Bayern stärkt Krankenhausversorgung – Gesundheitsministerin Gerlach: Krankenhausplanungsausschuss bringt strukturelle Verbesserungen auf den Weg

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27.11.2024 14:45 Uhr
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Bayern treibt die Krankenhausplanung voran. Der Krankenhausplanungsausschuss (KPA) hat am Mittwoch in München wichtige strukturelle Verbesserungen beschlossen, wie Bayerns Gesundheitsministerin und Vorsitzende des Krankenhausplanungsausschusses, Judith Gerlach, mitteilte. Gerlach betonte: „Die stationäre Krankenhausversorgung im Freistaat ist hervorragend aufgestellt. Wir haben ein flächendeckendes Netz leistungsfähiger Einrichtungen. Das ist einer der Eckpfeiler der hohen Lebensqualität im Freistaat. Wir tun durch eine vorausschauende Krankenhausplanung alles dafür, dass das trotz der schwierigen Lage und der erforderlichen Umstrukturierungen im Klinikbereich so bleibt. Dazu tragen auch die heutigen Beschlüsse des Krankenhausplanungsausschusses bei.“

Die Ministerin erläuterte mit Blick auf die umstrittene Krankenhausreform des Bundes: „Die Krankenhausreform wie sie nun kommt, bedroht viele Grundversorger, vor allem im ländlichen Raum. Die kompromisslose Haltung der Bundesregierung gefährdet damit die Versorgung im Land. Dies sorgt bei vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kliniken für Verunsicherung. Die bereits durch den allgemeinen Fachkräftemangel und die Nachwehen der Corona-Pandemie belasteten Ärzte und Pflegekräfte brauchen endlich ein Signal und eine verlässliche Perspektive für die Zukunft.“

Gerlach ergänzte: „Leider wurde wegen einer knappen Ländermehrheit im Bundesrat vergangene Woche die Chance verspielt, die Reform in den Vermittlungsausschuss zu schicken und doch noch konstruktiv zu gestalten. Es ist höchst bedauerlich, dass nunmehr eine Reform kommt, die die Krankenhäuser, die Beschäftigten und die Patienten nicht mitnimmt. Die kommende Bundesregierung muss die Krankenhausreform deshalb mit höchster Priorität noch einmal aufmachen und verbessern. Umso wichtiger ist es, dass nun der Krankenhausplanungsausschuss für Bayern wichtige Weichen für die künftige Versorgung gestellt hat.“

Durch die Beschlüsse des KPA werden in einer Reihe somatischer Krankenhäuser die Grundlagen für bauliche Anpassungen gelegt. Neben Bedarfsfeststellungen für Baumaßnahmen am Leopoldina Krankenhaus der Stadt Schweinfurt, am St. Anna Krankenhaus Sulzbach-Rosenberg und am Krankenhaus Lauf an der Pegnitz stimmte der Krankenhausplanungsausschuss für eine Aufnahme der Fachrichtung Innere Medizin an der WolfartKlinik sowie der Fachrichtung Kinderchirurgie am Klinikum St. Marien Amberg und einer strahlentherapeutischen Tagesklinik am Klinikum Traunstein in den Krankenhausplan des Freistaats Bayern. Zudem wurden bayernweit schmerztherapeutische Angebote weiterentwickelt. Die teilstationäre Platzzahl der Algesiologikum Tagesklinik für Schmerzmedizin wurden erhöht. Die Mitglieder genehmigten weiterhin die Erweiterung der Schmerztagesklink des Krankenhauses Vilsbiburg.

Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention (StMGP) ist zudem fortlaufend bestrebt, die Versorgung in der Fachrichtung Psychiatrie und Psychotherapie (PSY) weiter bedarfsgerecht auszubauen. So wurde von den Mitgliedern des Krankenhausplanungsausschusses der Aufnahme von zusätzlichen 23 Plätzen am Bezirkskrankenhaus Bayreuth in den Krankenhausplan des Freistaates Bayern zugestimmt. Zusätzlich wurde der Etablierung von zwei Einheiten zur stationsäquivalenten Behandlung (StÄB) an den Standorten der kbo-Lech-Mangfall-Kliniken Landsberg am Lech und Agatharied mit 18 bzw. 15 Betten zugestimmt. Die StÄB, als zweite Spur der vollstationären Versorgung, umfasst Krankenhausbehandlungen im häuslichen Umfeld durch mobile, fachärztlich geleitete multiprofessionelle Behandlungsteams und entspricht hinsichtlich der Inhalte sowie der Flexibilität und Komplexität einer vollstationären Behandlung.

Für die ATOS Starmed Klinik und die m&i-Fachklinik Ichenhausen beschloss der KPA die Änderung der Versorgungsstufe zu „Fachkrankenhaus“. Weiterhin stimmten die Mitglieder für eine Umwandlung von Planbetten in Plätze zur Behandlung onkologischer Patienten an der Urologischen Klinik München-Planegg.

Zudem genehmigte der KPA die Zusammenführung des KWM Juliusspitals Würzburg und der KWM Missioklinik Würzburg sowie der Theresienklinik Würzburg zum Klinikum Würzburg Mitte. Das Klinikum Nürnberg – Betriebsstätte Nord – wurde als Zentrum für Intensivmedizin und als Rheumatologisches Zentrum anerkannt.

Wie auch in den vergangenen Jahren wächst der Bereich der Versorgungsangebote in der Psychosomatik weiterhin stetig an. So erhält die Alpcura Fachklinik Allgäu 14 zusätzliche Betten in dieser Fachrichtung. Der KPA beschloss außerdem eine Änderung der geplanten Verlagerung von Leistungen der Heiligenfeld Klinik Waldmünchen an die Heiligenfeld Klinik Bad Wörishofen. Ein Teil der Planbetten verbleibt am Standort Waldmünchen, um dort ein psychosomatisches Leistungsangebot aufrechterhalten zu können.

Die Weichen für den weiteren Ausbau der palliativmedizinischen Versorgung in Bayern wurden durch die Bedarfsfeststellung der Erweiterung der Palliativstation am Klinikum Bayreuth von zehn auf 15 Betten sowie am Klinikum Coburg von sechs auf zehn Betten gestellt. Bayern verfügt somit aktuell über 54 Palliativstationen mit 516 Betten und 77 Palliativdiensten an Krankenhäusern.

Mit Blick auf die Entwicklung in der Altersmedizin betonte Gerlach: „Es gelingt uns erneut, die akutgeriatrische Versorgung stetig auszubauen und zu verbessern. Bayern verfügt inzwischen über 125 Akutgeriatrien mit mehr als 3.200 Betten. Aktuell wurde die geriatrische Tagesklinik am Klinikum Bayreuth von 12 auf 18 Plätze aufgestockt. Derzeit gibt es in Bayern zehn akutgeriatrische Tageskliniken mit insgesamt 211 Plätzen.“

Gerlach betonte zusammenfassend: „Mit den getroffenen Beschlüssen stärken wir die stationären Angebote flächendeckend und passen sie an den Versorgungsbedarf der bayerischen Patientinnen und Patienten an. Die hervorragende Arbeit der Krankenhäuser und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verdient großen Respekt, unser aller Dank und höchste Anerkennung.“

Der Krankenhausplanungsausschuss ist ein vom bayerischen Gesetzgeber vorgesehenes Expertengremium, das sich aus Mitgliedern der Krankenhausträgerseite, der Ärzteschaft und den Krankenkassen als Kostenträger zusammensetzt. Der Bayerische Krankenhausplan umfasst mehr als 300 Seiten und ist im Internet abrufbar unter: https://www.stmgp.bayern.de/meine-themen/fuer-krankenhausbetreiber/krankenhausplanung/ (wird laufend aktualisiert).

Der Beitrag Bayern stärkt Krankenhausversorgung – Gesundheitsministerin Gerlach: Krankenhausplanungsausschuss bringt strukturelle Verbesserungen auf den Weg erschien zuerst auf Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention.


Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeBayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeMünchen


Quellenangaben

www.stmgp.bayern.de/

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