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« zurück zur Übersicht | veröffentlicht am 03.06.2017 von Stephen Hahn | 1015 Klicksteilen auf

Heimat-Liebe: Christoph Berger, Thailand

Vom Bayerischen Wald aus in die weite Welt, das war die Devise von Christoph Berger nach dem Abitur. Heute leitet er in Thailand als Chief Operating Officer die Hotelsparte eines Investmentfonds aus Singapore, wie er im Interview mit WAIDLER.COM berichtet.

 

Wo sind Sie in der Region aufgewachsen?

Aufgewachsen bin ich in Waldkirchen. Dort bin ich auch bis zum Abitur in die Schule gegangen.

 

Wo sind Sie jetzt? Was machen Sie dort?

Ich lebe seit über 10 Jahren in Phuket, Thailand, einer Insel ca. 1.000 km süd-westlich von Bangkok gelegen. Ich leite für einen Investmentfonds aus Singapore die Hotelsparte. Der Fonds besitzt und betreibt Hotels in Thailand, Myanmar, Australien und auf den Malediven.

The Nai Harn Hotel in Phuket - Arbeitsplatz mit Aussicht

 

Was ist Ihr Lieblingsort in der alten Heimat?

Nach wie vor finde ich Waldkirchen am schönsten und speziell die vielen Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten, die man in Waldkirchen und der Umgebung vorfindet.    

 

Welcher Ort fasziniert Sie in Ihrer neuen Heimat?

Ich finde Bangkok unheimlich spannend. Die Stadt bietet eine Mischung aus Ost und West und ist daher sehr kontrastreich. Auf der einen Seite offene Garküchen an der Straße, buddhistische Tempel sowie bunte Märkte und auf der anderen Seite tolle Restaurants für jeden Geschmack, futuristisch aussehende Hochhäuser und klimatisierte Einkaufszentren. Zudem gefällt mir das organisierte Chaos, das in Bangkok zu jeder Tages- und Nachtzeit herrscht.

 

Christoph Berger und seine Frau beim Besuch eines buddhistischen Klosters

 

Was schätzen Sie an der Mentalität in der alten Heimat?

Ich schätze die Bodenständigkeit, die Freundlichkeit und die Direktheit der Leute.   

 

Welche neuen, für Sie persönlich wertvollen Charaktereigenschaften haben Sie bei Menschen an Ihrem aktuellen Lebensmittelpunkt kennengelernt? Was ist komplett anders?

Thais nehmen vieles gelassener als wir Europäer. Selbst wenn Dinge nicht so laufen wie sie sollten, findet man nie einen Thai, der laut wird und sich beschwert. Zudem sind Thais sehr darauf bedacht, ihr Gesicht zu wahren und werden Fremden daher nie zu verstehen geben, was sie genau über eine Sachen denken, denn es könnte ja falsch sein und sie dadurch ihr Gesicht verlieren.    

Bangtao-Strand in Phuket

 

Wie viel Heimat steckt noch in Ihnen? Kommen Sie manchmal zurück, um aufzutanken?

Ich schaue zwei- bis dreimal pro Jahr daheim vorbei, um Familie und Freunde zu besuchen, aber meinen Lebensmittelpunkt habe ich in Thailand. Ich hoffe jedoch, dass ich in 10 bis 15 Jahren meine Zeit zwischen Europa und Thailand teilen kann.  

 

Wenn Sie Ihre Heimat-Liebe in Worte fassen sollen, dann sagen Sie ...?

Gehe in die Welt, um zu erfahren, was Heimat ist.

 

Vielen Dank für das Gespräch.



Quellenangaben

Fotos: Christoph Berger




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