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06.07.2022 13:00 Uhr
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Holetschek übergibt Förderbescheide in Höhe von rund 6,2 Millionen Euro an die RoMed Kliniken Rosenheim und Prien – Bayerns Gesundheitsminister: Wir treiben die Digitalisierung in Krankenhäusern gemeinsam voran

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat den RoMed Kliniken Rosenheim und Prien am Chiemsee für den Ausbau im Bereich der Digitalisierung insgesamt sieben Förderbescheide mit einer Gesamthöhe von rund 6,2 Millionen Euro übergeben. Holetschek sagte am Mittwoch in Rosenheim: „Wir brauchen die Digitalisierung im klinischen Bereich und treiben sie deshalb zusammen mit den Kliniken voran. Das Geld, das wir gemeinsam mit dem Bund über den Krankenhauszukunftsfonds in die Maßnahmen investieren, ist gut angelegt: Wir machen unsere Kliniken fit für die digitale Zukunft!“

Eine der geförderten Maßnahmen (Förderung: rund 1,7 Millionen Euro) ist die Einführung einer digitalen Pflege- und Behandlungsdokumentation, die zum Ziel hat, die bisherige Papierdokumentation abzulösen und eine lückenlose sowie strukturierte akutmedizinische Dokumentation aufzubauen.

Ein weiteres Vorhaben ist die Einrichtung eines teil- oder vollautomatisierten klinischen Entscheidungsunterstützungssystems im Bereich der endoskopisch-diagnostischen Eingriffe (Förderung: rund 1,3 Mio. Euro, gesplittet auf zwei Anträge). Dieses greift auf große Mengen diagnostischer Datensätze zu und hilft dadurch, den richtigen therapeutischen Ansatz zu finden – und somit die Fehlerquote und damit einhergehende Komplikationen zu verringern. Das Klinikum will das System sowohl bei endoskopisch-diagnostischen Eingriffen als auch im Bereich der intraoperativen Navigation nutzen.

Die weiteren Maßnahmen umfassen unter anderem die Einführung eines digitalen Medikationsmanagements, um beispielsweise die Arzneimitteltherapiesicherheit für die Patientinnen und Patienten zu erhöhen, sowie die Implementierung eines Notaufnahmemanagement- und -dokumentationssystems, um Behandlungs-, Dokumentations- und Steuerungsprozesse zu optimieren. Holetschek betonte: „Die Umsetzung solcher Projekte erleichtert nicht nur die Bewältigung von Verwaltungsaufgaben, sondern verbessert auch die Qualität der Versorgung von Patientinnen und Patienten.“

Holetschek erklärte: „Wir leben in einer digitalisierten Welt, dies müssen wir auch in den Krankenhäusern nutzen. In Bayern haben wir die Chancen der Digitalisierung früh erkannt und fördern deshalb seit Jahren innovative Digitalisierungsprojekte – gerade auch im Krankenhausbereich. Gleichzeitig bringt die Digitalisierung durch mögliche Cyber-Angriffe auch Gefahren mit sich, die unsere Krankenhäuser in ihrer Funktionsfähigkeit maßgeblich einschränken könnten. IT-Sicherheit ist daher enorm wichtig.“

Der Minister ergänzte: „Mit Hilfe des Krankenhauszukunftsfonds des Bundes unterstützen wir sie im Bereich der Digitalisierung, bei der IT- und Cybersicherheit, bei der Schaffung modernen Notfallkapazitäten und bei der gezielten Entwicklung und Stärkung regionaler Versorgungsstrukturen. Ich freue mich, dass das Programm so gut angenommen wurde: Die bayerischen Plankrankenhäuser haben über 1.400 Anträge eingereicht. Das Fördervolumen wurde voll ausgeschöpft.“

Insgesamt stehen im Krankenhauszukunftsfonds für die bayerischen Plankrankenhäuser Fondsmittel in Höhe von rund 590 Millionen Euro zur Verfügung. Der im Rahmen des „Zukunftsprogramms Krankenhäuser“ für den Krankenhauszukunftsfonds (KHZF) zur Verfügung gestellte Bundesanteil deckt 70 Prozent der jeweils förderfähigen Projektkosten. Die zusätzlich erforderliche Ko-Finanzierung in Höhe von 30 Prozent, also insgesamt rund 180 Millionen Euro, wird vollumfänglich durch den Freistaat erbracht.

Der Beitrag Holetschek übergibt Förderbescheide in Höhe von rund 6,2 Millionen Euro an die RoMed Kliniken Rosenheim und Prien – Bayerns Gesundheitsminister: Wir treiben die Digitalisierung in Krankenhäusern gemeinsam voran erschien zuerst auf Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.


Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeMünchen

Quellenangaben

www.stmgp.bayern.de/

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