Wenig Nass - viel Sonne!
Dr. Fritz Haselbeck
Der heurige Mai erbrachte für den Bayerischen Wald mit 42 Litern nur eine geringe Menge an Niederschlag. Vor zwei Jahren hatten wir im Vergleich dazu 180 Liter pro qm (2025 40 l/qm). Die Temperaturen lagen mit 13 Grad im Mittel merklich höher als 2025 (10 Grad), jedoch leicht niedriger als 2024 (13,5 Grad). Der „Wonnemonat“ Mai präsentierte sich angesichts stabiler Hochdruckgebiete mit zahlreichen Sonnenstunden! Zum Teil waren sie von böigen Windlagen begleitet, vorwegs aus östlichen Richtungen.
Beim Rückblick auf den gesamten Monat fällt auf, dass sich exakt zu Beginn der „Eisheiligen“ am 12. und 13. Mai zwei Frosttage bis minus 2 Grad einstellten. Dabei wurden in ungünstigen Lagen noch manch späte Obstbäumen in Mitleidenschaft gezogen. Die maximalen Tageswerte erreichten im Mittel einen Rekord von plus 20 Grad, die Minimalwerte pendelten sich bei plus 6 Grad ein. Den heißesten Tag konnte man bei frühsommerlichen Werten am 26. Mai mit 30 Grad markieren, die kühlste Tagestemperatur gab es am 12. Mai mit plus 7 Grad. Die wärmste Nacht trat am 25. Mai (16 Grad) auf, die kälteste am 13. Mai (minus 2 Grad). Die Temperaturkurven, bezogen auf Tag und Nacht, zeigen eher wellenförmige Diagramme. Innerhalb des Monats ist jedoch ein Anstieg des Temperaturniveaus um extrem hohe 32 Grad zu verzeichnen, von minus 2 auf plus 30 Grad! Meteorologisch gesehen hatten wir 7 „Sommertage“ mit 25 und mehr Grad, sowie 1 sogenannten „Heißen Tag“ mit 30 Grad Celsius.

Die Sonne zeigte sich im Monat Mai zu 270 Stunden, eine Scheindauer, welche die Skalenwerte der zurückliegenden Jahre auffällig übersteigt (2024: 220 Std. / 2025: 215 Std.). Länger als 13 Stunden schien die „liebe Warme“ an 6 Tagen vom Himmel, mehr als 12 Stunden an 12 Tagen, an keinem einzigen Tag hielt sie sich dauerhaft hinter dichten Wolken versteckt. Die ausgedehnten Schönwetterperioden ließen bei leichten bis straffen Winden den Blütenstaub von Bäumen, Blumenblüten und Gräsern - der Jahreszeit entsprechend - wieder ausgiebig fliegen.
Das Maximum an Regen fiel am 11. Mai mit 12 Litern pro qm. In der Summe blieben über den ganzen Monat hin 20 Tage niederschlagsfrei. Eine zusammenhängende Phase völlig ohne Niederschlag lag zwischen dem 20. und 30. Mai. Zum Maiausklang zogen heftige Gewitterzellen mit lokalen Starkregen und böigen Winden über den Bayerischen Wald hinweg.
