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« zurück zur Übersicht | veröffentlicht am 11.02.2018 von Daniela Freund | 1557 Klicksteilen auf

Aufwendige Vermisstensuche der Bergwacht im Nationalpark

Am Donnerstagabend, 22.04 Uhr wurde der diensthabende Einsatzleiter der Bergwacht des Einsatzleitbereichs Nationalpark, Sigi Stockbauer, von der Integrierten Leitstelle Passau alarmiert. Die Info lautete: „Ein Urlauberehepaar wird im Bereich des Tierfreigeländes im Nationalpark vermisst.“

Zunächst sah es für die mit zwei Einsatzfahrzeugen ausrückenden Bergretter der Bergwacht Grafenau wie ein Routineeinsatz aus, da die Wege im Nationalpark gut geräumt und befahrbar sind.

Als die Bergwachtler in Neuschönau eintrafen, erfuhren sie von der Leitstelle, die in ständigem Kontakt zu den Wanderern stand, dass diese sich nicht wie zunächst angenommen im Freigelände, sondern auf dem „Farnweg“, also östlich der Böhmstrasse Richtung Sagwasserklause befinden. 

Dr. Bodo Stössenreuther und Mathias Simmet machten sich jeweils rechts und links des Baches auf den Weg. Mathias Simmet konnte nach kurzer Zeit umdrehen, da die Spur im Schnee endete. Bodo Strössenreuther informierte die Kameraden, dass wegen des tiefen Schnees zur Rettung auf keinen Fall ein Fahrzeug wie Motorschlitten oder ATV eingesetzt werden kann, sondern die Rettung auf jeden Fall zu Fuß mit einem Akia erfolgen muss.

Der Einsatzleiter alarmierte daraufhin die Wolfsteiner Kollegen. Zusammen mit den Grafenauern machten sich neun Bergwachtmänner von Sagwasser aus auf den Weg, während Strössenreuther weiter die Spuren am Bach entlang verfolgte. Da der Weg von Sagwasser aus ebenfalls durch zum Teil eineinhalb Meter tiefen Schnee führte, was durch die mitgeführte Rettungsausrüstung noch anstrengender war, alarmierte Stockbauer die Feuerwehren Neuschönau und Altschönau nach, um um Unterstützung beim Abtransport zu bitten.

Die Feuerwehrler machten sich mit heißen Getränken dann ebenfalls auf den Weg.

Zwischenzeitlich hatte Stössenreuther die beiden Wanderer gefunden; die Frau stand bis zu den Knien, der Mann kniete bis zu den Hüften im Wasser des Baches und beide waren nicht mehr in der Lage, sich selbst zu befreien. Mit letzter Kraft zog er das Ehepaar in den Schnee und erledigte die Erstversorgung.

Nachdem nun der genaue Aufenthalt bekannt war, konnte Stössenreuther die entsprechenden Koordinaten durchgeben. Der ebenfalls alarmierte und sich bereits im Gebiet aufhaltende Polizeihubschrauber „Edelweiß“ konnte somit gezielt die Stelle suchen, erfasste mit dem Suchscheinwerfer auch die kleine Gruppe, fand aber keine Landemöglichkeit, so dass er unverrichteter Dinge wieder abdrehen musste.

Die beiden durchnässten und unterkühlten Wanderer wurden dann von den nachgekommenen Bergrettern mit Wärmepackungen versorgt und mit den Akias abtransportiert.

Da der Rückweg lange und nicht minder anstrengend war, wechselten sich Bergwacht und Feuerwehr ab, bis man die beiden den am Sagwasser wartenden Rettungswägen und dem zwischenzeitlich ebenfalls vor Ort wartenden Notarzt zum Transport in die Klinik übergeben konnte.

Sigi Stockbauer betonte anschließend, dass dieser für die Retter äußerst kräfteraubende Einsatz ohne die Hilfe der Feuerwehren Neu- und Altschönau noch schwieriger geworden wäre.


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Quellenangaben

Bergwacht Grafenau




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