Holetschek unterstützt Forschungsprojekt der TU München zu möglichen Ursachen für den Ärztemangel – Bayerns Gesundheitsminister: Wir wollen eine flächendeckende und wohnortnahe ärztliche Versorgung auch in Zukunft sicherstellen

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28.01.2023 07:45 Uhr
München
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Das bayerische Gesundheitsministerium fördert eine Studie der Technischen Universität München, die möglichen Ursachen für den Ärztemangel auf den Grund gehen will. Darauf hat Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Samstag in München hingewiesen. Der Minister betonte: „Wir wollen eine flächendeckende und wohnortnahe ärztliche Versorgung auch in Zukunft gewährleisten. Dafür ist es wichtig, ausreichend viele Ärztinnen und Ärzte – vor allem für eine hausärztliche Tätigkeit und insbesondere auch auf dem Land – zu gewinnen. Mit der neuen Studie der TU wollen wir herausfinden, welche Faktoren angehenden Medizinerinnen und Mediziner bei der Entscheidung für eine bestimmte Facharztrichtung wichtig sind. Einen besonderen Fokus legen wir dabei auf die hausärztliche Tätigkeit. Mit diesem Wissen wollen wir unsere Maßnahmen dann gezielt anpassen.“

Holetschek erläuterte: „Die Studie von Professor Schneider setzt an einem zentralen Punkt an, nämlich den Erwartungen von Medizinstudierenden an ihre berufliche Zukunft. Diese Vorstellungen zu kennen, ist für zielgenaue politische Maßnahmen eine wichtige Hilfestellung. Dabei geht es nicht darum, jeden individuellen Wunsch zu erfüllen, sondern darum, mit gezielten Weichenstellungen dafür zu sorgen, dass möglichst viele Nachwuchsärztinnen und -ärzte ihren Beruf gerne ausüben.“

Das Forschungsprojekt läuft vom 02.01.2023 bis 31.12.2025 und wird von Prof. Dr. Antonius Schneider, Direktor des Instituts für Allgemeinmedizin und Versorgungsforschung der TU München, geleitet. Der Minister ergänzte: „Wir finanzieren die Studie mit 250.000 Euro.“

Professor Schneider erklärte: „Ärztin bzw. Arzt ist immer noch ein wunderbarer Beruf, insofern ist der Ärztemangel schon erstaunlich. Wir freuen uns daher sehr über die Förderung, denn wir erhoffen uns ein besseres Verständnis, warum es zu diesem Ärztemangel trotz steigender Studierendenzahlen und guten Verdienstmöglichkeiten kommt und mit welchen Ansätzen die Versorgungssituation verbessert werden kann.“

Das aktuelle Forschungsprojekt der TU wird untersuchen, warum sich junge Medizinerinnen und Mediziner für eine ärztliche Tätigkeit entscheiden, welche Unterschiede zwischen einzelnen Facharztrichtungen festzustellen sind und ob sich die Motivlagen der Nachwuchsärzte im zeitlichen Verlauf – insbesondere im Übergang von der studentischen Ausbildung in die fachärztliche Weiterbildung – verändern. Hierzu soll eine studentische Untersuchungskohorte mit 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gebildet und zu verschiedenen Zeitpunkten befragt werden. Zudem sollen auch die Sichtweisen und Berufswünsche von Ärztinnen in Mutterschutz sowie von Ärztinnen und Ärzten Elternzeit erfasst werden.

Der Minister ergänzte: „Professor Schneider war bereits für eine Vorgängerstudie verantwortlich. Aus dem damaligen Projekt konnten wir bereits wichtige Hinweise und Empfehlungen für Maßnahmen ziehen. So haben wir beispielsweise die Weiterbildung zur Allgemeinärztin beziehungsweise zum Allgemeinarzt durch flächendeckende Weiterbildungsverbünde verbessert und weitere Lehrstühle für Allgemeinmedizin an bayerischen Universitäten geschaffen.“

Holetschek unterstrich: „Klar ist: Um eine hochwertige medizinische Versorgung auch in Zukunft zu gewährleisten, brauchen wir mehr junge Medizinerinnen und Mediziner, die bereit sind, auf dem Land zu arbeiten – und zwar dort, wo sie besonders gebraucht werden. Dafür setzen wir uns seit Jahren ein. Unser Stipendienprogramm, die Landarztquote und auch die Landarztprämie sind dabei wichtige Instrumente.“

Der Minister erläuterte: „Seit 2012 hat Bayern bereits mehr als 1.000 Niederlassungen und Filialbildungen, davon alleine 712 Hausärztinnen und Hausärzte, gefördert. Mit dem Stipendienprogramm für Medizinstudierende haben wir schon knapp 300 Studentinnen und Studenten für eine spätere Tätigkeit im ländlichen Raum motiviert. Insgesamt standen in den Jahren 2012 bis 2022 für das Förderprogramm zum Erhalt und zur Verbesserung der medizinischen Versorgung Mittel in Höhe von über 70 Millionen Euro zur Verfügung. Zudem wird Bayern in der nächsten Zeit 2.700 neue Medizinstudienplätze schaffen und damit bundesweit eine Vorreiterrolle übernehmen.“

Weitere Informationen zu den Förderprogrammen des Freistaats finden Sie unter www.stmgp.bayern.de/service/foerderprogramme/#foerderprogramme-aerztliche-versorgung-land.

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Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeBayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeMünchen


Quellenangaben

www.stmgp.bayern.de/

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