Ein starkes Zeichen der Solidarität setzten die Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Landgraf-Leuchtenberg-Gymnasiums. Im Rahmen einer Typisierungsaktion informierten sich die Jugendlichen über die Bedeutung von Stammzellspenden und hatten anschließend die Möglichkeit, sich selbst als potenzielle Lebensretter registrieren zu lassen. Viele nahmen dieses Angebot wahr und bewiesen damit eindrucksvoll Zivilcourage.
Die Typisierungsaktion hat am Landgraf-Leuchtenberg-Gymnasium bereits eine lange Tradition und wird seit vielen Jahren regelmäßig durchgeführt. Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig für das Thema Stammzellspende zu sensibilisieren und möglichst viele neue potenzielle Spenderinnen und Spender zu gewinnen.

Referent erklärt Organ- und Stammzellspenden anhand einer Präsentation vor Schülerinnen und Schülern.
Zu Gast war Josef Schicho von der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB), der die Aktion begleitete und über den Ablauf einer Stammzelltypisierung informierte. Er erklärte den Schülerinnen und Schülern, wie unkompliziert die Registrierung per Wangenabstrich erfolgt und wie groß die Chance sein kann, einem an Blutkrebs erkrankten Menschen durch eine Stammzellspende das Leben zu retten.
Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung war der Vortrag von Jürgen Hagenbuch, dem Vorsitzenden der Initiative Organspende Ostbayern. Mit bewegenden Worten sprach er über die Bedeutung von Organ- und Stammzellspenden und machte deutlich, wie wichtig die Bereitschaft ist, anderen Menschen in einer existenziellen Notlage zu helfen.

Schülerinnen und Schüler registrieren sich im Rahmen der Typisierungsaktion am Landgraf-Leuchtenberg-Gymnasium.
Besonders eindrucksvoll schilderte Hagenbuch seine persönliche Geschichte: Ihm selbst rettete eine Nierenspende seiner Ehefrau das Leben. Dieser Erfahrungsbericht verlieh seinen Ausführungen besondere Authentizität und zeigte den Schülerinnen und Schülern, welche lebensverändernde Wirkung eine Spende haben kann.
Im Anschluss an die Vorträge nutzten zahlreiche Jugendliche die Gelegenheit, sich direkt vor Ort typisieren zu lassen. Mit ihrer Entscheidung übernahmen sie gesellschaftliche Verantwortung und setzten ein Zeichen für Mitmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft. Die Organisatoren zeigten sich erfreut über die große Resonanz und das Engagement der Schülerinnen und Schüler.
Die Veranstaltung machte deutlich, wie wichtig Aufklärung bereits in jungen Jahren ist. Dass die Typisierungsaktion am LLG seit vielen Jahren fester Bestandteil des Schullebens ist, unterstreicht den hohen Stellenwert dieses Engagements. Wer sich typisieren lässt, schenkt Betroffenen Hoffnung und kann im entscheidenden Moment zum Lebensretter werden.

Vortrag zur Stammzellspende vor Schülerinnen und Schülern am Landgraf-Leuchtenberg-Gymnasium.
Die langjährige und kontinuierliche Durchführung der Typisierungsaktionen am Landgraf-Leuchtenberg-Gymnasium bleibt auch über die Schule hinaus nicht unbeachtet. Für dieses besondere Engagement wird das LLG im Rahmen des 16. Galaabends der Leukämiehilfe Passau, der in Kooperation mit der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern stattfindet, mit einer Auszeichnung geehrt. Der Benefizabend würdigt Menschen und Institutionen, die sich in besonderer Weise für Typisierungsaktionen und die Unterstützung leukämiekranker Menschen einsetzen. Die Ehrung unterstreicht den hohen Stellenwert des langjährigen Einsatzes des Gymnasiums und aller Beteiligten, die mit ihrem Engagement immer wieder dazu beitragen, Hoffnung zu schenken und Leben zu retten.

Landgraf-Leuchtenberg Gymnasium Grafenau
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