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« zurück zur Übersicht | veröffentlicht am 29.07.2017 von Stephanie Bildl | 273 Klicksteilen auf

Erster Fairtrade Landkreis in Niederbayern

Zwiesel. „Wir positionieren uns als weltoffener Landkreis und wollen unserer Vorbildfunktion gerecht werden“, sagte Landrat Michael Adam bei der Sitzung des Kreistages des Landkreises Regen am Mittwoch, 19. Juli, in Zwiesel. Die Kreisräte hatten sich im Gymnasium zur traditionellen Grenzlandfestversammlung getroffen. Bereits der erste Tagesordnungspunkt war dabei ein Punkt zur Freude: Als erster niederbayerischer Landkreis darf sich der Landkreis Regen nun offiziell Fairtrade Landkreis nennen.

Landrat Adam erklärte den Räten, wie es dazu kam. Nachdem sich das Gremium bereits vor einigen Monaten dafür ausgesprochen hatte, sich um diesen Titel zu bewerben, mussten Kriterien eingehalten werden. Dabei gab es einfache Punkte zu beachten, wie etwa, dass im Landratsamt zwei Fairtrade Produkte zum Einsatz kommen, bishin zu komplexeren Punkten, wie der Beteiligungen von Schulen, Vereinen und Kirchengemeinden. „Anfangs hatten wir die Befürchtung, dass nicht alle mitmachen wollen“, erklärte der Landrat, doch die Praxis überraschte dann doch. Es beteiligen sich wesentlich mehr Betriebe und Organisationen als gefordert und so überreichte der Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz die Anerkennungsurkunde an den Landrat. Holz erklärte in einer kurzen Ansprache die Notwendigkeit von fairem Handel und forderte, dass „Solidarität ein normaler Begriff sein muss.“ Er begrüßte es, dass nun auch im Landkreis Regen Solidarität und fairer Handel eine wichtigere Rolle spielen werden. Er hoffe zudem, dass sich auch mehr Bürger dazu entschließen, mehr fair gehandelte Produkte zu erwerben und nannte hier die Nachbarländer Schweiz und Österreich. Bei den Eidgenossen kauft demnach jährlich jeder Bürger Fairtradeprodukte für rund 69 Euro pro Jahr, bei den Österreichern immerhin noch für 30 Euro und in Deutschland lediglich für 13 Euro. „Hier gibt es noch Luft nach oben“, meinten Adam und Holz.

Landrat Michael Adam (2.v.li.) und Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz mit Miriam Lange (li.) und Kathrin Baumann aus der Fairtrade-Steuergruppe
Landrat Michael Adam (2.v.li.) und Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz mit Miriam Lange (li.) und Kathrin Baumann aus der Fairtrade-Steuergruppe

Im zweiten Tagesordnungspunkt beschäftigten sich die Kreisräte mit der Errichtung eines Facharztzentrums an der Arberlandklinik in Viechtach. Krankenhausvorstand Christian Schmitz erklärte, dass ein solches Zentrum mit Blick auf die künftige fachärztliche Versorgung dringend notwendig sei. Dabei gebe es verschiedene Möglichkeiten, dieses Ziel zu erreichen. Dies reiche vom Eigenbau durch den Landkreis, über eine Investortätigkeit mit Erbpacht bis hin zur Investortätigkeit auf einem vom Landkreis verkauften Grundstück. Ein Wirtschaftsprüfungsunternehmen habe alle Optionen geprüft und empfehle nun das Facharztzentrum von einem Investor in Erbpacht errichten zu lassen. Dieser Empfehlung schlossen sich die Kreisräte an. Ein Investorenauswahlverfahren soll nun klären, welcher Investor zum Zug kommen kann.

Danach beschäftigten sich die Räte mit dem Beteiligungsbericht. Der lag den Kreisräten schriftlich vor. Nachfragen gab es keine und so wurde das Dokument zur Kenntnis genommen. Einstimmig wurde anschließend die Finanzierungszusage für die Unterstützung der Sanierung des Eisstadions Regen bis ins Jahr 2020 verlängert. Eigentlich hätten alle Maßnahmen bis Ende des laufenden Jahres abgeschlossen werden sollen, doch dies sei durch veränderte Förderkriterien nicht möglich gewesen.

Zu guter Letzt beschäftigte sich das Gremium noch mit der Kulturförderung des Landkreises. Nachdem sich auch hier Veränderungen im Rahmen der überregionalen Förderungen ergeben haben, könnte man nicht mehr wie bisher über die Förderung im Rahmen des Haushaltes beschließen. Insofern soll künftig ein Kulturbeirat über die Unterstützung beschließen.

Bevor die Kreisräte das Grenzlandfest besuchen konnten, informierte Landrat Adam auch darüber, dass es am 1. Dezember eine Sondersitzung des Kreistages geben soll. Dann soll sein Nachfolger oder seine Nachfolgerin ins Amt eingeführt werden. 


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Informationen zur Firma/Organisation

Der Landkreis Regen ist der nördlichste Landkreis des bayerischen Regierungsbezirks Niederbayern. Im Norden grenzt er an die Oberpfalz, im Nordosten an Tschechien. Das Kreisgebiet wird ganz vom Bayerischen Wald bedeckt. Landkreis und Kreisstadt sind nach dem Fluss Regen benannt, dessen Quellfluss Schwarzer Regen das Kreisgebiet von Ost nach West in einem weiten Bogen durchzieht.
Ort:Poschetsrieder Straße 16
D-94209 Regen
Telefon:09921 601122
E-Mail:
Website:www.landkreis-regen.de


Quellenangaben

Landratsamt Regen




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