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11.06.2021 14:30 Uhr
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Holetschek: Mehr als 1,7 Millionen Euro für Modellprojekt „DeinHaus 4.0“ in Unterfranken – Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister: Pflegebedürftige sollen möglichst lange in ihrem vertrauten Wohnumfeld leben können

Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek fördert das Modellprojekt „DeinHaus 4.0“ des Landkreises Bad Kissingen und der ZTM GmbH mit mehr als 1,7 Millionen Euro. Die Projektträger selber bringen 500.000 Euro auf. Holetschek betonte anlässlich der Übergabe des Förderbescheids an Landrat Thomas Bold und Sebastian Dresbach, Geschäftsführer der ZTM Bad Kissingen GmbH, am Freitag in Bad Kissingen: „Mein Ziel ist es, dass die Menschen möglichst lange selbstbestimmt in ihrem vertrauten Umfeld leben können. Dafür brauchen wir auch technisch-digitale Unterstützung, die von den Pflegenden und den Pflegebedürftigen akzeptiert wird. Mit unserer Projektreihe ‚DeinHaus 4.0‘ helfen wir dabei, neue Entwicklungen erlebbar zu machen.“

„DeinHaus 4.0“ in Unterfranken wird in den nächsten vier Jahren mit einer Wanderausstellung über die technischen Assistenzmöglichkeiten für ein selbstbestimmtes Leben im Alter informieren. Außerdem entsteht in Bad Kissingen ein Informations- und Beratungszentrum, in dem die Bürgerinnen und Bürger Technik selber probieren und kennenlernen können. Ergänzend wird eine Online-Beratung eingerichtet.

Landrat Thomas Bold erklärte: „Es ist kein Geheimnis, dass der Anteil der älteren Menschen an der Bevölkerung immer mehr zunimmt – gerade auch bei uns im Landkreis Bad Kissingen. Aber nicht nur deshalb ist unser Landkreis prädestiniert für dieses Projekt: Mit dem Zentrum für Telemedizin haben wir einen erfahrenen und sehr kompetenten Partner an unserer Seite, der seit Jahren technische Assistenzsysteme entwickelt und erprobt. Zudem ist die Gesundheitswirtschaft eine unserer wichtigsten Branchen: Hier bündeln wir Wissen und praktische Erfahrung, die wir in vollem Umfang in das Projekt ‚DeinHaus 4.0‘ Unterfranken einbringen.“

Holetschek betonte: „Die Projektreihe ‚DeinHaus 4.0‘ soll dazu beitragen, Berührungsängste und Vorbehalte vor neuen Techniken abzubauen und die Akzeptanz für digitale Assistenzen in der Bevölkerung zu verbessern. Bei all den Vorteilen neuer Technologien steht natürlich weiterhin der Mensch im Mittelpunkt der Pflege, High-Tech soll das Miteinander nicht ersetzen. Sie kann jedoch mehr Freiräume für menschliche Zuwendung schaffen und sie entlastet zudem pflegende Angehörige und Pflegekräfte. Assistenztechnik sorgt für mehr Lebensqualität und ist zugleich ein Beitrag zu der so wichtigen Aufwertung der Pflegeberufe.“

Bei „DeinHaus 4.0“ geht es nicht primär um Fachanwendungen, sondern um die Unterstützung im Alltag, zum Beispiel durch Sensoren, die bei Stürzen einen Notruf absetzen, bei Rauchentwicklung den Herd abschalten oder bei Bewegung in der Dunkelheit Licht anschalten.

Sebastian Dresbach erklärte: „Ein selbstbestimmtes Leben, wenn möglich in den eigenen vier Wänden, ist für viele pflegebedürftige und vor allem ältere Menschen ein zentraler Wunsch. Durch die Förderung im Projekt ‚DeinHaus 4.0‘ können wir diesen Wunsch etwas greifbarer machen und die Bürgerinnen und Bürger schon frühzeitig mit dem Thema Wohnassistenzsysteme vertraut machen.“

Das „DeinHaus 4.0“-Projekt in Bad Kissingen ist das vierte Projekt der bayerischen Modell-Reihe, mit der intelligente Assistenztechnik im Pflegealltag erforscht und für die Bevölkerung erlebbar präsentiert wird. Das erste „DeinHaus 4.0“-Projekt wird seit 2018 durch die Technische Hochschule Deggendorf (THD) umgesetzt und vom Bayerischen Ministerium für Gesundheit und Pflege mit 4,5 Millionen Euro gefördert. Es folgten Projekte an der Ostbayerischen Hochschule (OTH) Regensburg (mit einer Fördersumme von 2,5 Millionen Euro) und an der Technischen Hochschule (TH) in Rosenheim (Fördersumme 3,7 Millionen Euro).

Der Beitrag Holetschek: Mehr als 1,7 Millionen Euro für Modellprojekt „DeinHaus 4.0“ in Unterfranken – Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister: Pflegebedürftige sollen möglichst lange in ihrem vertrauten Wohnumfeld leben können erschien zuerst auf Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.


Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeMünchen

Quellenangaben

www.stmgp.bayern.de/

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