Holetschek und Nahles berieten über bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege – Bayerns Gesundheitsminister und BA-Vorstandsvorsitzende trafen sich zu Rundem Tisch mit Praxis-Vertretern

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23.03.2023 16:45 Uhr
München
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Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek und die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit (BA), Andrea Nahles, haben mit Expertinnen und Experten über bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege beraten. Holetschek sagte anlässlich eines Runden Tisches zu diesem Thema am Donnerstag in Nürnberg: „Ein zentrales Ziel ist, die steigende Tendenz zur Leiharbeit in der Pflege einzudämmen. Die Einrichtungen müssen so aufgestellt sein, dass sie Leiharbeit nicht mehr in Anspruch nehmen müssen – und die Arbeitsbedingungen bei den Einrichtungen vor Ort müssen so gut sein, dass ein Wechsel in die Leiharbeit nicht mehr attraktiv ist. Ansatzpunkte sind zum Beispiel verlässliche Dienstpläne und Ausfallkonzepte wie etwa Springermodelle, wie wir sie aktuell in einem Modellprojekt in der Langzeitpflege mit 7,5 Millionen Euro fördern werden.“

Holetschek betonte: „Bei vielen Gesprächen vor Ort in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern, mit Pflegenden und Trägern wird mir berichtet, dass die Leiharbeit in der Pflege zunimmt und dieser Trend problematisch ist. Diese Entwicklung müssen wir eindämmen, indem wir die Arbeitsbedingungen für das Stammpersonal in den Einrichtungen verbessern.“

Der Minister kündigte an: „Deshalb werde ich in den kommenden Wochen eine Initiative in den Bundesrat einbringen. Damit will Bayern den Bund auffordern, die Rahmenbedingungen in der Pflege zu verbessern.“

Holetschek und Nahles hatten für den Runden Tisch gemeinsam mit Klaus Beier, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Regionaldirektion Bayern, Vertreterinnen und Vertreter der Leistungserbringer und der Kostenträger zusammengebracht. Denn für eine nachhaltige Verbesserung der Pflegesituation sind alle Beteiligten gefragt, die zusammen an einem Strang ziehen müssen. Ziel war ein möglichst praxisnaher Austausch. Insgesamt brachten sich knapp 30 Expertinnen und Experten verschiedener Bereiche bei dem Treffen ein.

Nahles sagte: „Die demographische Entwicklung trifft die Pflegebranche in doppelter Weise. In den kommenden zehn Jahren werden in Bayern 1,2 Millionen Menschen aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Gleichzeitig wird nach Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung allein in Bayern die Zahl der Pflegebedürftigen bis 2030 um 87.000 auf 487.000 Menschen steigen. Attraktive Arbeitsbedingungen sind eine wichtige Voraussetzung, um benötigte Fachkräfte für die Pflege zu gewinnen – und zu halten: Befragungen zeigen, dass gut 60 Prozent der ausgebildeten Pflegekräfte, die aus dem Beruf ausgestiegen sind, unter den richtigen Rahmenbedingungen zurückkehren würden. Gleiches gilt für knapp die Hälfte der in Teilzeit beschäftigten Pflegekräfte, die ihre Arbeitszeit erhöhen würden, wenn die Arbeitsbedingungen stimmen. Hier schlummert ein Potenzial von 300.000 bis 660.000 Fachkräften für den Pflegebereich, das zudem bereits ausgebildet und eingearbeitet ist.“

Beier ergänzte: „Ich empfehle den Einrichtungen wie auch Betrieben anderer Branchen, sich bei der Fachkräftesicherung ‚breit‘ aufzustellen und alle Wege zu nutzen: Die Ausbildung junger Menschen und das Studium, die Ausbildung sowie Umschulung erwachsener Menschen z.B. Helferinnen und Helfer sowie Quereinsteigende aus der eigenen Belegschaft sowie die Weiterbildung von examinierten Pflegekräften – auch als Instrument der „Wertschätzung“ sowie Mitarbeitenden-Bindung, sind hier entscheidend. Hier beraten die Arbeitsagenturen und der Arbeitgeberservice in Bayern sehr gerne: Zur Aus- und Weiterbildung von Pflegekräften sowie zu den unterstützenden Förderleistungen der BA. Neben der Aus- und Weiterbildung liegt weiteres Fachkraftpotential in der Teilzeitbeschäftigung von Frauen sowie in der Beschäftigung älterer Pflegekräfte.“

Holetschek kündigte zudem an: „Die Bundesagentur und das Gesundheitsministerium werden in Zukunft noch enger zusammenarbeiten, um die Fördermöglichkeiten des Bundes bei der Gewinnung und Qualifizierung von Pflegefachkräften unter den Einrichtungen bekannter zu machen. Dies unterstützt die Regionaldirektion Bayern und bietet an, auf Veranstaltungen von Organisationen auf Landesebene die Beratungs- und Fördermöglichkeiten der BA vorzustellen. Für regionale Formate stehen zudem die Arbeitsagenturen gerne zur Verfügung. Neben der Verbesserung der Arbeitsbedingungen braucht es vor allem mehr Pflegekräfte, um die Arbeitsbelastung für den Einzelnen zu senken und den Menschen in den Mittelpunkt der Tätigkeit zu stellen. Es sind Ideen und Anstrengungen aller Beteiligten erforderlich, um gute Antworten auf diesen enormen Handlungsdruck in der Pflege zu finden.“

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Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeBayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeMünchen


Quellenangaben

www.stmgp.bayern.de/

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