Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren

Aktuelles

« zurück zur Übersicht | veröffentlicht am 10.05.2017 von Daniela Tanzer | 526 Klicksteilen auf

Ausbildungstour Kraftfahrzeug und Heizungstechnik

ARBERLAND REGio GmbH und Innungen nehmen Nachwuchsgewinnung in die Hand

 

Am 29. Mai startet das Regionalmanagement der ARBERLAND REGio GmbH zusammen mit den Innungen eine Ausbildungstour, die Jugendliche ab der achten Klasse im Rahmen von spannenden Betriebsbesuchen für die Berufsbilder des Kraftfahrzeugmechatronikers und Anlagenmechanikers für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik begeistern will.

Zwei Dinge haben das heimische KFZ- und SHK-Handwerk in diesen Tagen gemeinsam: Wachsende Zukunftschancen durch Technologisierung und starke Lehrlingsrückgänge. „Wir sind an einem Punkt“, so Regens Landrat Michael Adam, „an dem die stark rückläufigen Schülerzahlen in diesen Ausbildungsberufen eine Beschulung am Berufsschulstandort Regen gefährden. Der Wegfall eines oder beider Berufe wäre für unsere Region und das Handwerk ein schwerer Schlag“. Herbert Unnasch, Chef der ARBERLAND REGio GmbH, beobachtet die Entwicklung mit ähnlicher Besorgnis: „Ist die Ausbildung im Landkreis nicht mehr möglich, wandern nicht nur potenzielle Azubis, sondern irgendwann auch die Betriebe ab.“ Um dieses Szenario zu stoppen und bei der Nachwuchsgewinnung neue Wege zu gehen, trafen sich Vertreter der Innungen und des Landkreises zu einem Gespräch bei der ARBERLAND REGio GmbH.

Hier berichtete Regionalmanager Stephan Lang vom Konzept der Ausbildungstour, das die ARBERLAND REGio GmbH zusammen mit dem Netzwerk Glas erfolgreich für die Glasbranche durchführt: Im Rahmen von Betriebsbesuchen der Netzwerk Glas Betriebe und der Glasfachschule lernen die Jugendlichen die attraktiven Ausbildungsberufe rund um das heimische Glashandwerk kennen. Aufgrund wachsender Beliebtheit der Betriebsrundfahrt wurden 2017 sogar Zusatztermine angeboten. „Von einer Ausbildungstour durch heimische Betriebe könnten auch das KFZ- und SHK-Handwerk profitieren“, so Unnasch und Lang. In Kooperation mit den Innungen soll nun am 29. Mai eine Tour durch vier Ausbildungsbetriebe interessierten Schülern im Landkreis die beiden Handwerksberufe und ihre Karrierechancen vorstellen.

Dass beide Branchen hervorragende Berufsperspektiven eröffnen, darüber waren sich die Anwesenden einig. Es sei, ähnlich wie bei anderen Handwerksberufen, lediglich die Außenwirkung, die ein wenig „Politur“ benötige: Viele Eltern, so berichtete Armin Weishäupl, Innungsmeister der SHK-Innung Deggendorf, die auch den Landkreis Regen abdeckt, hätten Sorge, dass ihr Sohn oder ihre Tochter tagein, tagaus auf dem Bau Schlitze klopfen müsse. Dabei seien Arbeitsbereiche wie Solartechnik, Energieberatung, Erdwärme, Digitalisierung, „Smart Home“ und der sichere Umgang mit Planungssoftware, wie z.B. Bädertechnik, essenzielle Bestandteile der modernen SHK-Ausbildung. „Man erlernt einen innovativen, zukunftsgerichteten Beruf mit vielfältigen Aufstiegs- und Spezialisierungsmöglichkeiten. Zudem hat man gegenüber einem Industrieberuf stets die Chance, sich selbständig zu machen“, fasste SHK-Vorstandsmitglied Josef Achatz zusammen.

Ganz ähnliche Aussichten bietet auch das KFZ-Handwerk. Zwischen 2020 und 2025 rechnet die Branche mit drei Megatrends, die Arbeit und Ausbildung unmittelbar beeinflussen werden: Alternative Antriebe, zunehmende Digitalisierung und autonomes Fahren. „Das Kraftfahrzeug wird immer mehr zum geschlossenen System. Hier kann der Laie bald gar nichts mehr selbst reparieren“, prognostizierte Michael Grassinger sen., Bezirksvorsitzender Regen der KFZ-Innung Niederbayern. Mit Zusatzqualifikationen in erweiterter Computerdiagnostik und Akkutechnik erscheint der KFZ-Mechaniker der Zukunft als zweiter IT-Fachmann. Schon jetzt müsse man deshalb notwendige Nachwuchsgrundlagen schaffen, damit die hochtechnologisierten Kunden der kommenden Jahre eine optimale Versorgungsstruktur vorfinden: „Direkt in den Betrieben können sich die jungen Leute am besten ein Bild davon machen, was heute schon alles möglich ist. Wenn man selbst einmal Hand anlegen darf, baut das Berührungsängste ab und weckt die Neugierde und Begeisterung für den Beruf“, freut sich Grassinger.

Das Regionalmanagement der ARBERLAND REGio GmbH wird durch das Bayerische Staatsministerum der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat gefördert.



Informationen zur Firma/Organisation

Der Landkreis Regen – das ARBERLAND – hat mit der institutionalisierten Einbindung von Wirtschaft und Kommunen die ARBERLAND REGio GmbH gegründet und damit die Kompetenzen von Regionalmanagement, Wirtschaftsförderung und Tourismusförderung unter einem Dach zusammengeführt.
Ort:Amtsgerichtstraße 6 – 8
D-94209 Regen
Telefon:+49 (0) 9921 / 96 05 - 2222
E-Mail:
Website:www.arberland-regio.de


Quellenangaben

Arberland Regio, Miriam Lange




Kommentare



⇑ nach oben