Gesundheitsminister Holetschek und LGL-Präsident Prof. Weidner: Haben viel für die Gesundheitsversorgung vor Ort erreicht – Gesundheitsregionenplus blicken auf siebenjährige Erfolgsgeschichte zurück

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31.03.2022 17:00 Uhr
München
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Die Gesundheitsregionenplus blicken auf eine siebenjährige Erfolgsgeschichte zurück. Darauf haben Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek und der Präsident des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL), Prof. Christian Weidner, am Donnerstag anlässlich des Jubiläums hingewiesen: „Die Erfolgsgeschichte der Gesundheitsregionenplus begann im März 2015. Unser Ziel war und ist es, die Entscheider und die regionalen Akteure aus dem Bereich von Gesundheit und Pflege zusammenzubringen. Dadurch sollen die Städte und Landkreise passgenaue Lösungen für die Gesundheitsversorgung, Pflege sowie Prävention und Gesundheitsförderung der Bevölkerung vor Ort entwickeln können.“

Der Minister ergänzte: „Wir wollen eine optimale medizinische und pflegerische Versorgung in ganz Bayern erreichen. Das können wir nur gemeinsam mit den Kommunen schaffen, die sich bei den Themen Gesundheit und Pflege mit viel Eigeninitiative und Engagement einbringen. Im Laufe der Jahre haben sich immer mehr Städte und Landkreise der Familie der Gesundheitsregionenplus angeschlossen – mittlerweile hat sie 60 Mitglieder. Diese fördern wir mit bis zu 250.000 Euro, jeweils verteilt über fünf Jahre.“

Die Gesundheitsregionenplus decken 77 der 96 Landkreise und kreisfreien Städte ab. Inhaltlich unterstützt werden sie von der eigens dafür eingerichteten Fachlichen Leitstelle am LGL. LGL-Präsident Prof. Weidner bekräftigte: „Ich freue mich darüber, dass das LGL die Kommunen bei ihrer anspruchsvollen Aufgabe der Koordination im Gesundheitsbereich entsprechend unterstützen kann und dies auch seit Jahren erfolgreich zeigt.“

Die Bedeutung der Gesundheitsregionenplus geht über die reine Vernetzung der Akteure aus dem Bereich Gesundheit hinaus. Das spiegelt sich in den erfolgreich initiierten und durchgeführten Projekten wider. Das Themenspektrum ist vielfältig und richtet sich nach den Bedarfen vor Ort. Dabei geht es um folgende Bereiche:

Gesundheitsversorgung:

Hierzu zählen beispielsweise Aktivitäten zur Sicherung der ärztlichen Versorgung inklusive ärztlicher Nachwuchsgewinnung, Aufbau von Hebammenkoordinierungsstellen sowie einer Hospiz- und Palliativversorgung.

Pflege:

Darunter fallen zum Beispiel die Sicherung der pflegerischen Versorgung, Imagekampagnen, Weiterentwicklung der Pflegeausbildung über Ausbildungsverbünde und Mitwirkung bei der Umsetzung der neuen generalistischen Pflegeausbildung, Beratung und Unterstützung Pflegebedürftiger und deren Angehöriger zum Beispiel durch den Aufbau von Pflegestützpunkten.

Prävention und Gesundheitsförderung:

Förderung der Gesundheitskompetenz wie zum Beispiel aktuell im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie (Corona-Kommunikation, Information, Aufklärung, Beratung), zudem Ernennung von Gesundheitsbotschaftern oder -mittlern (z. B. als Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger zu Gesundheitsthemen), Schaffung von Gesundheitswegweisern (Übersicht über Präventionsangebote für Bürgerinnen und Bürger), Gesundheitsförderung in Kita, Schulen und Betrieben, Gesundheitsförderung für Seniorinnen und Senioren, Prävention psychischer Störungen und Bewegungsförderung.

Daneben setzen die Gesundheitsregionenplus als Multiplikatoren vor Ort die Schwerpunktthemen des Bayerischen Gesundheitsministeriums um, zum Beispiel durch begleitende Aktionstage. Dieses Jahr wird das Thema Herzgesundheit im Mittelpunkt stehen.

Darüber hinaus werden in den Gesundheitsregionenplus auch bayernweit neue Modellprojekte umgesetzt, die bei Erfolg auf weitere Gesundheitsregionenplus übertragen werden sollen. Eines dieser Modellprojekte ist der „Bürgerbeirat Gesundheit“ im Landkreis Dachau, den Gesundheitsminister Holetschek und der Bürgerbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Michael Hofmann, gemeinsam initiiert haben. Holetschek erklärte: „Im Landkreis Dachau können sich Bürgerinnen und Bürger direkt einbringen. Überall vor Ort gibt es Menschen, die über einen großen Wissensschatz verfügen und die Lösungsmöglichkeiten erarbeiten und umsetzen wollen – zum Wohle aller. Das müssen wir nutzen, auch weil eine Bürgerbeteiligung höhere Akzeptanz in der breiten Bevölkerung schafft.“

Der Minister und der LGL-Präsident hoben hervor: „Die Gesundheitsregionenplus betonen einerseits die unterschiedlichen Stärken der Regionen, andererseits finden sie passgenaue Antworten für eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung vor Ort. Wir hoffen, dass sich künftig noch weitere Städte und Landkreise anschließen und Mitglied werden. Nur gemeinsam lassen sich die Herausforderungen meistern, vor denen das Gesundheitswesen steht.“

Eine Liste mit allen Gesundheitsregionenplus und weitere Informationen finden Sie unter: www.gesundheitsregionenplus.bayern.de/ sowie unter https://www.lgl.bayern.de/gesundheit/gesundheitsversorgung/gesundheitsregionenplus/index.htm.

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Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeBayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeMünchen


Quellenangaben

www.stmgp.bayern.de/

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