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« zurück zur Übersicht | veröffentlicht am 08.10.2017 von Sandra Brunnbauer | 928 Klicksteilen auf

Vom Hobby zum Beruf, bis hin zur Berufung - Einblick in die SANKAN Kampfkunstschule

Betritt man das Gebäude der Tanzschule „Fit&Dance“ in Heining, so wird man nach ein paar Treppenstufen bereits mit den Worten „Stockwerk 1 ist geschafft, einfach weiter den Treppen folgen, dann bist du gleich bei SANKAN“ begrüßt. Auch in den weiteren Stockwerken hängen Schilder, die nicht nur informativ, sondern auch sehr anspornend sind. Dass in der hier ansässigen Kampfkunstschule namens SANKAN die Themen Motivation und Erfolgserlebnisse großgeschrieben werden, wird mir schon im Treppenhaus bewusst, als ich mich auf die Suche nach Paul Gruber, dem Leiter der Kampfkunstschule, mache.

Bereits im Treppenhaus wird man nicht nur informiert, sondern auch motiviert.Bereits im Treppenhaus wird man nicht nur informiert, sondern auch motiviert.

Paul Gruber, der aus dem Grafenauer Raum kommt, besitzt bereits den 5. Dan (Schwarzgurt in Karate), betreibt Kickboxen auf dem 2. Level und ist Mitglied des Kampfkunstlehrer-Verbands. Zudem hat er als Karatelehrer schon das 4. von 5 möglichen Leveln erreicht. Doch wer jetzt denkt, dass der Kampfkunstlehrer bereits von Kindesbeinen an Karate betrieben hat, der irrt. In jungen Jahren interessierte sich Paul Gruber zwar für Judo, das war seinen Eltern zur damaligen Zeit allerdings zu gefährlich und auch finanziell eine zu große Belastung. Erst als er mit 33 Jahren mit seiner damals 6-jährigen Tochter einen Karatevortrag besucht hatte und sowohl er als auch seine Tochter sehr angetan davon waren, beschlossen die beiden, von nun an gemeinsam Karate zu trainieren und legten somit den Grundstein für Paul Grubers Kampfkunst-Karriere sowie für die Kampkunstschule. Während seine Tochter Wettkämpfe absolvierte, fungierte er als Coach und Kampfrichter, ehe er sich dazu entschloss, Lizenzen sowie den Trainerschein zu machen. Zudem absolvierte der studierte Betriebswirt, der lange Zeit im Marketing und Vertrieb für eine Firma tätig war, seinen Master im Budo-Management. Da es bei der Firma, bei der er zum damaligen Zeitpunkt tätig war, zu Umstrukturierungen kam, entschloss sich Paul Gruber, das Jobangebot von seinem damaligen Karatelehrer tatsächlich anzunehmen. Anstatt Paul Gruber einzustellen, riet ihm dieser aber, dass er sich selbstständig machen solle und bot ihm diesbezüglich seine Hilfe an. Gesagt, getan, gründete Paul Gruber im Jahr 2003 seine eigene Kampfkunstschule, bei der seine Kinder von Anfang an tatkräftig mitwirkten. Mittlerweile arbeiten für ihn vier Festangestellte sowie weitere Trainingsassistenten, so dass im Moment ganze 19 Trainer zu seinem Team gehören. Auch die Anzahl der Trainingsmitglieder hat sich stark erhöht, denn während im ersten Training der Kampfkunstschule, das damals noch mit Wurfzetteln beworben wurde, um die 15 Kinder mitmachten, treffen sich mittlerweile ganze 400 Kinder sowie 100 Erwachsene zum Karatetraining bei der Kampfkunstschule SANKAN.

Der Leiter der SANKAN-Kampfkunstschule, Paul Gruber.Der Leiter der SANKAN Kampfkunstschule, Paul Gruber.

Großen Anteil am pädagogischen Konzept der Trainingsstunden hat Paul Grubers Tochter, die ihr Lehramtsstudium erfolgreich abgeschlossen hat und ihren Vater nun im Unternehmen unterstützt. Erkenntlich wird dies auch in der Trainingsstunde der Little Tigers, also der fünf- bis siebenjährigen, die einmal im Monat einen Elternbrief zu verschiedenen Themen erhalten. Jedes Kind besitzt zudem eine Mappe, in der festgehalten wird, was im Laufe der Zeit gemacht wurde. Anhand des sogenannten Karatetigers, der viele Abenteuer erlebt und der schon in Asien trainiert hat, lernen die Kinder spielerisch sowohl Disziplin als auch nützliche Dinge fürs Leben. Jede Woche wird zudem beim sogenannten Mattengespräch, das circa drei Minuten dauert, ein bestimmtes Thema besprochen.

Die Little Tigers mit ihren Trainern beim Mattengespräch.Die Little Tigers mit ihren Trainern beim Mattengespräch.

In der heutigen Stunde geht es um den Umgang mit Fremden. Hierzu erhält jedes Kind ein Ausmalbild, auf dem der Kartetiger einer unbekannten Person begegnet und sich weigert, von dieser einen Lutscher anzunehmen. Nach der Gesprächsrunde geht es allerdings ordentlich zur Sache, denn nun sollen die Kinder im „Karategeschäft“ eine „Ware“ in Form von Trainingsgegenständen holen und sie mit Hampelmännern bezahlen. Mithilfe der Gegenstände wird anschließend ein Parcours aufgebaut, der von den Little Tigers absolviert werden soll. Diese Übung macht den Kindern nicht nur großen Spaß, es werden hier auch die motorischen Fähigkeiten, in denen viele Kinder Defizite aufweisen, geschult. 

Die Littel Tigers beim Absolvieren des Parcours.Die Little Tigers beim Absolvieren des Parcours.

Wichtig ist den Trainern aber vor allem, dass die Kinder zwar diszipliniert, allerdings ohne Drill mitmachen und dass jeder mit einem Erfolgserlebnis nach Hause gehen kann. Am Ende der Stunde vervollständigen die Kinder begeistert den Ausruf der Trainer „Wenn wir fleißig trainieren“ mit den Worten „dann werden wir noch besser“ und schließen die Trainingseinheit mit dem japanischen Gruß, den Worten „Arigato gozai mashta“ (Danke, dass du mit mir trainiert hast) – und natürlich mit einem Gummibärchen, das von den Trainern verteilt wird.

 

Ich habe nicht nur einen Einblick in die Trainingsstunde erhalten, sondern Paul Gruber auch zum Interview getroffen:

 

Wie kamen Sie auf den Namen SANKAN Kampfkunstschule?

„SANKAN ist ein Kunstwort: SAN ist das japanische Wort für drei und KAN für die Schule. Wir sind drei Freunde, die SANKAN damals gegründet haben mit einem komplett anderen Hintergrund. Die beiden anderen Freunde sind dann ausgestiegen und ich habe die Schule weiterlaufen lassen unter diesem Namen, da ich gesagt habe, jetzt sind wir schon so bekannt mit diesem Begriff, das wäre jetzt echt fatal, den Namen zu ändern. Ein Japaner hat zu mir mal gesagt, dass in Japan das Wort für einen Mann benutzt wird, der aus den Bergen kommt. Und da habe ich gesagt: Das passt ja wie die Faust aufs Auge.“

 

Warum sollte ich mein Kind zum Karatetraining schicken?

„Da gibt es viele Gründe. Vor allem die Themen Konzentrationsschulung, Koordinationsschulung, Motorikschulung, Augen-Ohren-Koordination, also alles, was in dem koordinativen Bereich ist, wird geschult. Man soll zudem Selbstvertrauen gewinnen, auch der soziale Aspekt ist sehr wichtig. Bei manchen muss man dafür sorgen, dass das Selbstvertrauen gestärkt wird, wir haben aber auf der anderen Seite Kinder, die ganz oben sind im Level, bei denen wir einfach versuchen müssen, sie runterzuholen. Gerade die Eltern wünschen sich auch, dass die Kinder Selbstverteidigung lernen, dass sie sich auch verteidigen können im Notfall.“

 

Warum betreiben viele Erwachsene Karate?

„Bei den Erwachsenen spielt das Thema Selbstverteidigung kurioserweise gar keine so große Rolle. Sie wollen eher fit werden, fit bleiben und vor allem geistig fit bleiben. Der gesundheitliche Effekt spielt bei den Erwachsenen eine wesentliche Rolle, viele nutzen Karate auch als Ausgleich für Stress.“

 

Ab welchem Alter ist man für Karate geeignet?

„Unsere Kleinsten sind drei bis vier Jahre alt, das sind unsere Mini-Tigers. Idealerweise fängt man als Kind mit fünf Jahren an. Meine älteste Teilnehmerin ist 84 Jahre alt, die hat mit 74 angefangen.“

 

Welche Kampfkunstarten bieten Sie neben Karate zusätzlich an?

„Wir bieten sonst noch Thai Chi, BodyCross sowie Fit’n‘Fun-Boxen an, wenn man das als Kampfkunst bezeichnen möchte. Und dann habe ich seit einem Jahr in Grafenau etwas Besonderes, das hat jetzt nichts mit Köln (Anm. d. Red. Übergriffe in der Silvesternacht) zu tun, ist aber genau zu dem Zeitpunkt entstanden. Ich habe dort eine reine Selbstverteidigungsgruppe, die nur Selbstverteidigung macht. Da habe ich die ganzen Elemente, die man so in Karate macht, komplett rausgenommen und da geht es wirklich nur darum, wie kann ich mich selbst verteidigen.“

 

Wer jetzt Lust bekommen hat, Karate einfach mal auszuprobieren, der kann jederzeit und insgesamt zwei- bis dreimal zu einem Probetraining vorbeikommen, ehe ein Mitgliedsbeitrag von 49 Euro pro Monat anfällt. Die Kampfkunstschule bietet Kurse in Grafenau, Freyung, Röhrnbach, Waldkirchen, Passau, Hutthurm, Hofkirchen und Schöllnach an. Informationen zu den Terminen und einzelnen Standorten gibt es im Internet unter www.karate-gruber.de.


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Informationen zur Firma/Organisation

Sie interessieren sich für anspruchsvolle Kampfkunst und Karate in hoher Qualität? Dann sind Sie in der SANKAN Kampfkunstschule richtig. Bei uns finden Sie fachlich kompetente, zuverlässige Ansprechpartner und ausgebildete Kampfkunstlehrer.
Ort:Schwarzmaierstraße 61
D-94481 Grafenau
Telefon:+49 9928 90 35 50
E-Mail:
Website:www.sankan.de


Quellenangaben

Bericht & Fotos: Sandra Brunnbauer




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