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18.10.2019 10:15 Uhr
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DNA-Spuren überführen mutmaßlichen Einbrecher – Kripo Landshut fahndet nach 44-jährigem Mazed

FURTH, ALTDORF, ERGOLDING, WEIHMICHL, LKR. LANDSHUT, NEUSTADT A. D. DONAU, ABENSBERG, KELHEIM, BAD ABBACH, SIEGENBURG, LKR. KELHEIM, SCHWEITENKIRCHEN, LKR. PFAFFENHOFEN A. D. ILM, INGOLSTADT. Seit Anfang November 2017 bis Anfang Februar 2018 sorgten mehr als ein Dutzend Wohnungseinbrüche in der Region Landshut und Kelheim für große Verunsicherung in der Bevölkerung. Nun ist es der Landshuter Kripo dank eines DNA-Treffers gelungen, einen 44-jährigen Mazedonier zu ermitteln, der dringend verdächtig ist, für die zahlreiche Einbrüche, überwiegend in Einfamilienhäuser, verantwortlich zu sein.

Begonnen hat die Einbruchsserie am 04.11.2017 in Furth/ Lkr. Landshut und endete 02.02.2018 mit einem Einbruchsversuch in ein Einfamilienhaus in der Jägergasse in Ergolding/ Lkr. Landshut. Nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen können dem Tatverdächtigen mindestens 16 Einbrüche zugeordnet werden. Zudem steht der Mann im Verdacht, für zwei weitere Einbrüche im Raum Ingolstadt im Dezember 2017 und Januar 2018 verantwortlich zu sein. Bei den Einbrüchen wurde Bargeld und Schmuck im Wert von rund 27.000 Euro erbeutet, der dabei verursachte Schaden wird auf ca. 12.000 Euro beziffert.

Tatortarbeit führt Ermittler auf die Spur des Mazedoniers

Kriminaldirektor Werner Mendler, Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Landshut, betont in diesem Zusammenhang noch einmal die Wichtigkeit einer professionellen Tatortarbeit der Polizeidienststellen vor Ort. Nur so konnte es den Ermittlern letztendlich gelingen, die gesicherten Spuren zweifelsfrei zuzuordnen, zusammenzuführen und folglich auch einen Tatverdächtigen zu ermitteln.

Tatverdächtiger greift Polizeibeamten mit Schraubenzieher an – Kripo fahndet mit Plakat nach Tatverdächtigem

Die Einbruchsserie endete am Freitag, 02.02.2019, nachdem mutmaßlich der jetzt ermittelte Mazedonier versuchte, in ein Einfamilienhaus in der Jägergasse einzudringen. Knapp einen Kilometer entfernt in der Fürstenstraße wurde ein damals unbekannter Mann von einem Zivilfahnder der Landshuter Polizei gestellt. Der Tatverdächtige ging daraufhin mit einem Schraubenzieher auf den Polizeibeamten los und drohte damit, ihn umzubringen. Der Mann konnte damals unerkannt flüchten.

Die auf dem Schraubenzieher gesicherte DNA-Spur war wiederum identisch mit den gesicherten Spuren an besagten Tatorten. Einem Gutachten des Bayerischen Landeskriminalamtes zufolge ist davon auszugehen, dass das Tatwerkzeug neben dem Einbruch in der Jägergasse auch bei zwei Einbrüchen in Pfettrach/ Lkr. Landshut am 01.02.2018 und am 28.01.2018 bei einem Einbruch in Furth/ Lkr. Landshut verwendet wurde.

Aufgrund des gesicherten DNA-Materials besteht gegen den Mazedonier außerdem der Verdacht, am 20.12.2017 in Ingolstadt und am 31.01.2018 in Schweitenkirchen jeweils einen Einbruch verübt zu haben.

Den Ermittlern lag zunächst nur übereinstimmendes DNA- Spurenmaterial von verschiedenen Tatörtlichkeiten vor. Die Zuordnung der Tatortspuren zum Tatverdächtigen erfolgte letztlich in Zusammenarbeit mit den Schweizer Behörden.

Polizeipräsidium NiederbayernPolizei | Straubing

Quellenangaben

Polizeipräsidium Niederbayern



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