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« zurück zur Übersicht | veröffentlicht am 16.12.2017 von Stephanie Bildl | 166 Klicksteilen auf

Außergewöhnlich spannende Pilzfunde

Grafenau. Seit diesem Jahr wird den Pilzen im Bayerischen Wald noch intensiver hinterhergejagt. Schließlich hat sich das 2017 gestartete Projekt Funga des Böhmerwaldes der Pilzforschung und -kartierung verschrieben. Dabei stehen nicht nur die Nationalparks Bayerischer Wald und Šumava im Fokus, sondern das komplette Dreiländereck. Für das bayerische Nationalparkgebiet haben die Forscher nun eine erste Bilanz gezogen. Und die kann sich sehen lassen.

Wurde bisher nie in Deutschland gesichtet: Dieser Helmling wurde nun 2017 am Ruckowitzschachten gefunden.Wurde bisher nie in Deutschland gesichtet: Dieser Helmling wurde nun 2017 am Ruckowitzschachten gefunden.

Insgesamt wurden heuer vier Pilzarten erstmals in Bayern nachgewiesen. Zwei davon wurden zuvor in ganz Deutschland noch nicht gesichtet. Für das Nationalparkgebiet gab es sogar über zehn Erstnachweise. „Das zeigt, welch hohe ökologische Qualität der Nationalpark aufweist“, resümieren die Nationalparkmykologen Claus Bässler und Peter Karasch.

Der Gelbe Kreiselblätterpilz wurde zuletzt 1975 in Franken entdeckt, bis zum Nationalparkfund in diesem Jahr.Der Gelbe Kreiselblätterpilz wurde zuletzt 1975 in Franken entdeckt, bis zum Nationalparkfund in diesem Jahr.

Das von der EU finanzierte Interreg-Projekt Funga des Böhmerwaldes setzt verstärkt auf Bürgerbeteiligung. So konnte etwa nahe Altschönau die äußerst seltene Böhmische Tramete (Fibroporia bohemica) nachgewiesen werden – erstmals im Freistaat. Diese Art benötigt alte, von Forstnutzung ungestörte Habitate als Lebensraum. Auch die Wiederbeweidung des Ruckowitzschachtens nahe Zwieslerwaldhaus hat positive Effekte. So wurde dort der bislang nur aus Skandinavien bekannte Helmling (Mycena pasvikensis) erstmals in der Bundesrepublik entdeckt. Auch der in Deutschland als echte Rarität geltende Gelber Kreiselblätterpilz (Stereopsis vitellina) wurde erstmals im Nationalpark gefunden. Der dottergelbe Moosbewohner wurde zuletzt 1975 in Franken gesichtet.

Die Böhmische Tramete wurde 2017 im Nationalpark Bayerischer Wald nachgewiesen – erstmals in Bayern.Die Böhmische Tramete wurde 2017 im Nationalpark Bayerischer Wald nachgewiesen – erstmals in Bayern.


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Informationen zur Firma/Organisation

Die Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald ist eine Behörde im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUG), Rosenkavalierplatz 2, 81925 München
Ort:Freyunger Str. 2
D-94481 Grafenau
Telefon:+49 8552 9600 0
E-Mail:
Website:www.nationalpark-bayerischer-wald.de


Quellenangaben

Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald




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