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16.05.2022 20:15 Uhr
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Holetschek kündigt neue Corona-Informationsoffensive an – Bayerns Gesundheitsminister anlässlich der Jahrestagung des Verbands Bayerischer Zeitungsverleger: Wir müssen uns intensiv auf eine mögliche neue Pandemie-Welle im Herbst vorbereiten

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat eine neue Corona-Informationsoffensive angekündigt. Holetschek betonte am Montag anlässlich der Jahrestagung des Verbands Bayerischer Zeitungsverleger in Oberstdorf: „Es ist verständlich, wenn sich Bürgerinnen und Bürger angesichts der sinkenden Infektionszahlen auf mehr ‚Normalität‘ und eine Verschnaufpause in diesem Sommer freuen. Klar ist aber auch: Wir müssen uns sorgfältig auf eine mögliche neue Pandemie-Welle im Herbst vorbereiten. Dabei setze ich auch auf die Unterstützung der bayerischen Zeitungen.“

Der Minister fügte hinzu: „Die Presse hat bereits mit ihrer bisherigen Pandemie-Berichterstattung einen großen Beitrag dazu geleistet, dass die Menschen über die Risiken von Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 Bescheid wissen und Schutzregeln kennen. Viele Zeitungen haben zudem über falsche Corona-Thesen etwa im Internet aufgeklärt und kruden Verschwörungstheorien Kontra gegeben. Das zeigt, wie wichtig eine freie Presse gerade auch in Krisenzeiten für die Gesellschaft ist – und dafür danke ich an dieser Stelle ausdrücklich!“

Holetschek unterstrich: „In den nächsten Wochen und Monaten kommt es darauf an, dass die Menschen trotz aller Freude über Corona-Lockerungen rechtzeitig ‚umschalten‘ und wieder vorsichtiger werden, wenn wir Hinweise auf den Beginn einer neuen Pandemie-Welle und auf mögliche neue Virus-Varianten bekommen. Bayern setzt dabei auch auf einen Dreiklang von Freiheit, Eigenverantwortung und Solidarität. Das heißt: Es geht nicht um die Freiheit VON Verantwortung, sondern um die Freiheit ZUR Verantwortung.“

Holetschek erläuterte: „Das bayerische Gesundheitsministerium wird die Entwicklung genau im Auge behalten. Außerdem werden wir voraussichtlich ab Ende August mit einer neuen Öffentlichkeitskampagne für das Einhalten von wichtigen Corona-Schutzregeln werben. Klar ist dabei: Impfungen sind weiterhin der beste Schutz vor schweren Krankheitsverläufen – auch bei der Omikron-Variante, die nicht auf die leichte Schulter genommen werden darf. Gerade Risikogruppen profitieren besonders von einem vollständigen Impfschutz.“

Der Minister ergänzte: „Die Pandemie hat uns gezeigt, dass es nicht reicht, rasch und richtig zu handeln. Auch die Kommunikation muss stimmen. Das Informationsbedürfnis der Menschen war und ist riesig, und das auf allen Kanälen und Ebenen – seien es Anfragen der Bürgerinnen und Bürger, der Journalistinnen und Journalisten oder auch von Vertreterinnen und Vertretern aus der Politik.“

Holetschek fügte hinzu: „Es war nicht immer einfach, optimal zu informieren. Die Dynamik der Pandemie hat es beispielsweise mitunter erforderlich gemacht, Verordnungen teils wöchentlich anzupassen – manchmal sogar zwei oder drei Mal in einer Woche. Jede dieser Verordnungen musste natürlich ganz rechtskonform veröffentlicht werden. Das war aber nur der erste Schritt! Mindestens genauso wichtig war und ist es, die neuen Regelungen auf unserer Webseite und auf unseren Social-Media-Kanälen bekannt zu machen – die wichtigsten davon übrigens in neun Fremdsprachen, in Englisch, Italienisch, Französisch, Polnisch, Türkisch, Rumänisch, Russisch, Arabisch und Farsi. In jüngster Zeit haben wir zudem ukrainische Übersetzungen aufgenommen.“

Der Minister erläuterte: „Auch zahlreiche direkte Anfragen der Bürgerinnen und Bürger wurden beantwortet. Und davon gab es eine ganze Menge: im Schnitt etwa 800 E-Mails am Tag. Man konnte daran auch immer ablesen, was die Menschen gerade am meisten bewegt. Um nur ein paar Beispiele zu nennen: In der zweiten Kalenderwoche des Jahres 2021 erreichten uns 5.075 Mails – da hatten wir gerade mit dem Impfen begonnen und das Impfportal online gestellt. In den letzten Januarwochen 2021 erreichten uns 8.831 Nachrichten – da hatte die Staatsregierung gerade die FFP2-Maskenpflicht beschlossen. Hinzu kamen hunderte Anfragen der Presse- und Medienvertreterinnen und -vertreter, die völlig zu Recht Genaueres zu den Hintergründen der jeweiligen Entscheidung wissen wollten.“

Holetschek fügte hinzu: „Eine offene und rasche Kommunikation ist auch wichtig, um gezielter Desinformation etwa aus den Reihen der ‚Querdenker‘ zu begegnen. Die Verbreitung falscher Inhalte entwickelte sich in den vergangenen beiden Jahren quasi zur eigenen Pandemie – der Infodemie. Deshalb müssen wir auch in der jetzigen Pandemie-Phase weiter konsequent informieren und Schutzregeln erläutern – vernünftig, unaufgeregt und wissenschaftsbasiert, um auch diejenigen zu überzeugen, die möglicherweise durch laute Falschinformationen verunsichert sind.“

Der Beitrag Holetschek kündigt neue Corona-Informationsoffensive an – Bayerns Gesundheitsminister anlässlich der Jahrestagung des Verbands Bayerischer Zeitungsverleger: Wir müssen uns intensiv auf eine mögliche neue Pandemie-Welle im Herbst vorbereiten erschien zuerst auf Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.


Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und PflegeMünchen

Quellenangaben

www.stmgp.bayern.de/

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