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12.01.2023 10:45 Uhr
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Holetschek setzt sich für Ausbau neuer Technologien in der Pflege ein – Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister besuchte Geriatronik-Forschungszentrum in Garmisch-Partenkirchen: Neue Technologien mit pflegerischem Nutzen müssen schnell in den Leistungskatalog der Pflegeversicherungen aufgenommen werden

Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek setzt sich für den verstärkten Einsatz neuer Technologien in der Pflege ein. Holetschek betonte am Donnerstag anlässlich eines Besuchs des Forschungszentrums Geriatronik der Technischen Universität München in Garmisch-Partenkirchen: „Die meisten Menschen möchten so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung möglichst selbstständig leben – dank technischer Innovationen und diverser Assistenzsysteme wird das auch für Pflegebedürftige und ältere Menschen häufig möglich werden. Ihr Einsatz in der häuslichen Pflege hat sich schon heute bewährt. Die in Garmisch-Partenkirchen entwickelten technischen Innovationen können insbesondere älteren Menschen helfen, möglichst lang ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu führen. Gleichzeitig können sie die Pflegekräfte entlasten.“

Der Minister ergänzte: „Mein Ziel ist es, den Einsatz neuer Technologien in der Pflege weiter auszubauen. Denn Technisierung und Digitalisierung in der Pflege sind ein Baustein, dem Pflegenotstand wirksam entgegenzutreten und den Pflegeberuf attraktiver zu machen. Dafür sind insbesondere neue Technologien vor allem aus dem Bereich der Robotik notwendig.“

Holetschek unterstrich: „Wichtig dabei ist, dass neue Technologien, die einen pflegerischen Nutzen aufweisen, schnell in den Leistungskatalog der Pflegeversicherungen aufgenommen werden. Im Lehrplan der neuen generalistischen Pflegeausbildung ist die Digitalisierung bereits vorgesehen.“ Er ergänzte: „Wir müssen digitale Kompetenz im Pflegeberuf stärken und fördern! Denn nur wer den Nutzen kennt, ist aufgeschlossen gegenüber neuer Technik und verwendet sie auch! Ich wünsche mir auch eine aktivere Beteiligung der Pflegekassen bei der Entwicklung und Erforschung digitaler Technik für den Pflegealltag. Denn ich bin mir sicher, das zahlt sich am Ende für alle Beteiligten aus!“

Der Minister erläuterte: „Die Bayerische Staatsregierung unternimmt große Anstrengungen, die Weiterentwicklung neuer Technologien in der Pflege zu fördern. Wir haben etliche Förderprogramme auf den Weg gebracht, die Digitalisierung und Pflege schon jetzt miteinander verknüpfen und die Vorteile sichtbar machen. Etwa die Projektreihe DeinHaus 4.0 in Unterfranken, in der Oberpfalz sowie in Nieder- und Oberbayern, die zeigt, wie Pflegebedürftige mittels intelligenter Assistenztechnik möglichst lange zuhause selbstbestimmt leben können. Telepräsenzroboter sind ein Teil der DeinHaus 4.0-Projektreihe, die wir mit über 12,5 Millionen Euro fördern.“

Holetschek fügte hinzu: „Darüber hinaus investieren wir mehr als 6 Millionen Euro in das Leuchtturmprojekt CARE REGIO, das Schwaben als Leitregion für digitale Pflege etablieren soll. Robotik in der Pflege wird unter anderen auch Thema sein bei unserem 2. Bayerischen E-Health-Kongress am 12. Juli 2023 in Augsburg.“ Unter dem Motto „Big Data und AI – game changer in Gesundheit und Pflege?!“ werden Themen wie Datennutzung, Datensicherheit, das geplante Gesundheitsdatennutzungsgesetz und der European Health Data Space (EHDS) mit wichtigen Playern im Bereich der Digitalisierung von Gesundheit und Pflege diskutiert.

Holetschek ergänzte: „Bei allem technischem Fortschritt muss eines aber klar sein: Digitalisierung der Pflege und der Einsatz von Robotik bedeuten nicht, dass die Menschlichkeit verdrängt wird! Wir wollen genau das Gegenteil erreichen: Mehr Freiräume und mehr Zeit für die menschliche Zuwendung. Denn der Mensch ist und bleibt im Mittelpunkt!“

Der Beitrag Holetschek setzt sich für Ausbau neuer Technologien in der Pflege ein – Bayerns Gesundheits- und Pflegeminister besuchte Geriatronik-Forschungszentrum in Garmisch-Partenkirchen: Neue Technologien mit pflegerischem Nutzen müssen schnell in den Leistungskatalog der Pflegeversicherungen aufgenommen werden erschien zuerst auf Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.


Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeMünchen

Quellenangaben

www.stmgp.bayern.de/

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