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« zurück zur Übersicht | veröffentlicht am 12.04.2018 von Jonas Rosenberger | 6561 Klicksteilen auf

Mit dem Abi ins Unternehmertum

Mit dem Abi in der Tasche wissen viele Schüler oftmals nicht, welchen Weg sie nach zwölf Jahren Schulbankdrücken einschlagen sollten. Viele schreiben sich für ein FSJ ein, sammeln erste Auslandserfahrungen oder machen die verschiedensten Praktika. Die Wenigsten jedoch wissen genau, in welchem Beruf sie später einmal arbeiten wollen oder welche Fähigkeiten sie ausbauen möchten. Dabei spielt es keine Rolle, ob man sich nun für eine berufliche Ausbildung oder für ein Studium entscheidet – das Wichtigste ist, dass man die eigenen Fertigkeiten in seinem weiteren Bildungsweg ausbauen und beruflich einsetzen kann. Die Ziel ist nämlich, dass man seine Lieblingsbeschäftigung zu seiner täglichen Arbeit machen kann - ohne dabei von gesellschaftlichen Zwängen gesteuert zu werden. Das Idealste ist natürlich, wenn man sich schon während der Schulzeit mit dem Thema beschäftigt und sich beruflich orientiert – dadurch kann wertvolle Zeit gespart werden.

Auch ich habe lange Zeit gemeint, der Weg ins Cockpit wäre der ideale Werdegang für mich. Doch mit „ansteigendem Alter“ begann ich, meine Interessen zu entwickeln und konnte mir schon langsam ausmalen, wie viele Möglichkeiten man überhaupt mit dem Abitur habe. Dabei kommt man in diesem „Dschungel der Perspektiven“ als Schüler oft an seine Grenzen und man versucht, möglichst viel Neues auszuprobieren. Mich haben dabei die vielen, verschiedenen Möglichkeiten des Internets in Hinblick auf den Werbenutzen und die Verbreitungsmöglichkeiten beeindruckt. So habe ich selber schon versucht, mithilfe der Reichweite sozialer Medien und Suchmaschinen ein kleines Taschengeld dazuzuverdienen, sei es als Handyreparateur oder mit eigenem Xbox-Handel.

 

Jugend forscht 2018 in Passau

 Jugend forscht 2018 in Passau

Ich habe schon früh an verschiedenen (Förder-)Programmen sowie Wettbewerben teilgenommen und habe so schon in die Schiene finden können, in welche es mich beruflich verschlagen wird. Auf diese Programme bin ich teilweise über die Schule, teilweise aber auch durch eigene Recherche aufmerksam geworden. So nehme ich beispielsweise dieses Jahr bereits zum dritten Mal bei „Play the Market“, einem betriebswirtschaftlichen Wettbewerb für bayerische Gymnasiasten, teil. Dieser Wettbewerb hatte mich bereits nach der ersten Teilnahme sehr beeinflusst und mir wurde erst später klar, wie viel freie Zeit ich in dieses doch sehr banale Planspiel investiert hatte. Dabei geht es nämlich darum, Entscheidungen eines mittelständischen Unternehmers zu treffen, beispielsweise in Hinsicht auf den Vertrieb eines Produktes oder auch in Personalfragen. Nachdem unser Team sich schon letztes Jahr für das Halbfinale qualifiziert hatte, geht es nun im Juni wieder um den Einzug ins Finale. Auch wenn dieser Wettbewerb nur ein Planspiel ist, kann man sich bereits hier in die wesentliche Rolle eines Unternehmers hineinversetzen und bereits ein Strategiedenken entwickeln. Jeder Jugendliche, der sich schonmal über die Gründung eines Startups ein paar Gedanken gemacht hat, kennt bestimmt „StartupTeens“. Auch an diesem Wettbewerb nehme ich bereits zum dritten Mal in Folge teil. Hier geht es darum, im Hintergrund der eigenen Geschäftsidee einen Businessplan zu schreiben, welcher anschließend bewertet und, falls ansprechend, mit einem hohen Preisgeld belohnt wird. Hierbei kam ich 2017 zwar in die engere Auswahl, fürs Finale hat es allerdings nicht gereicht. Im Rahmen des Programms an meiner Schule, dem Gymnasium Untergriesbach, oder auch der Uni Passau wurde es mir ermöglicht, an anderen interessanten Workshops teilzunehmen, z. B. an der Gründerwerkstatt. Im Sommer 2017 hat das Unternehmergymnasium in Pfarrkirchen ein dreitägiges Sommercamp veranstaltet, in welchem anschauliche Workshops ein fester Bestandteil des Programms waren. Auch ein Unternehmensplanspiel war Teil des Camps. Aber nicht nur im Bereich des Unternehmertums habe ich schon viele Erfahrungen sammeln können: Seit einem Jahr beschäftige ich mich regelmäßig mit der Börse, in diesem Gebiet man ja viele Möglichkeiten zum "Lernen" hat. So habe ich beispielsweise an dem Börsenspiel "Trading Masters" von UBS mit einigermaßen gutem "Erfolg" teilnehmen können - dank ein paar gut gesetzten Turbo Knock-Outs hatte ich für ein paar Tage eine Position unter den 30 Besten von über 8.000 Teilnehmern inne, was jedoch leider gemäß Börsenalltag nicht lange Zeit so blieb. Auch am Mathematikwettbewerb Náboj in Passau habe ich bereits zum dritten Mal gemeinsam mit vier Mitschülern erfolgreich teilgenommen.

 

 

Vor allem durch diese außerschulischen Projekte habe ich schnell gemerkt, was mir wirklich Spaß macht und was ich später jeden Tag ausüben möchte. Folglich war mir schon vor drei Jahren klar, welches Studium ich dieses Jahr antreten werde. Mir geht es aber dabei nicht um die ewige Theorie, sondern um die erhoffte Praxis, welche ich mit diesem Wissen umsetzen möchte. Auch meine persönlichen Ziele haben sich dadurch verändert. Erst wenn man sich mit dem Unternehmertum beschäftigt wird einem klar, welche zentrale und wichtige Position dieses einnimmt. Das Schaffen von Perspektiven mithilfe der Bereitstellung von Arbeitsplätzen und einer Gemeinschaft ist für mich ausschlaggebend. Bereits meine Seminararbeit aus der Schule habe ich über Ökobusiness und Startups geschrieben. Da ich noch in viele weitere Themen wie Unternehmensgründung oder Produktivitätssteigerung näher eintauchen und auch praktisch anwenden möchte, fiebere ich schon seit langem dem baldigen Start meines dualen Studiums entgegen. 

 

Abschließend ist noch zu sagen: Wenn man bereits während der Schulzeit bestimmte Vorstellungen über die berufliche Zukunft hat, werden einem viele außerschulische Entfaltungsmöglichkeiten geboten. Man muss sich nur im Internet darüber erkundigen. Solche Projekte sind meist viel anwendungsbezogener und interessanter, als man es in der Schule vermittelt bekommt. Des Weiteren kommt man auf diese Weise mit vielen weiteren Gleichgesinnten zusammen und es wird einem eventuell sogar der ein oder andere Ausflug ermöglicht.

 

 

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 - Jonas Rosenberger, Q12 



Informationen zur Firma/Organisation

Ort:Bgm.- Kainz-Straße 12
D-94107 Untergriesbach
Telefon:08593/411
E-Mail:
Website:www.gymnasium-untergriesbach.de


Quellenangaben

www.gymnasium-untergriesbach.de
www.playthemarket.de
www.startupteens.de
www.gympan.de
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