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Aktuelles

« zurück zur Übersicht | veröffentlicht am 16.01.2017 von Stephanie Bildl | 1296 Klicksteilen auf

Turbulentes Wochenende für die Grafenauer Bergwachtler

Am Freitag lud Bereitschaftsleiter Harald Keller die Mitglieder der Bergwacht Grafenau zur monatlichen Dienstbesprechung ein, die wegen der „Heiligen Drei Könige“ um eine Woche verlegt werden musste.
Ausbildungsleiter Matthias Stockbauer hängte dann gleich noch eine kurze theoretische Ausbildung „Winterrettung“ an, um im Zeitplan zu bleiben; der praktisch Teil „Motorschlitten“ wurde auf Grund der aktuell sehr guten Schneelage kurzfristig für den Sonntag anberaumt.
Für Samstagabend planten die Kameraden mit „Kind und Kegel“ ein Wintergrillfest, das an die Stelle der früheren Nikolausfeier getreten ist.

Doch frei nach dem Motto „erst die Arbeit, dann das Vergnügen“ kam um 14.06 Uhr ein Einsatzbefehl durch die Integrierte Leitstelle Passau: Skiunfall in Langfurth.
Ein Skifahrer war von einem Hüttendach gestürzt und zum Abtransport wurde die Bergwacht benötigt.
Matthias Stockbauer und Maria Wittensöllner, die privat in der Nähe waren, machten sich sofort auf den Weg zum Unfallort, während die Bergretter Thomas Mixa, Dr. Bodo Strößenreuther und Anton Schmeller in Rekordzeit das Einsatzfahrzeug samt Akja und Motorschlitten zur Abfahrt bereit machten und starteten.
Der Dienst habende Einsatzleiter des Einsatzleitbereichs Nationalpark, Siegfried Stockbauer, fuhr unterdessen sofort im Einsatzleiterfahrzeug nach Langfurth.
Matthias Stockbauer klärte während dessen die Lage vor Ort:
Zwei jugendliche Einheimische waren auf ein von einer Seite tief eingeschneites Hüttendach gefahren um zu erkunden, ob man das Ganze als Sprungschanze verwenden kann. Dabei rutsche einer der beiden aus, fiel ca. fünf Meter in die Tiefe und landete unglücklicher Weise nicht im Tiefschnee, sondern auf dem freigewehten Boden auf dem Rücken. Da sich für Matthias Stockbauer der Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung erhob, bat er den Einsatzleiter, einen Hubschrauber anzufordern. Doch wegen der schlechten Witterungsbedingungen konnte dieser nicht eingesetzt werden.

Zwischenzeitlich wurde die vorab von der Leitstelle alarmierte Notärztin per „Schneekatze“ zum Verletzten gebracht und ein Rettungswagen versuchte, näher an den Patienten heran zu fahren, blieb aber im Schnee stecken, so dass von der Intergierten Leitstelle Passau ein zweites Fahrzeug nach Langfurth geschickt werden musste.
Zwischenzeitlich trafen dann der Einsatzleiter und das Rettungsteam der Bergwacht Grafenau ein und fuhren mit dem Motorschlitten, den Akja im Schlepptau, zur Unfallstelle.
Der Jugendliche konnte nun rasch versorgt und im Akja zur Talstation abtransportiert werden, was sich allerdings– bedingt durch den Tiefschnee – recht schwierig gestaltete.
Dort wurde er dann der Obhut des zweiten Rettungswagens und der Notärztin zum Transport in die Klinik übergeben.

Um 16.30 Uhr hatten die Bergwachtler das benötigte Gerät wieder in der Rettungswache verstaut und wären für einen erneuten Einsatz bereit gewesen.
Doch nun durften sie sich ohne weiteren Notfall dem Vergnügen widmen.


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Quellenangaben

Bergwacht Grafenau




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