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25.05.2022 10:00 Uhr
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Gesundheitsminister Holetschek: Bayern stärkt die Krankenhausversorgung – Krankenhausplanungsausschuss stellt weitere wichtige Weichen für eine zukunftsfeste Krankenhausversorgung

Die Krankenhausversorgung in Bayern wird weiter gestärkt. Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek teilte am Mittwoch mit, dass der Krankenhausplanungsausschuss grünes Licht für wichtige Anträge gegeben hat. Die Beschlüsse vom Dienstagnachmittag betreffen Krankenhäuser sowohl in Städten als auch in ländlichen Regionen.  

Holetschek erläuterte: „Der Krankenhausplanungsausschuss hat weitere wichtige Weichen für eine zukunftsfeste Krankenhausversorgung gestellt. Damit setzen wir den nachhaltigen Ausbau bedarfsgerecht fort.  Es ist mir ein wichtiges Anliegen, dass den Menschen in ganz Bayern eine flächendeckende und hochwertige Krankenhausversorgung zur Verfügung steht.“

Der Gesundheitsminister dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Kliniken erneut für den immensen Einsatz bei der Bewältigung der Corona-Pandemie. Holetschek betonte: „Die Ärztinnen und Ärzte, die Pflegekräfte, das gesamte Klinik-Personal ist seit mehr als zwei Jahren intensiv gefordert und hat Großartiges geleistet. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben mit viel Einsatz, Flexibilität und Kreativität entscheidend zur Pandemiebekämpfung beigetragen. Das verdient höchste Anerkennung und unseren besonderen Respekt.“

Der Minister ergänzte: „Die Lage auf den Intensivstationen kann insbesondere zum Herbst wieder angespannter werden. Die Belastung der Pflegekräfte kann dann erneut zunehmen. Deshalb bereitet sich Bayern intensiv auf eine mögliche neue Pandemie-Welle vor. Klar ist dabei: Jede Impfung leistet einen wichtigen Beitrag dazu, unser Gesundheitssystem vor einer Überlastung zu schützen.“

Holetschek fügte hinzu: „Gerade in Pandemiezeiten ist es wichtig, Träger zu unterstützen, wenn sie ihre Kapazitäten bei entsprechendem Bedarf erweitern wollen. Der Krankenhausplanungsausschuss hat in seiner Sitzung insbesondere mehr Kapazitäten in der Psychiatrie und der Psychosomatik beschlossen.“

In den Fachrichtungen Psychiatrie und Psychotherapie sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie wurden landesweit insgesamt 42 zusätzliche Betten und 56 Plätze an neun Standorten genehmigt. Gerade durch den Ausbau der tagesklinischen Kapazitäten kann die wohnortnahe Versorgung der Patienten und Patientinnen in Bayern weiter ausgebaut werden.

Die psychosomatische Behandlung von Kindern und Jugendlichen wird gestärkt: So wird die KIRINUS Tagesklinik München-Nymphenburg um 24 Plätze in der Fachrichtung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen erweitert. Daneben gab der Krankenhausplanungsausschuss grünes Licht für die Aufnahme der Fachrichtung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie mit 18 Betten für Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 21 Jahren am Asthmazentrum Berchtesgaden des Christlichen Jugenddorfwerkes Deutschland.

Gestärkt wird auch die psychosomatische Behandlung Erwachsener durch die Aufnahme von zehn Plätzen in der Fachrichtung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Schön Klinik Roseneck in den Krankenhausplan, die Aufnahme acht weiterer Betten der Psychosomatischen Klinik Kloster Dießen und die Aufnahme von drei Betten in der Fachrichtung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Fachklinik Johannesbad Bad Füssing.

Ergänzt wird die verbesserte psychosomatische Versorgung der Bevölkerung durch eine Umwidmung von sechs Planbetten an der PsoriSol Hautklinik zur Fachrichtung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. Durch die Zustimmung des Krankenhausplanungsausschusses zur Übernahme von 22 Betten der Fachrichtung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Klinik St. Irmingard und 40 Betten der Fachrichtung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Simssee Klinik aus den bisherigen Versorgungsverträgen in den Krankenhausplan des Freistaats Bayern kann die psychosomatische Versorgung bayerischer Patienten außerdem nachhaltig gesichert werden.

Auch in den somatischen Krankenhäusern werden Kapazitäten erweitert. Neben Bedarfsfeststellungen für Baumaßnahmen an der Asklepios Klinik Bad Tölz und dem Klinikum Landsberg am Lech stimmte der Krankenhausplanungsausschuss einer Erweiterung der Planbettenzahl um 20 Betten auf 185 Planbetten bei der Klinik Naila zu und billigte die Erhöhung um zwölf Betten auf nun 127 Betten bei der Fachklinik Osterhofen.

Daneben wurden die Aufnahme von zehn weiteren Betten für die Schmerzmedizin am Benedictus Krankenhaus Feldafing sowie von 16 tagesklinischen Plätzen für die Behandlung von Schwindel, Gang- und Gleichgewichtsstörungen an der Schön-Klinik Bad Aibling in Aussicht genommen. Zusätzlich sprach sich der Krankenhausplanungsausschuss für die Aufnahme der Fachrichtungen Strahlentherapie am RoMed Klinikum Rosenheim sowie Neurochirurgie am Klinikum Neumarkt in der Oberpfalz aus. Im Bereich der Pädiatrie wurde die Errichtung einer Tagesklinik mit sechs teilstationären Plätzen an der Cnopf’schen Kinderklinik in Nürnberg gebilligt.

Zustimmung erteilte der Krankenhausplanungsausschuss außerdem zur strategischen Neuausrichtung der Kliniken am Goldenen Steig, die vorsieht, dass die Fachrichtung Psychosomatische Medizin und Psychotherapie am Kreiskrankenhaus Grafenau angesiedelt wird. Die Urologie wird nach Freyung verlagert.

Als letzter Schritt der Umstrukturierung im Landkreis Cham wurde im Gegenzug zur Schließung des Standortes Roding die Zahl der Betten am Sana-Klinikum Cham um weitere 35 erhöht.

Der Minister betonte: „Auch die akutgeriatrische Versorgung wird weiter ausgebaut und verbessert. Somit verfügt Bayern über ein tragfähiges Netz an qualitativ hochwertiger akutgeriatrischer Versorgung im Krankenhaus.“

Ganz in diesem Sinne wurden durch das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege 41 neue akutgeriatrische Betten anerkannt. Ebenso wurde einer Bedarfsfeststellung für 20 teilstationäre Plätze an einer akutgeriatrischen Tagesklinik der München Klinik Schwabing sowie 15 teilstationären Plätzen an der akutgeriatrischen Tagesklinik am Krankenhaus Neuwittelsbach zugestimmt. Damit verfügt Bayern inzwischen über 112 Akutgeriatrien mit etwa 2.800 Betten sowie acht akutgeriatrische Tageskliniken, die über 173 Plätze verfügen.

Die Weichen für den weiteren Ausbau der palliativmedizinischen Versorgung in Bayern werden durch die Bedarfsfeststellung einer Palliativstation am Kreiskrankenhaus Grafenau sowie eine Bettenmehrung in der Palliativstation am Klinikum Kempten gestellt. Zudem wurde am Klinikum Neumarkt zur bestehenden Palliativstation der Bedarf für einen palliativmedizinischen Dienst festgestellt.

Darüber hinaus konnte am Klinikum Aschaffenburg-Alzenau mit der Entfristung von zwei teilstationären Plätzen der palliativmedizinischen Tagesklinik diese Versorgungsform dauerhaft in der Region etabliert werden. Damit verfügt Bayern über 53 Palliativstationen mit 496 Betten und 74 palliativmedizinische Dienste an 74 Krankenhäusern sowie eine palliativmedizinische Tagesklinik.

Holetschek unterstrich: „Mit den getroffenen Beschlüssen haben wir, auch unter Beachtung des demografischen Wandels, die Grundlage für eine zukunftsfeste Krankenhausversorgung weiter verbessert. Die Kliniken in Bayern sichern eine landesweite Versorgung auf höchstem Niveau. Dies hat nicht zuletzt das mehr als zweijährige Pandemiegeschehen eindrucksvoll bestätigt, bei dem die Situation trotz örtlicher Engpässe stets unter Kontrolle war. Die hervorragende Arbeit der Krankenhäuser und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verdient höchste Anerkennung.“

Der Beitrag Gesundheitsminister Holetschek: Bayern stärkt die Krankenhausversorgung – Krankenhausplanungsausschuss stellt weitere wichtige Weichen für eine zukunftsfeste Krankenhausversorgung erschien zuerst auf Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.


Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeMünchen

Quellenangaben

www.stmgp.bayern.de/

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