Nahe Passau ist am Samstag, 30. Mai 2026, ein kleines Erdbeben registriert worden. Nach Angaben des Fachportals Erdbebennews erreichte das Beben eine Magnitude von 1,6. Die Erschütterung wurde demnach um 7:46 Uhr deutscher Zeit gemessen. Schäden oder Auswirkungen auf Gebäude und Infrastruktur sind bei einer derart geringen Stärke nicht zu erwarten.
Auch wenn Ostbayern nicht zu den klassischen Erdbebenregionen Deutschlands zählt, werden immer wieder schwache seismische Aktivitäten registriert. Diese entstehen entlang natürlicher geologischer Störungszonen im Untergrund und werden durch ein Netz von Messstationen überwacht.
Das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) weist darauf hin, dass in Bayern jedes Jahr mehrere hundert kleinere Erdbeben aufgezeichnet werden. Die meisten davon sind so schwach, dass sie nur von Messgeräten erfasst werden oder allenfalls vereinzelt wahrgenommen werden.

Die Infografik zeigt das Epizentrum des am 30. Mai 2026 registrierten Erdbebens nahe Passau mit einer Magnitude von 1,6.
Der Erdbebendienst Bayern wird gemeinsam von der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und dem Bayerischen Landesamt für Umwelt betrieben. Mit derzeit 21 seismischen Messstationen wird die Erdbebenaktivität im Freistaat kontinuierlich überwacht und wissenschaftlich ausgewertet.
Dass kleinere Erdbeben auch in Ostbayern auftreten können, ist geologisch nicht ungewöhnlich. Obwohl die Region weit von den großen Plattengrenzen Europas entfernt liegt, können sich Spannungen entlang alter geologischer Bruchzonen entladen und schwache Erschütterungen verursachen.

Landkreis Passau