Die Stadt Passau hat für den Katastrophenschutz erstmals einen CBRN-Erkundungswagen erhalten. Das Fahrzeug wurde vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe beschafft und den Ländern beziehungsweise den zuständigen Kreisverwaltungsbehörden zur Verfügung gestellt. Stationiert wird das Bundesfahrzeug bei der Freiwilligen Feuerwehr Passau am Löschzug Hauptwache.
Oberbürgermeister Andreas Rother informierte sich vor Ort bei den Verantwortlichen der Feuerwehr über das neue Einsatzfahrzeug. Dabei betonte er die Bedeutung moderner Technik und gut ausgebildeter Einsatzkräfte für die Sicherheit der Bevölkerung.
CBRN steht für chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren. Der Erkundungswagen dient dazu, entsprechende Gefahrenlagen vor Ort festzustellen. Zu seinen Aufgaben gehören insbesondere das Spüren, Messen und Melden lokalisierter Gefahren. Eingesetzt werden kann das Fahrzeug bei Schadstofflagen, Gefahrgutereignissen oder anderen besonderen Einsatzlagen, bei denen eine schnelle und verlässliche Lageerkundung erforderlich ist.
Bei dem neuen Fahrzeug handelt es sich um einen Mercedes-Benz Sprinter 519 CDI mit Ausbau durch die Wietmarscher Ambulanz- und Sonderfahrzeug GmbH. Es ist für eine Besatzung von vier Einsatzkräften ausgelegt und verfügt unter anderem über ein EDV-System mit Touchmonitoren zur Integration aller Messgeräte sowie über eine Datenübertragung per 4G, 5G und Satellit. Das Fahrzeug misst rund sechs Meter in der Länge, 2,1 Meter in der Breite und 2,7 Meter in der Höhe.

Übernahme des CBRN-Fahrzeugs an der Hauptwache in Passau durch Oberbürgermeister Andreas Rother (4. v. l.) zusammen mit (v. l.) dem Leiter des Amtes für Öffentliche Ordnung, Erik Linseisen, Stadtbrandmeister Toni Rang, Stadtbrandrat und 2. Bürgermeister Andreas Dittlmann, Zugführer Hauptwache und Standbrandmeister Tobias Gleixner, dem Mitarbeiter der Hauptamtlichen Tagwache Alexander Feicht sowie dem Wachleiter der Hauptamtlichen Tagwache Alexander Kornexl.
Die neue Fahrzeuggeneration des Bundes ermöglicht gegenüber bisherigen CBRN-Erkundungswagen eine deutlich verbesserte digitale Vernetzung. Durch die Datenfernübertragung können Messdaten schneller weitergegeben und im bundesweiten CBRN-Erkundungsverbund genutzt werden. Neue Messgeräte und moderne Software erweitern zudem die Möglichkeiten bei der Erkundung größerer Gebiete. Auch die Geländefähigkeit und der Schutz der Besatzung wurden weiter verbessert.
Deutschlandweit beschafft das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe neue CBRN-Erkundungswagen. Ziel ist es, bundesweit jederzeit schnell ein entsprechendes Fahrzeug zu einem möglichen Schadensort alarmieren zu können. Die Fahrzeuge werden im Rahmen des ergänzenden Katastrophenschutzes des Bundes bereitgestellt.
Für die Stadt Passau handelt es sich um eine Erstausstattung mit einem solchen Spezialfahrzeug. Die Übernahme ergänzt die vorhandenen Einsatzmittel der Feuerwehr und verbessert die Möglichkeiten zur Lageerkundung bei besonderen Gefahrenlagen.
Der Löschzug Hauptwache verfügt neben dem neuen CBRN-Erkundungswagen unter anderem über ein
Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug, einen Rüstwagen, eine Drehleiter, ein Tanklöschfahrzeug, einen Versorgungs-Lkw, einen Einsatzleitwagen, einen Mannschaftstransportwagen, ein Kleinalarmfahrzeug, ein Mehrzweckboot sowie weitere Spezialfahrzeuge.
Die Stadt Passau investiert kontinuierlich in den Brand- und Katastrophenschutz. Neben laufenden Beschaffungen und der Modernisierung von Ausrüstung zählen hierzu auch größere bauliche Maßnahmen. Nach dem Neubau des Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Heining und der Fahrzeughalle des Löschzugs Ilzstadt gehört die Weiterentwicklung des Standorts an der Leonhard-Paminger-Straße mit der Sanierung der Hauptwache und dem Neubau der hauptamtlichen Tagwache zu den nächsten großen Projekten.

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