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31.05.2020 07:30 Uhr
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Huml wirbt für konsequenten Verzicht auf das Rauchen – Bayerns Gesundheitsministerin zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml wirbt anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai für einen konsequenten Verzicht auf das Rauchen. Huml betonte am Sonntag: "Rauchen ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko. In Bayern sterben jedes Jahr mindestens 15.000 Menschen an den Folgen des Rauchens! Nur durch einen konsequenten Verzicht auf Zigaretten lassen sich zahlreiche Erkrankungen vermeiden."

Huml, die approbierte Ärztin ist, unterstrich: "Tabakkonsum verursacht nicht nur Lungenkrebs und andere Krebserkrankungen, sondern schädigt nahezu jedes Organ im Körper, besonders das Herz-Kreislaufsystem und die Atemwege." Sie ergänzte: "Raucherinnen und Raucher, die sich mit dem neuartigen Coronavirus infizieren, haben Experten zufolge offenbar ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der Erkrankung Covid-19. Ob sie sich auch häufiger mit dem neuartigen Coronavirus anstecken, ist aktuell noch nicht klar. Allerdings kann Rauchen das Immunsystem schwächen und die Anfälligkeit für Atemwegsinfekte erhöhen."

Das neuartige Coronavirus wiederum greift   ebenfalls das Atemwegssystem an. Möglicherweise führt Rauchen dazu, dass die Abwehrkräfte der Lunge geschwächt werden, sodass sie die neuartigen Coronaviren weniger gut bekämpfen können (https://www.rauchfrei-info.de/informieren/rauchen-gesundheit/corona/).

In Bayern sterben nach Einschätzung des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) pro Jahr mindestens 15.000 Menschen vorzeitig infolge von Tabakkonsum. Im Jahr 2018 sind insgesamt 5.171 Menschen in Bayern an Lungenkrebs verstorben. Darunter waren 3.240 Männer und 1.931 Frauen. Im Jahr 2017 wurden rund 5.900 Neuerkrankungen verzeichnet, davon entfielen knapp zwei Drittel auf Männer.

Die Ministerin erläuterte: "Mehr als 80 Prozent der Lungenkrebsfälle sind durch das Rauchen verursacht. Bei den Männern in Bayern ist Lungenkrebs die häufigste krebsbedingte Todesursache, bei Frauen die zweithäufigste."

Huml verwies aber auch auf einen merklichen Rückgang bei den Raucherquoten in den letzten Jahren: "Es ist erfreulich, dass die Zahl der Raucher seit einigen Jahren deutlich zurückgeht. Diese Entwicklung trifft sowohl auf Erwachsene als auch auf Kinder und Jugendliche zu. Bundesweit hat Bayern zusammen mit dem Saarland die niedrigste Raucherquote." Konkret sank die Raucherquote in Bayern bei den 15- bis 29-Jährigen von 29,1 Prozent im Jahr 2009 auf 21,7 Prozent im Jahr 2017.

Die Ministerin betonte: "Das bayerische Gesundheitsministerium wird auch künftig nicht nachlassen, mit Präventionskampagnen insbesondere Kinder und Jugendliche vor den Gefahren des Rauchens zu schützen. Dies schließt auch das Rauchen von Wasserpfeifen und E-Zigaretten ein."

So beteiligten sich an dem vom bayerischen Gesundheitsministerium geförderten Nichtraucherwettbewerb "Be Smart – Don't Start!" im 21. Jahr der Durchführung 1.018 Klassen und somit über 26.000 Schülerinnen und Schüler in Bayern. Das Gesundheitsministerium fördert dieses Projekt mit rund 25.000 Euro pro Jahr.

Der Beitrag Huml wirbt für konsequenten Verzicht auf das Rauchen – Bayerns Gesundheitsministerin zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai erschien zuerst auf Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.


Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeMünchen

Quellenangaben

www.stmgp.bayern.de/



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