämpfen. Ihnen müssen wir helfen. Die Forschung zu Behandlungsmöglichkeiten von Corona-Langzeitfolgen ist immens wichtig!“

Der Minister ergänzte: „Long- und Post-COVID-Syndrom können die Lebensqualität Betroffener massiv einschränken. Die Symptome sind vielfältig und können von Erschöpfung über Kopfschmerzen bis hin zu Konzentrationsstörungen und psychischen Beschwerden reichen. Doch wie eine erfolgreiche Rehabilitationsmaßnahme aussieht, was also Betroffenen bei einer Reha wirklich hilft, darüber wissen wir noch zu wenig. Deshalb ist es wichtig, dass diese Wissenslücke evidenzbasiert geschlossen wird – im Berchtesgadener Land wird daran unter Hochdruck geforscht.“

Das Projekt „ReLoAd after COVID-19-Study“ der Schön Klinik Berchtesgadener Land stellt die Wirksamkeit einer speziell auf Long- / Post-COVID-Patientinnen und -Patienten zugeschnittenen Reha auf den Prüfstand. Ziel ist die Entwicklung und anschließende Evaluation einer stationären Rehabilitationsmaßnahme, die sich auf die individuellen Symptome konzentriert und diese therapiert. Mit einer begleitenden Studie wird erforscht, wie sich ein nach dem jeweiligen Hauptsymptom ausgerichtetes Rehabilitationsprogramm auf die Lebensqualität der Betroffenen auswirkt. Insgesamt drei Schwerpunkte, also Therapiecluster, sollen entwickelt werden, differenziert nach den drei bestehenden Hauptsymptomen Fatigue, Kognition und weiteren körperliche Beschwerden (Soma). Auf das jeweilige Hauptsymptom, das die Patientinnen und Patienten am stärksten beeinträchtigt, werden die Therapiemaßnahmen abgestimmt, zusätzlich erhalten sie weitere Therapien, um weitere Symptome zu behandeln.

Die Stimmkreisabgeordnete und Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Michaela Kaniber betonte: „Das Ziel des Reha-Projekts ist klar: bessere Lebensbedingungen für Corona-Patienten, die mit Langzeitfolgen zu kämpfen haben. Ich bin sehr froh, dass sie in meiner Heimat eine bestmögliche Therapie erhalten – die künftig richtungsweisend sein wird. Und perspektivisch ist es für die Region sicherlich hilfreich, wenn die Patienten die Einmaligkeit des Berchtesgadener Landes kennenlernen – und später als Touristen wiederkehren.“

Projektleiter Prof. Dr. Rembert Koczulla, Chefarzt des Fachzentrums für Pneumologie der Schön Klinik Berchtesgadener Land, sagte: „Der Besuch des Gesundheitsministers ist eine Wertschätzung der Arbeit unserer Abteilung, der gesamten Klinik und des pneumologischen Fachgebiets im Allgemeinen. Das Engagement des Ministers zeigt die Wichtigkeit unserer Forschung und wir freuen uns auf den weiteren engen Austausch. Die Studie ist mit mehr als 40 teilnehmenden Patientinnen und Patienten bereits sehr gut angelaufen. Sie kann uns dabei helfen, eine medizinische Wissenslücke zu füllen und einen wichtigen Schritt zur personalisierten Rehabilitation im Kontext von Long-COVID/Post-COVID-Syndrom zu machen.“

Der Minister ergänzte: „Ein zentraler Aspekt des Behandlungskonzeptes ist, dass die Patientinnen und Patienten nach der Reha nicht allein gelassen und in ihrem Alltag digital begleitet und unterstützt werden. Das schafft Vertrauen und Sicherheit, denn auch emotionale Gesundheit ist im Heilungsprozess sehr wichtig. Hier wird Digitalisierung zum Wohle der Patientinnen und Patienten eingesetzt.“

Gefördert wird das Projekt vom Freistaat mit rund 750.000 Euro im Rahmen der Initiative „Versorgungsforschung zum Post-COVID-Syndrom“, die im Juni 2021 mit einem Volumen von fünf Millionen Euro aufgelegt wurde, um die Versorgung von Long-COVID-/Post-COVID-Patientinnen und -Patienten zu verbessern.

Weitere Informationen zur bayerischen Förderinitiative unter: www.stmgp.bayern.de/service/foerderprogramme/foerderinitiative_post-covid/ sowie unter www.lgl.bayern.de/gesundheit/infektionsschutz/infektionskrankheiten_a_z/coronavirus/post_covid_foerderinitiative.htm.

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Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeBayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeMünchen


Quellenangaben

www.stmgp.bayern.de/

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