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« zurück zur Übersicht | veröffentlicht am 24.04.2017 von Stephanie Bildl | 424 Klicksteilen auf

Deutsches Online-Glücksspiel zwischen Boom und Herausforderung

Zweifelsohne hat das Online-Glücksspiel in Deutschland keinen leichten Stand. So beschwerlich der Weg aus der Grauzone aber auch sein mag, ist nicht daran zu denken, dass nächstens alle Welt die Flinte ins Korn wirft. Warum auch? Der Markt boomt. Die Online-Casinos erfreuen sich großer Beliebtheit und werden weiterhin nach besten Kräften versuchen, die in sie gesetzten Erwartungen nicht zu enttäuschen.

 

Domäne der Männer

Das Angebot ist verlockend. Online-Casinos wie Guts.com warten sowohl mit klassischen Tischspielen à la Baccarat, Black Jack, Roulette und Poker als auch mit Spielautomaten jedweder Art auf. Von herkömmlichen Slots über Video Slots bis hin zu 3D Slots ist alles vertreten, worauf Männer abfahren. 

Ja, es ist kein leeres Geschwätz. Repräsentative Umfragen bestätigen, dass in Deutschland 9,6 Prozent der Männer fürs Glücksspiel im Netz schwärmen, während nur 2,9 Prozent der Frauen dieses Steckenpferd reiten. Insofern überrascht es wenig, dass die Glücksspielindustrie namentlich um die Gunst der holden Weiblichkeit buhlt. Unter einem Unstern scheinen diese Bemühungen nicht zu stehen. Haben die Frauen nämlich erst einmal Blut geleckt, entpuppen sie sich rasch als überaus dankbares Publikum. Gemessen an den Mannsbildern braucht es bei ihnen weit weniger lang, um eine richtige Passion fürs Online-Glücksspiel zu entwickeln. Dies wiegt umso mehr, als die Deutschen generell erst im Alter von 36 bis 45 Jahren das Glücksspiel im Netz so richtig für sich entdecken. Dafür sind dann 4,8 Prozent dieser Altersgruppe online aktiv.

Den Einstieg ins Online-Glücksspiel erleichtern die Willkommensboni. Gegen sie ist absolut nichts einzuwenden, solange sich die Bonuspolitik als fair und transparent erweist. Der Neukunde muss sich im Klaren sein, dass Bonuspakete an Umsatzbedingungen geknüpft sind.

  

Dopamin-Dusche im Gehirn

Dopamin ist einer jener Botenstoffe, die im Gehirn bei Spielgewinnen vermehrt freigesetzt werden und mit Glücksgefühlen einhergehen. Es aktiviert das Belohnungssystem im Gehirn nach und nach selbst dann, wenn ein Gewinn lediglich in Aussicht steht. So ist ein Umgebungsreiz wie das Klingeln der Spielautomaten für das Dopamin Grund genug, zum nächsten Spiel aufzurufen.

Diese als Spielsucht bekannte Konditionierung des Gehirns ist auszuschließen, wenn der präfrontale Cortex das Zepter schwingt. Er ist sozusagen der Steuermann im Gehirn. Die Crux ist bloß, dass er erst etwa im 21. Lebensjahr voll funktionstüchtig ist. Bis die Vernunft also von sich aus ins Geschehen eingreift, ist es ratsam, bewusst mit Maßen dem Online-Glücksspiel zu frönen.  

 

Der Rubel rollt

Welche Umsätze mit dem Online-Glücksspiel in Deutschland erzielt werden, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen. Immerhin haben die meisten Anbieter aus juristischen und steuerlichen Gründen ihren Sitz im Ausland und bedienen von dort aus eine Reihe von Ländern. Des ungeachtet steht außer Frage, dass die Umsätze der Glücksspielindustrie mit Onlinespielen unaufhörlich steigen. Davon zeugt etwa die Tatsache, dass in Deutschland allein die Zahl der Online-Slots zwischen 2012 und 2014 um rund 46 Prozent gestiegen ist. 

Eine 2014 veröffentlichte Studie zählt mehr als 260 Anbieter mit über 670 Webseiten, die deutsche Kunden zum Glücksspiel einladen. Den Bruttospielertrag, also die Summe der Einsätze abzüglich der ausgezahlten Gewinne, beziffert eine vorsichtige Schätzung aus dem Jahr 2012 auf 1 Milliarde Euro. Die 357.322 aktiven deutschen Online-Pokerspieler des Jahres 2013 sind ein weiteres Indiz dafür, dass die Online-Casinos in Sachen Finanz keinen Grund zur Klage haben und rosigen Zeiten entgegensehen.  

 

Ins Schwarze treffen

Im Prinzip ist die Sache rasch beantwortet. Gute Dienste tut jedes Online-Casino, das für legales und faires Spiel bürgt.

Auch wenn Schleswig-Holstein aus der Reihe tanzt und etliche Spiellizenzen vergeben hat, ist an sich das Glücksspiel laut Glücksspielvertrag von 2012 ausschließlich staatlichen Spielbanken erlaubt. Online-Casinos mit Sitz im Ausland wie in Alderney, Malta oder Gibraltar dürfen ihren Service allerdings in ganz Europa anbieten.

Zum seriösen Auftritt gehört neben einer gültigen Lizenz und technischer Sicherheit durch Zahlungsmethoden wie PayPal der Ausschluss der Manipulation. Die richtige Implementierung des PRNG-Algorithmus garantiert die Fairness und Unvorhersehbarkeit der Spiele. Die Funktionsweise dieser PRNGs, also der Pseudozufallszahlengeneratoren, überprüfen bei regulierten Online-Casinos externe Instanzen. Damit ist definitiv ausgeschlossen, dass die Gewinnmargen der Anbieter und die Chancen der Spiele voneinander abweichen.  





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