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Drei Meistertitel für die Kickboxer
geschrieben von Carina Friedl am 14.03.2008
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Drei Meistertitel für die Kickboxer
Dazu zwei Silbermedaillen - Bayerwaldler bei der „Bayerischen“ im Semikontakt erfolgreich

Spiegelau/Grainet. Bei den bayerischen
Meisterschaften im Semikontakt-Kickboxen haben die fünf qualifizierten
Bayerwaldkämpfer am Samstag in München ein beeindruckendes Ergebnis
abgeliefert: Alle erreichten in ihren Klassen das Finale und unter dem
Strich kamen drei Gold- und zwei Silbermedaillen heraus! Für Robert
Knödlseder war es der letzte Wettkampf bevor er im Rahmen des
Bundeswehreinsatzes nach Afghanistan kommandiert wird. Er, der als
einziger Landkreis-Kickboxer vor Wochenfrist bei den Irish Open als
Silbermedaillengewinner auf dem Stockerl stand, überzeugte in seiner
Gewichtsklasse (Herren bis 84 kg) von Beginn an und ließ seinen Gegnern
nie den Hauch einer Chance. Im Finale traf er auf Ex-Weltmeister Daniel
Gärtner, dem es aber ebenfalls nicht gelang, die Angriffe des
Spiegelauers entscheidend zu stören.Zu Beginn der 2. Runde forderte
Trainer Ralf Cebulla vom Spiegelauer Nationalkämpfer noch
variantenreicher zu kämpfen. Knödlseder setzte die Anweisungen um und
verdiente sich den bayerischen Meistertitel mit sieben Punkten
Vorsprung. Jiri Hluseks Formkurve zeigte zwar seit Wochen nach oben,
doch dass auch er (Klasse bis 79 kg) den Titel des bayerischen Meisters
holen würde, war nicht zu erwarten gewesen. Doch der Spiegelauer
überzeugte durch aggressive Kampfweise und schöne Fußkombinationen. Im
Finale gegen Mehmet Sen siegte er durch technischen K. o. bereits in
der 1. Runde. Unverkennbar war, dass Hluseks hartes Zusatztraining mit
Robert Knödlseder Früchte trägt. Theresa Schinabeckstartete bei der
„Bayerischen“ erstmals in der Damenklasse bis 55 kg. Die 16-Jährige,
die international noch bei den Junioren antreten kann, stand ihren
beiden Vereinskameraden in nichts nach. Im Finale traf sie auf die als
gute Fußtechnikerin bekannte Julia Seitz aus Seubersdorf. Diesen
Pluspunkt der Gegnerin machte Theresa Schinabeck vor allem mit tollen
Kontertechniken mehr als wett. Die Neuschönauerin punktete ein ums
andere Mal mit ihrer schnellen hinteren Faust und machte es ihrem
Teamkollegen Jiri Hlusek gleich, in dem sie das Finale durch
technischen K. o. für sich entschied und so für Titel Nummer 3 sorgte. Der
Finalkampf in der Gewichtsklasse bis 65 kg führte - wie schon beim
Bayernpokal - Susanne Platten und Kaderkämpferin Nicole Blab zusammen.
Nicole versuchte konzentrierter als zuletzt an die Sache heranzugehen.
Es entwickelte sich ein spannender Kampf, in dem die Graineterin die 1.
Runde dominierte, die 2. Runde aber der Kämpferin aus Seubersdorf
überlassen musste. So stand es am Ende der Kampfzeit 19:19 und es ging
in die Verlängerung. Die Bayerwaldkämpferin schaffte es hier nicht,
ihre Gegnerin zu stellen und kurz vor Schluss musste sie den
entscheidenden Treffer hinnehmen und verlor das Finale. Als letzter der
Bayerwaldkämpfer ging Sebastian Knödlseder in der Juniorenklasse bis 74
kg auf die Kampffläche. Nach anfänglicher Nervosität zeigte sich der
„kleine“ Knödlseder ähnlich souverän wie sein großer Bruder Robert.
Gebremst wurde er erst im Finalkampf durch den erfahrenen Stefan Tautz
aus Bad Abbach. Sebastian gelang es am Ende nicht ganz, in die
Fußstapfen seines Bruders zu treten, doch durfte er sich über die
Silbermedaille freuen. Trotz dieses großartigen Erfolgs mit drei
bayerischen Meistertiteln und zwei Vizemeistern fuhr man mit einem
lachenden und einem weinenden Auge nach Hause. Für die nächsten vier
Monate fehlt mit Robert Knödlseder der Topkämpfer, der sowohl bei den
Meisterschaften wie auch im Training schmerzlich vermisst werden wird.
Am kommenden Wochenende geht es zu den Austrian Classics nach Kufstein.
Dieser internationale Bewerb gehört zwischenzeitlich zu den größten
Turnieren Europas und dürfte für die Waldler eine weitere
Standortbestimmung sein. tas
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