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« zurück zur Übersicht | veröffentlicht am 05.05.2018 von Stephanie Bildl | 128 Klicksteilen auf

Ostbayern und Böhmen: Förderung der regionalen Entwicklung

Struktur- und demografischer Wandel aber auch technische Megatrends wie Digitalisierung und Automatisierung bringen viele gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Umbrüche mit sich. Um das große Potential der regionalen Entwicklung im ostbayerischen Grenzgebiet und dem benachbarten Böhmen besser darstellen und fördern zu können, haben sich die Technische Hochschule Deggendorf (THD) und die Akademie Ostbayern – Böhmen e.V. nun zusammengetan. Anfang Mai wurde vom Präsidenten der THD, Prof. Dr. Peter Sperber, und den Vorständen der Akademie, Josef Schönhammer und Dr. Peter Deml, eine entsprechende Kooperationsvereinbarung geschlossen.

„Über einen kontinuierlichen Austausch zwischen Akademie und Hochschule wollen wir verschiedene Themenkreise ansprechen, die die Bürger in der ostbayerischen Grenzregion bewegen“, so Schönhammer. Dies solle vorwiegend in Form von gemeinsamen Vorträgen, Seminaren und Ringveranstaltungen gelingen. Die geplante inhaltliche Spannweite ist beachtlich. Sie reicht von der Darstellung der Zukunftspotentiale des gemeinsamen Wirtschafts- und Kulturraums Ostbayern/Böhmen über die Chancen und Herausforderungen in Sachen Natur und Umwelt bis zu historischen oder auch tagesaktuellen Themen der Region. „Worum es der Akademie Ostbayern – Böhmen geht“, erklärt Dr. Deml, „ist das menschliche Individuum, sein Gestalten und sein Wirken in den Mittelpunkt zu stellen. Auch und gerade in Zeiten, in denen Digitalisierung, Robotik oder künstliche Intelligenz die Rhetorik in den Medien beherrschen“. Menschen bräuchten Perspektiven und von denen gebe es gerade in unserer Region viele.

v.l. Josef Schönhammer (1. Vorsitzender Akademie Ostbayern – Böhmen), Prof. Dr. Peter Sperber (THD-Präsident) und Dr. Peter Deml (2. Vorsitzender Akademie Ostbayern – Böhmen) unterzeichnen den Kooperationsvertrag zur gemeinsamen Förderung der regionalen Entwicklung im ostbayerischen Grenzgebiet.
v.l. Josef Schönhammer (1. Vorsitzender Akademie Ostbayern – Böhmen), Prof. Dr. Peter Sperber (THD-Präsident) und Dr. Peter Deml (2. Vorsitzender Akademie Ostbayern – Böhmen) unterzeichnen den Kooperationsvertrag zur gemeinsamen Förderung der regionalen Entwicklung im ostbayerischen Grenzgebiet.

Die THD sieht sich an dieser Stelle in einer kreativen aber auch gestalterischen Rolle. Mit ihren Forschungsschwerpunkten in verschiedensten Zukunftstechnologien, ihrer engen Vernetzung mit der lokalen – aber auch überregionalen – Wirtschaft sowie ihren grenzüberschreitenden Kontakten nach Tschechien ist die THD ein Motor innovativer Entwicklungen in der Region. Prof. Sperber: „Wir tragen als Hochschule ganz wesentlich zu einem Wandel bei, der nicht nur vordergründig neue technologische Perspektiven eröffnet, sondern durchaus auch nachhaltige gesellschaftliche und kulturelle Einflüsse hat.“ So habe die THD beispielsweise gemeinsam mit der Universität Budweis ein digitales Ausstellungssystem entwickelt, bei dem die Museen in Deggendorf und Písek als Fallstudien dienen. Hier trifft also Technik auf Kultur – zum Wohle der Bürger in der Grenzregion. Mit dem im bundesvergleich sehr hohen Anteil von etwa 16 Prozent an internationalen Studierenden aus insgesamt 99 Ländern, verschafft die THD Ostbayern außerdem Sichtbarkeit rund um den Globus – und eröffnet umgekehrt Studierenden aus der Region eine persönliche Tür in die Welt. An diese weltoffene und gleichzeitig bodenständige Herangehensweise soll auch die neue Kooperation zwischen der THD und der Akademie Ostbayern – Böhmen e.V. anknüpfen.


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Quellenangaben

Technische Hochschule Deggendorf




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