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Nicole Blab und Jiri Hlusek auf dem Podest
geschrieben von Carina Friedl am 14.05.2008
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Spiegelau/Grainet. Bei der internationalen
deutschen Meisterschaft im Kickboxen gingen aus den Reihen der
Bayerwaldkämpfer Theresa Schinabeck, Nicole Blab, Sebastian Knödlseder
und Jiri Hlusek an den Start und - mit Blab und Hlusek holten zwei von
ihnen Silber!

Nach den überwiegend schwachen Vorstellungen bei den
Austrian Classics vier Wochen vorher, bei dem keiner der Waldler seine
Normalform erreicht hatte, war man im Team auf Wiedergutmachung aus.
„Kampfzwerg“ Thesi Schinabeck hatte aus Österreich sogar ohne Kampf
abreisen müssen, weil ihre Gewichtsklasse dreimal nach hinten
verschoben wurde und der Start ihrer Gewichtsklasse erst nach 22 Uhr
vorgesehen war. Trotz schlechter Organisation konnte man den
Veranstaltern aber keine Schuld an den gezeigten Leistungen geben.
So
fuhr man mit gemischten Gefühlen nach Ebern, wo dieses Jahr die
„internationale Deutsche“ ausgetragen wurde. Als erster Spiegelauer
griff Sebastian Knödlseder in der Klasse Junioren bis 74 Kilogramm in
das Geschehen ein. Er erwischte kein gutes Los, hatte mit dem Ungarn
Tamas Imre gleich einen exzellenten Kämpfer gegen sich, der ihm nicht
den Hauch einer Chance ließ und noch in der 1. Runde den Kampf
vorzeitig durch technischen K.o. gewann. In der Damenklasse bis 55
kg traf Theresa Schinabeck auf die Österreicherin Stefanie Seissl. In
einer spannenden Auseinandersetzung ging die Österreicherin schnell in
Führung und baute diese durch ihre konsequenten Fußangriffen stetig
aus. Erst zum Ende der ersten Kampfhälfte konnte sich die
Neuschönauerin, die für den TSV Spiegelau startet, besser auf ihre
Gegnerin einstellen und mit aggressiven Kontertechniken punkten. In der
2. Runde sahen die Zuschauer einen hochklassigen Kampf, in dem die
Spiegelauerin kurz vor Ende der Begegnung in Führung ging. Aber statt
den Anweisungen von Trainer Ralf Cebulla zu folgen und auf klare
Kontermöglichkeiten zu warten, riskierte die „junge Wilde“ zu viel und
verlor noch in letzter Sekunde durch einen Fußkick zum Kopf mit 13:15.
Kaderkämpferin Nicole Blab ging bei den Damen bis 65 kg an den Start.
Blab zeigte sich von Beginn an hoch konzentriert und dominierte das
Kampfgeschehen gegen die Ungarin Brigitta Bernatsky. Ähnlich dem
bayerisch-ungarischen Aufeinandertreffen in der Juniorenklasse, nur mit
umgekehrten Vorzeichen, wurde der Kampf durch technischen K.o. - in
diesem Fall für die Landkreis-Kickboxerin beendet. Mit dieser
konzentrierten Kampfweise konnte sich die Graineterin für das Finale
qualifizieren in der ihr mit der Schweizerin Patrizia Berlingeri eine
erfahrene und starke Gegnerin gegenüber stand. Konnte Blab in der
ersten Phase des Kampfes noch mitpunkten, wusste sich die Schweizerin
mit zunehmender Kampfdauer auf ihre Gegnerin einzustellen und mit
gekonnten Faust-Fußkombinationen den Punkteabstand permanent
auszubauen. Zwar hielt Blab mit offensivem Kampfstil dagegen, jedoch
konterte die Schweizerin hervorragend, so dass die Deutsche letztlich
mit 12:19 Punkten unterlag und sich mit der Silbermedaille
zufriedengeben musste.
Den Abschluss aus den Reihen der
Landkreis-Kickboxer bildete Jiri Hlusek in der Gewichtsklasse bis79 kg.
In der 1. Runde traf er auf Johannes Hultsch. Von Beginn an zeigte sich
ein Klassenunterschied, und der Spiegelauer siegte schließlich durch
technischen K.o.. Motiviert durch diesen klaren Sieg, konnte Hlusek
auch in der Folge überzeugen und sich bis ins Finale vorkämpfen. Hier
stand ihm mit Christian Lohmann einer der deutschen Topkämpfer
gegenüber, der zwar auf seinem Weg ins Finale seine Kämpfe meist nur
knapp, jedoch immer gegen starke Gegner, gewonnen hatte. Lohmann
startet voll konzentriert in den Fight und zeigte erneut eine
beeindruckende Leistung. Hlusek kam mit der aggressiven Kampfweise
seines Kontrahenten kaum zurecht, fand selbst nicht in den Kampf und
musste sich am Ende klar geschlagen geben. Letztlich durfte er sich
aber über eine doch unerwartete Silbermedaille freuen. Schmerzlich
vermisst wird in den Reihen des TSV Spiegelau Robert Knödlseder. Der
dienstlich verhinderte Ausnahmekämpfer sorgt ansonsten sowohl im
Training wie auch in den Wettkämpfen allein durch seine Leistung immer
für Ansporn. Für den nächsten Höhepunkt, die deutschen Meisterschaften
in Siegen, verbleiben den Aktiven und ihren Betreuern noch drei Wochen
Vorbereitungszeit. Im TSV-Lager hofft man natürlich, dass die
Ergebnisse der int. deutschen Meisterschaften für zusätzliche
Motivation sorgen und sich in den Platzierungen bei der „Deutschen“
auswirken wird. ceb/kl
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