Gerlach treibt Digitalisierung in der Pflege voran – Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin bringt HighCare Agenda auf den Weg

Symbolbild
zurück zur Übersicht
Gefällt mir
05.11.2024 13:15 Uhr
1021 Klicks

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Judith Gerlach treibt die Digitalisierung in der Pflege weiter voran. Die Ministerin stellte hierzu am Dienstag im Kabinett die Maßnahmen der HighCare Agenda vor. Gerlach betonte: „Das Thema Pflege ist eine der ganz großen Herausforderungen – für den Staat, das Gemeinwesen und für jeden Einzelnen! Es geht uns alle an.“

Die Ministerin fügte hinzu: „Alleine in Bayern wird die Zahl der Pflegebedürftigen von derzeit rund 580.000 auf mindestens 820.000 bis zum Jahr 2050 steigen. Die Menschen werden älter, die Fachkräfte weniger. Dies trifft genau die, die besonders schützenswert sind – Pflegebedürftige jeden Alters. Die Pflege ist eine der Schicksalsfragen unserer Zeit und wir wollen die Werkzeuge der Digitalisierung bestmöglich in der Pflege nutzen.“

Gerlach erläuterte: „Den Herausforderungen in der Pflege können wir nur gemeinsam begegnen. Wir haben daher gemeinsam mit rund 40 Vertreterinnen und Vertretern aus Bayerns Pflegepraxis, der Gesundheits- und Pflegewirtschaft, aus Wissenschaft und Verbänden der Leistungserbringer und Leistungsträger sowie Vertreterinnen und Vertretern pflegender Angehöriger und Pflegebedürftiger ein passgenaues Maßnahmenbündel erarbeitet. Unter dem Titel ‚Pflege für morgen – selbstbestimmt, ganzheitlich, generationengerecht, regional verfügbar und digital unterstützt‘ wollen wir mit der HighCare Agenda bis 2029 rund 31 Millionen Euro in die Hand nehmen, um mit Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und Zukunftstechnologien die Pflege für morgen fit zu machen und die Pflege von morgen in Bayern zu starten.“

Gerlach führte zu den Einzelmaßnahmen, die der Ministerrat nun so beschlossen hat, aus: „So werden wir im Rahmen unserer 100%-WLAN-Strategie weitere Mittel zur Förderung der Digitalisierung in Pflegeeinrichtungen bereitstellen und sie darin unterstützen, überall WLAN-Zugänge zu errichten. Wir wollen den Helfenden helfen und digitale Tools für Pflegende und damit Unterstützung im Alltag in die Versorgung zu bringen. Hierzu werden wir mit einem Förderwettbewerb KI-gestützte Softwarelösungen zur Pflegedokumentation unterstützen, damit wir den Dokumentationsaufwand reduzieren – Bürokratieabbau durch Digitalisierungsausbau also.“

Die Ministerin erklärte: „Pflegende und Pflegebedürftige wissen noch zu wenig, welche digitalen Tools in welcher Situation bei der Pflege konkret helfen können. Mit einer breit angelegten Kampagne werden wir Pflegende und Pflegebedürftige mit Musterpflegeheimen und mobilen Pflege-Labs innovative Pflegetechnik vor Ort erfahrbar machen und verstärkt über technische Hilfen informieren, die heute schon den Versorgungsalltag spürbar vereinfachen und verbessern können. Denn die beste Technik hilft nichts, wenn die Menschen sie nicht kennen oder nicht akzeptieren.“

Gerlach ergänzte: „Daneben soll der bereits etablierte 'Pflegefinder‘ mittelfristig zu einer zentralen, digitalen Informationsplattform im Bereich der Betreuung und Versorgung von Pflegebedürftigen erweitert werden. In Bayern gehen wir voran und wollen digitale Technologien in der pflegerischen Versorgung nachhaltig etablieren und so Pflegebedürftige und Pflegende unterstützen.“

Die Ministerin erläuterte: „Zudem treiben wir die Forschung und Entwicklung von Pflegeassistenzsystemen und Robotik-Innovationen voran. Aber der Einsatz von Technik kann auch gezielt im häuslichen Umfeld erfolgen, um beispielsweise mittels Sturzerkennung durch Sensorik und Monitoring der Vitalfunktionen die Lebensqualität von Pflegebedürftigen zu verbessern. Darin liegt ein großes Potenzial in Bayern, länger selbstbestimmt im eigenen zuhause bleiben zu können. Hier nutzen wir die Erkenntnisse aus unseren Projekten von DeinHaus 4.0 und CARE REGIO.“

Gerlach betonte: „Wir sind in Bayern bereits auf einem sehr guten Weg. Wir müssen für die Pflege für morgen aber die parallel laufenden Initiativen koordinieren, Wissen sammeln und Kräfte bündeln. Dazu bauen wir das ‘Kompetenzcluster innovative Pflege’ (KiPf) am Zentrum für Telemedizin (ZTM) e.V. in Bad Kissingen in Unterfranken auf. Das KiPf wird viele bereits existierende Innovationsinitiativen zusammenbringen und so die interdisziplinäre und (inter-) nationale Zusammenarbeit sowie den Wissenstransfer in der Pflege institutionalisieren und damit weitere Synergien schaffen.”

Die Ministerin ergänzte: „Außerdem starten wir die ‚Bayerische Forschungsinitiative Pflegetechnik' (FiPtec) beim Bayerischen Zentrum Pflege Digital an der Hochschule Kempten. Die FiPtec konzentriert sich im Verbund mit allen bayerischen Hochschulen und Universitäten mit pflegewissenschaftlicher Ausrichtung auf eine Forschungsoffensive zur ‘guten Pflege für morgen’. Diese Forschungsoffensive verbessert das Wissen über Technologien in der Pflege, koordiniert die entsprechenden Forschungsschwerpunkte und sorgt zusammen mit dem KiPf dafür, dass die Forschungsergebnisse auch in der pflegerischen Praxis ankommen können.“

Gerlach fügte hinzu: „Die HighCare Agenda ist im Umfang und hinsichtlich der Investition, die der Freistaat für die Pflege für morgen aufwendet, nicht nur in Deutschland einzigartig. Ein solches Programm kann aber nur gemeinsam mit allen an der Pflege beteiligten Akteuren gelingen. Ich lade daher alle relevanten Vertreterinnen und Vertreter aus der bayerischen Pflegebranche ein, mit uns den ‚Digitalpakt Pflege‘ zu schließen. Im Rahmen dieses Digitalpakts Pflege können sich die Unterzeichner des Paktes freiwillig verpflichten, die Umsetzung der HighCare Agenda zu unterstützen und darauf hinzuwirken, dass die geplanten Maßnahmen umgesetzt und zur Verfügung gestellte Mittel abgerufen werden. Hier bietet sich die einmalige Chance, Teil eines bayerischen Ökosystems für Pflegetechnologie zu werden und so die Pflege von morgen in Bayern und für Bayern mitzugestalten.“

Gerlach fasste zusammen: „Die Bayerische Staatsregierung investiert mit der HighCare Agenda bis 2029 beispiellos in die Weiterentwicklung und Implementierung neuer Technologien in der Pflege. Mit diesen Maßnahmen stemmen wir uns in Bayern kraftvoll gegen den Pflegenotstand und schaffen die Grundlage für eine Pflege für morgen – selbstbestimmt, ganzheitlich, generationengerecht, regional verfügbar und digital unterstützt.“

Der Beitrag Gerlach treibt Digitalisierung in der Pflege voran – Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin bringt HighCare Agenda auf den Weg erschien zuerst auf Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention.


Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeBayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeMünchen


Quellenangaben

www.stmgp.bayern.de/

Sie möchten Ihren Bericht regional bewerben?

Alle Informationen und Ihren Ansprechpartner finden Sie HIER.


Kommentare

Bitte registrieren Sie sich um hier Kommentare eintragen zu können!
» Jetzt kostenlos Registrieren oder haben Sie Loginprobleme?




Diese Webseite verwendet Cookies

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Um die Funktionen unserer Webseite vollumfänglich Nutzen zu können, willigen Sie bitte in deren Nutzung ein.

Akzeptieren und schließen
Alle Cookies akzeptieren Alle ablehnen Cookie-Einstellungen anpassen
Cookie-Erklärung Über Cookies
Notwendig Statistiken

Notwendige Cookies helfen dabei, eine Webseite nutzbar zu machen, indem sie Grundfunktionen wie Seitennavigation und Zugriff auf sichere Bereiche der Webseite ermöglichen. Die Webseite kann ohne diese Cookies nicht richtig funktionieren.

Name Anbieter Zweck Ablauf
cookieinfoWAIDLER.COMSpeichert die Benutzereinstellungen zu den Cookies.90 Tage
waidler.com-sessionWAIDLER.COMEindeutige ID, die die Sitzung des Benutzers identifiziert.Session

Statistik-Cookies helfen Webseiten-Besitzern zu verstehen, wie Besucher mit Webseiten interagieren, indem Informationen anonym gesammelt und gemeldet werden.

Name Anbieter Zweck Ablauf
_gaWAIDLER.COMRegistriert eine eindeutige ID, die verwendet wird, um statistische Daten dazu, wie der Besucher die Website nutzt, zu generieren.2 Jahre
_ga_*WAIDLER.COMEnthält eine zufallsgenerierte User-ID. Anhand dieser ID kann Google Analytics wiederkehrende User auf dieser Website wiedererkennen und die Daten von früheren Besuchen zusammenführen.2 Jahre
_gatWAIDLER.COMWird von Google Analytics verwendet, um die Anforderungsrate einzuschränken1 Tag
_gat_*WAIDLER.COMWird von Google Analytics verwendet, um die Anforderungsrate einzuschränken2 Jahre
_gac_*WAIDLER.COMWird von Google Analytics verwendet, um die Anforderungsrate einzuschränken2 Jahre
_gidWAIDLER.COMRegistriert eine eindeutige ID, die verwendet wird, um statistische Daten dazu, wie der Besucher die Website nutzt, zu generieren.1 Tag
IDEWAIDLER.COMVerwendet von Google DoubleClick, um die Handlungen des Benutzers auf der Webseite nach der Anzeige oder dem Klicken auf eine der Anzeigen des Anbieters zu registrieren und zu melden, mit dem Zweck der Messung der Wirksamkeit einer Werbung und der Anzeige zielgerichteter Werbung für den Benutzer.1 Jahr
AMP_TOKENWAIDLER.COMNutzer-ID für AMP Tracking1 Jahr
FPIDWAIDLER.COM2 Jahre
test_cookieWAIDLER.COMVerwendet, um zu überprüfen, ob der Browser des Benutzers Cookies unterstützt.15 Minuten
ads/ga-audiencesWAIDLER.COMUsed by Google AdWords to re-engage visitors that are likely to convert to customers based on the visitor's online behaviour across websites.Session
NIDWAIDLER.COMNutzerpräferenzen und Werbung, Registriert eine eindeutige ID, die das Gerät eines wiederkehrenden Benutzers identifiziert. Die ID wird für gezielte Werbung genutzt.1 Jahr
_gcl_auWAIDLER.COMConversion-Tracking und Anzeigenmessung90 Tage
_gcl_awWAIDLER.COMZuordnung von Conversions zu Ads-Klicks90 Tage
_gcl_dcWAIDLER.COMConversion-Tracking (Display & Video 360)90 Tage
ANIDWAIDLER.COMWerbe-Tracking1 Jahr
Einstellungen speichern

Cookies sind kleine Textdateien, die von Webseiten verwendet werden, um die Benutzererfahrung effizienter zu gestalten.

Laut Gesetz können wir Cookies auf Ihrem Gerät speichern, wenn diese für den Betrieb dieser Seite unbedingt notwendig sind. Für alle anderen Cookie-Typen benötigen wir Ihre Erlaubnis.

Diese Seite verwendet unterschiedliche Cookie-Typen. Einige Cookies werden von Drittparteien platziert, die auf unseren Seiten erscheinen.

Sie können Ihre Einwilligung jederzeit von der Cookie-Erklärung auf unserer Website ändern oder widerrufen.

Erfahren Sie in unserer Datenschutzrichtlinie mehr darüber, wer wir sind, wie Sie uns kontaktieren können und wie wir personenbezogene Daten verarbeiten.

Bitte geben Sie Ihre Einwilligungs-ID und das Datum an, wenn Sie uns bezüglich Ihrer Einwilligung kontaktieren.